{"id":13521,"date":"2020-01-17T11:08:00","date_gmt":"2020-01-17T10:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/patientenbeauftragte-widerspruchsregelung-erneut-debattieren\/"},"modified":"2020-01-17T11:08:00","modified_gmt":"2020-01-17T10:08:00","slug":"patientenbeauftragte-widerspruchsregelung-erneut-debattieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/patientenbeauftragte-widerspruchsregelung-erneut-debattieren\/","title":{"rendered":"Patientenbeauftragte: Widerspruchsregelung erneut debattieren"},"content":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck\/Berlin (epd). Nach der Bundestagsentscheidung zur Organspende hat sich die CDU-Abgeordnete Claudia Schmidtke daf\u00fcr ausgesprochen, die sogenannte Widerspruchsregelung auch in der n\u00e4chsten Wahlperiode wieder auf die Tagesordnung zu setzen. \u00abIch respektiere die Entscheidung, bin aber sehr offen daf\u00fcr, sie in der kommenden Wahlperiode erneut zu debattieren\u00bb, sagte die Medizin-Professorin der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb (Freitag). Die L\u00fcbecker Abgeordnete Schmidtke ist Patientenbeauftragte der Bundesregierung.<\/p>\n<p>Sie begr\u00fcndete ihren Vorsto\u00df damit, dass die jetzt vom Bundestag beschlossene \u00aberweiterte Zustimmungsl\u00f6sung\u00bb keinen nennenswerten Effekt haben werde: \u00abIch gehe nicht davon aus, dass die Organspende-Zahlen signifikant zunehmen.\u00bb Deshalb m\u00fcsse Deutschland schon allein wegen der Zugeh\u00f6rigkeit zum internationalen Organspende-Verbund \u00abEurotransplant\u00bb wirkungsvollere Ma\u00dfnahmen einf\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00abDas ist derzeit ein sehr einseitiges Verh\u00e4ltnis\u00bb, sagte Schmidtke: \u00abWir lehnen die Widerspruchsregelung ab, profitieren aber von den Organen aus den L\u00e4ndern, die sie eingef\u00fchrt haben.\u00bb Es sei daher zu erwarten, dass in ein bis zwei Jahren der Druck aus dem Ausland zunehme. W\u00fcrde Deutschland sich erst heute f\u00fcr eine Aufnahme in den Eurotransplant-Verbund bewerben, \u00abw\u00fcrden wir mit unserer Regelung wahrscheinlich nicht aufgenommen werden\u00bb, sagte Patientenbeauftragte.<\/p>\n<p>Der Bundestag hatte am Donnerstag im Grundsatz die geltende Regelung zur Organspende best\u00e4tigt. Organe und Gewebe d\u00fcrfen nach dem Tod weiterhin nur entnommen werden, wenn die betreffende Person dem zu Lebzeiten zugestimmt hat, einen Organspendeausweis besitzt oder die Angeh\u00f6rigen der Entnahme zugestimmt haben. Eine Widerspruchsregelung, f\u00fcr die sich unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingesetzt hatte, lehnten die Abgeordneten ab. Danach w\u00e4re jeder potenziell ein Spender geworden, der zu Lebzeiten nicht widersprochen h\u00e4tte. In Deutschland warten rund 9.000 Menschen auf ein lebensrettendes Spenderorgan.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck\/Berlin (epd). Nach der Bundestagsentscheidung zur Organspende hat sich die CDU-Abgeordnete Claudia Schmidtke daf\u00fcr ausgesprochen, die sogenannte Widerspruchsregelung auch in der n\u00e4chsten Wahlperiode wieder auf die Tagesordnung zu setzen. \u00abIch respektiere die Entscheidung, bin aber sehr offen daf\u00fcr, sie in der kommenden Wahlperiode erneut zu debattieren\u00bb, sagte die Medizin-Professorin der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb (Freitag). Die L\u00fcbecker Abgeordnete Schmidtke ist Patientenbeauftragte der Bundesregierung. 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