{"id":13770,"date":"2020-02-23T09:29:00","date_gmt":"2020-02-23T08:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/die-rueckkehr-der-nordischen-purpurschnecke\/"},"modified":"2020-02-23T09:29:00","modified_gmt":"2020-02-23T08:29:00","slug":"die-rueckkehr-der-nordischen-purpurschnecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/die-rueckkehr-der-nordischen-purpurschnecke\/","title":{"rendered":"Die R\u00fcckkehr der Nordischen Purpurschnecke"},"content":{"rendered":"<p>Husum\/Wilhelmshaven (epd). Der Bestand der Nordischen Purpurschnecke an der Nordseek\u00fcste hat sich offenbar wieder erholt. An der K\u00fcste von Helgoland habe er in der Zeit zwischen 1995 und 2010 keine Purpurschnecken entdeckt, sagte Rainer Borcherding, Meeresbiologe der Schutzstation Wattenmeer in Husum, dem epd. Doch seit etwa zehn Jahren seien dort wieder zahlreiche Geh\u00e4use zu finden. \u00c4hnliches gelte f\u00fcr die Region im d\u00e4nischen Bl\u00e5vand. Im Nieders\u00e4chsischen Wattenmeer hingegen seien bislang keine Vorkommen bekannt.<\/p>\n<p>Ursache f\u00fcr das Verschwinden der Purpurschnecke ist nach Einsch\u00e4tzung der Schutzstation Wattenmeer das Umweltgift Tributylzinn (TBT). Es wurde in Schutzanstrichen der Schiffe verwendet, um die Ansiedlung von Muscheln am Rumpf zu verhindern. In den 70er Jahren wurde beobachtet, dass viele weibliche Purpurschnecken unfruchtbar wurden und der Bestand dramatisch einbrach.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Best\u00e4nde der Nordischen Purpurschnecke sind an den Felsk\u00fcsten in England und Frankreich zu finden. In Deutschland ist sie vor allem im Felswatt von Helgoland heimisch. Einige Exemplare wurden auch in der d\u00e4nischen Ostsee entdeckt. Anders als bei anderen Schneckenarten gibt es bei der Purpurschnecke m\u00e4nnliche und weibliche Exemplare.<\/p>\n<p>In den 70er Jahren wurde beobachtet, dass sich bei den Weibchen die Eierst\u00f6cke zur\u00fcckbildeten und sie einen Penis bekamen, der allerdings nicht funktionst\u00fcchtig war. Erst 2003 wurde TBT weltweit schrittweise verboten. Bereits vor einigen Jahren war an den K\u00fcsten des \u00c4rmelkanals eine Bestandserholung der Purpurschnecke feststellbar. Die Meeresbiologen wollen nun beobachten, ob sich die Purpurschnecke an der Nordseek\u00fcste weiter ausbreitet.<\/p>\n<p>Die Nordische Purpurschnecke ern\u00e4hrt sich von Seepocken und jungen Miesmuscheln. Sie bohrt mit ihrer Raspelzunge die Geh\u00e4use auf und frisst sie leer. Der Name \u00abPurpurschnecke\u00bb r\u00fchrt von einem Sekret der Mitteldarmdr\u00fcse, das Stoff dauerhaft rot einf\u00e4rben kann. F\u00fcr einen purpurroten K\u00f6nigsmantel m\u00fcsste man allerdings etwa eine halbe Million Schnecken zerknacken.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Husum\/Wilhelmshaven (epd). Der Bestand der Nordischen Purpurschnecke an der Nordseek\u00fcste hat sich offenbar wieder erholt. An der K\u00fcste von Helgoland habe er in der Zeit zwischen 1995 und 2010 keine Purpurschnecken entdeckt, sagte Rainer Borcherding, Meeresbiologe der Schutzstation Wattenmeer in Husum, dem epd. Doch seit etwa zehn Jahren seien dort wieder zahlreiche Geh\u00e4use zu finden. \u00c4hnliches gelte f\u00fcr die Region im d\u00e4nischen Bl\u00e5vand. Im Nieders\u00e4chsischen Wattenmeer hingegen seien bislang keine Vorkommen bekannt. Ursache f\u00fcr das Verschwinden der Purpurschnecke ist nach Einsch\u00e4tzung der Schutzstation Wattenmeer das Umweltgift Tributylzinn (TBT). 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