{"id":13527,"date":"2020-01-20T10:30:00","date_gmt":"2020-01-20T09:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ekd-will-verstaerkt-auf-konfessionslose-zugehen\/"},"modified":"2020-01-20T10:30:00","modified_gmt":"2020-01-20T09:30:00","slug":"ekd-will-verstaerkt-auf-konfessionslose-zugehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ekd-will-verstaerkt-auf-konfessionslose-zugehen\/","title":{"rendered":"EKD will verst\u00e4rkt auf Konfessionslose zugehen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) m\u00f6chte in Zukunft verst\u00e4rkt mit Konfessionslosen in Kontakt treten. Man wolle unter anderem den Raum f\u00fcr Auseinandersetzung er\u00f6ffnen und die Glaubw\u00fcrdigkeit der Kirche und ihrer Kommunikation des Evangeliums verbessern, hei\u00dft es in dem am Montag in Hannover ver\u00f6ffentlichten Grundlagentext \u00abReligi\u00f6se Bildung angesichts von Konfessionslosigkeit &#8211; Aufgaben und Chancen\u00bb. Erstmals st\u00fcnden Konfessionslose damit systematisch im Mittelpunkt einer EKD-Ver\u00f6ffentlichung, betont der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm im Vorwort des Textes.<\/p>\n<p>Als konfessionslos werden Menschen bezeichnet, die weder katholisch, evangelisch, j\u00fcdisch, muslimisch sind noch einer anderen religi\u00f6sen Weltanschauung angeh\u00f6ren. 30 Millionen Menschen geh\u00f6ren nach Zahlen der EKD in Deutschland derzeit keiner Religionsgemeinschaft an. Sie machen etwa ein Drittel der Bev\u00f6lkerung aus, wobei der Anteil je nach Region sehr stark schwankt. In den ostdeutschen Bundesl\u00e4ndern liegt dieser Anteil teilweise bereits heute zwischen 70 und 90 Prozent. Lange sei Konfessionslosigkeit als prim\u00e4r ostdeutsches Ph\u00e4nomen in den Blick genommen worden, hei\u00dft es in dem Text. Das werde den gegenw\u00e4rtigen Entwicklungen jedoch nicht mehr gerecht.<\/p>\n<p>Der demografische Wandel und das Austrittsverhalten vor allem junger Erwachsener sind die Ursache f\u00fcr eine schwindende Bindung an die Kirche. Seit Jahren sterben mehr Kirchenmitglieder, als getauft werden. Das bedeutet, dass in den j\u00fcngeren Generationen, Religionszugeh\u00f6rigkeit nicht mehr \u00abvererbt\u00bb wird. Das Problem betrifft augenblicklich die evangelische Kirche st\u00e4rker als die katholische.<\/p>\n<p>Die EKD definiert in ihrem Text zehn Ma\u00dfnahmen, wie und wo sie Konfessionslose besser erreichen kann. Als erste Ma\u00dfnahme wird die Unterst\u00fctzung religi\u00f6ser Sozialisation und Erziehung genannt. Au\u00dferdem will man st\u00e4rker als bisher Fragen der Lebens- und Weltdeutung konfessionsloser Menschen identifizieren und theologisch bearbeiten. Das komme auch Theologie und Kirche zugute, da es sich um Themen handele, die auch Christinnen und Christen betr\u00e4fen.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfnahmen seien von der Hoffnung getragen, konfessionslose Menschen f\u00fcr den (Wieder-)Eintritt in die evangelische Kirche zu gewinnen. Die Auseinandersetzung mache aber auch deutlich, dass das Recht auf negative Religionsfreiheit auch in den Augen der evangelischen Kirche ein hohes Gut sei.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) m\u00f6chte in Zukunft verst\u00e4rkt mit Konfessionslosen in Kontakt treten. 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