{"id":13670,"date":"2020-02-11T07:20:00","date_gmt":"2020-02-11T06:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/frauenstimmen-im-evangelischen-gesangbuch-2\/"},"modified":"2020-02-11T07:20:00","modified_gmt":"2020-02-11T06:20:00","slug":"frauenstimmen-im-evangelischen-gesangbuch-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/frauenstimmen-im-evangelischen-gesangbuch-2\/","title":{"rendered":"\u201eFrauenstimmen im Evangelischen Gesangbuch\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Mit einer neuen Reihe der \u201eAkademie am Vormittag\u201c starten die Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte Friesland-Wilhelmshaven und die Kirchengemeinde Jever gemeinsam ins Fr\u00fchjahr. Unter dem Thema \u201eFrauenstimmen im Evangelischen Gesangbuch\u201c werden von Frauen getextete Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch vorgestellt.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Rund 30 Lieder im aktuellen Evangelischen Gesangbuch (EG) sind von Frauen getextet. Im alten Gesangbuch von 1953 waren es nur drei. Seit dem Sp\u00e4tmittelalter gab es zunehmend gebildete Frauen. Aber sie durften in der Regel nichts ver\u00f6ffentlichen. Die erste christliche Lyrikerin, die im heutigen EG namentlich zu finden ist, war Elisabeth Cruciger. Noch \u00e4lter sind die textlichen Spuren der Ordensfrauen aus dem Kloster Maria Medingen, die jedoch nicht namentlich zugeordnet werden k\u00f6nnen. Elisabeth Cruciger hingegen z\u00e4hlte zu Martin Luthers famili\u00e4rem Umfeld und war eine gute Freundin der Katharina von Bora. Ihr Lied \u201eHerr Christ, der einig Gotts Sohn\u201c brachte ihr vom eigenen Ehemann das g\u00f6nnerhafte Lob \u201eso, als hatte es ein Mann geschrieben\u201c ein &#8211; und schlie\u00dflich eine Ver\u00f6ffentlichung unter dessen Namen. Diese Vorgehensweise legt nahe, dass allerhand weibliche Handschrift bei der reformatorischen Neugestaltung der Liederlandschaft im Spiel war. Diese Reihe der Akademie am Vormittag macht sich auf die Spur weiblicher Liedtexterinnen im EG und verfolgt ihren Weg durch die Jahrhunderte von der Zeit der Reformation bis in die Gegenwart. Dabei geht es immer auch um die Entstehung der Lieder im biografischen Kontext. Denn ganz offensichtlich dichten Frauen anders als M\u00e4nner, oft kommen ihre Texte mehr von Herzen, sind zartf\u00fchlender und einf\u00fchlsamer.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Zum Auftakt am 24. Februar befasst sich Pastorin Petra Czeppat mit Liedern der Klosterfrauen und der Nachreformation. Darunter sind Lieder aus dem Ende des 14. Jahrhunderts aus dem Kloster Maria Medingen, von Elisabeth Cruciger, einer Zeitgenossin Martin Luthers und von Christiana Cunrad aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Am 2. M\u00e4rz geht es bei dem Vormittag mit der Heppenser Pastorin Meike von Fintel um \u201eMystische Lieder\u201c. Dazu geh\u00f6ren \u201eDas Jahr geht still zu Ende\u201c von Elenore F\u00fcrstin Reus, \u201eBis hierher hat mich Gott gebracht\u201c von \u00c4milie Julianna von Schwarzenburg-Rudolstadt und \u201eDie ganze Welt hast du uns \u00fcberlassen\u201c von Christa Weiss.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die alte und neue Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen spricht eine Woche sp\u00e4ter am 9. M\u00e4rz \u00fcber Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Sie behandelt konkret die Lieder \u201eMorgenlicht leuchtet\u201c von Eleanor Farjeon und \u201eWir sagen euch an\u201c von Maria Ferschel.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Reihe wird am 16. M\u00e4rz fortgesetzt mit Liedern der Erweckungsbewegung aus dem 19. Jahrhundert, interpretiert von Friedenskirchenpastor Kai Wessels. Konkret behandelt Pastor Wessels \u201eSo nimm denn meine H\u00e4nde\u201c von Julie Hausmann, \u201eDie Kirche steht gegr\u00fcndet\u201c von Anna Thekla von Weling und \u201eBrich herein, s\u00fc\u00dfer Schein\u201c von Marie Schmalenbach.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Lieder \u201eDank sei dir Vater\u201c von Maria Luise Thurmair und \u201eIch will zu meinem Vater gehen\u201c von Lotte Denkhaus sind am 23. M\u00e4rz zu h\u00f6ren, wenn der Jeveraner Pastor Thorsten Harland \u00fcber Lieder aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts spricht.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Zum Abschluss der Reihe stehen am Montag, den 30. M\u00e4rz bei dem Vormittag mit Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser \u201eHerr mach uns stark\u201c von Anna Martina Gottschick und \u201eUnfriede herrscht auf der Erde\u201c von Zofia Jasnota auf dem Liederzettel. Die beiden zeitgen\u00f6ssischen St\u00fccke stammen aus der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Veranstaltungen der \u201eAkademie am Vormittag\u201c beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr und finden im Evangelischen Gemeindehaus Am Kirchplatz in Jever statt. Nach einer Einf\u00fchrung in das jeweilige Thema besteht jeweils ausreichend Raum f\u00fcr Gespr\u00e4ch und Diskussion. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Information und Anmeldung bei der Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte Friesland-Wilhelmshaven unter (04421) 32016.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer neuen Reihe der \u201eAkademie am Vormittag\u201c starten die Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte Friesland-Wilhelmshaven und die Kirchengemeinde Jever gemeinsam ins Fr\u00fchjahr. 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