{"id":13718,"date":"2020-02-12T09:53:00","date_gmt":"2020-02-12T08:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/rettungsdienste-beklagen-bettenschliessungen-auf-intensivstationen\/"},"modified":"2020-02-12T09:53:00","modified_gmt":"2020-02-12T08:53:00","slug":"rettungsdienste-beklagen-bettenschliessungen-auf-intensivstationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/rettungsdienste-beklagen-bettenschliessungen-auf-intensivstationen\/","title":{"rendered":"Rettungsdienste beklagen Bettenschlie\u00dfungen auf Intensivstationen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover\/Northeim (epd). In der Diskussion um die immer h\u00e4ufiger geschlossenen Intensivstationen haben nun auch die Rettungsdienste von vermehrten Problemen berichtet. Die Not\u00e4rzte und Notfallsanit\u00e4ter m\u00fcssten mitunter weite und zeitraubende Entfernungen zur\u00fccklegen, um ihre Patienten an ein geeignetes Krankenhaus \u00fcbergeben zu k\u00f6nnen, sagte der Rettungsdienstleiter des ASB-Kreisverbandes Northeim\/Osterode, Sven Obermann, am Mittwoch dem epd. Statt der \u00fcblichen einen Stunde k\u00f6nne sich die Einsatzzeit schnell auf bis zu zweieinhalb Stunden ausweiten.<\/p>\n<p>Insbesondere in den l\u00e4ndlichen Regionen k\u00f6nnten die \u00f6rtlichen Krankenh\u00e4user oft keine Intensiv-Patienten mehr aufnehmen. \u00abDann potenziert sich der ohnehin vorhandene Stress im Rettungswagen\u00bb, sagte Obermann. Die Rettungsdienste m\u00fcssten dann erst nach einem passenden Krankenhaus suchen und herum telefonieren. In den gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten sei die Lage entspannter, weil dort mehr Kliniken st\u00fcnden.<\/p>\n<p>Oliver Peters vom Malteser-Rettungsdienst in Vechta sagte, wenn es jedoch \u00abhart auf hart\u00bb komme, seien gl\u00fccklicherweise alle Akut-Krankenh\u00e4user verpflichtet, eine Notbelegung durch einen Notarzt oder Notfallsanit\u00e4ter zu akzeptieren. Dann k\u00f6nnten die Patienten zumindest so weit stabilisiert werden, dass sie in ein weiter entferntes Krankenhaus transportiert werden k\u00f6nnten. \u00abWir tun unser bestes &#8211; aber die Politik muss sich fragen, wie unser an sich gutes Gesundheitssystem weiterbestehen kann\u00bb, unterstrich Peters.<\/p>\n<p>Auch die Sprecherin der Johanniter-Unfallhilfe in Niedersachsen, Frauke Engel, sprach von eine Zuspitzung der Lage. Sie machte vor allem den Fachkr\u00e4ftemangel in den Krankenh\u00e4usern f\u00fcr die Situation verantwortlich. Oft genug gebe es zwar freie Intensivbetten aber keine Fachkr\u00e4fte, die sich um die Patienten k\u00fcmmern k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Das NDR-Politikmagazin \u00abPanorama 3\u00bb hatte am Dienstag \u00fcber zunehmende Engp\u00e4sse bei der Notfallversorgung in Niedersachsen und Bremen berichtet. Die Lage habe sich in den Kliniken der beiden Bundesl\u00e4nder im Jahr 2019 gegen\u00fcber 2018 deutlich versch\u00e4rft. Recherchen h\u00e4tten ergeben, dass die Kliniken in Bremen innerhalb von vier Monaten am Jahresende in 66 Prozent der Gesamtzeit ihre Intensivstationen abgemeldet h\u00e4tten. In der Region Hannover habe die Abmeldequote f\u00fcr die chirurgischen Intensivbetten bei 32, f\u00fcr die internistischen bei 53 Prozent gelegen.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Northeim (epd). 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