{"id":13773,"date":"2020-02-23T13:10:00","date_gmt":"2020-02-23T12:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/schiffstaufe-von-united4rescue-in-kiel\/"},"modified":"2020-02-23T13:10:00","modified_gmt":"2020-02-23T12:10:00","slug":"schiffstaufe-von-united4rescue-in-kiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/schiffstaufe-von-united4rescue-in-kiel\/","title":{"rendered":"Schiffstaufe von United4Rescue in Kiel"},"content":{"rendered":"<p>Das zivilgesellschaftliche B\u00fcndnis United4Rescue hat gemeinsam mit Sea-Watch ein zus\u00e4tzliches Seenotrettungsschiff in Dienst genommen. In Anwesenheit des <strong>Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm<\/strong>, taufte <strong>Aminata Tour\u00e9, Landtagsvizepr\u00e4sidentin des Landes Schleswig-Holstein<\/strong>, das Schiff am Donnerstag, 20. Februar, in Kiel auf den Namen \u201eSea-Watch 4\u201c. Das Logo von United4Rescue am Bug zeigt prominent, dass das B\u00fcndnis den Kauf erm\u00f6glicht hat und auch weiterhin hinter dem B\u00fcndnisschiff steht.<\/p>\n<p>Mitglieder und F\u00f6rderer des B\u00fcndnisses United4Rescue und der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch hatten sich zu dem Anlass auf dem Schiff getroffen. Das fr\u00fchere Forschungsschiff \u201ePoseidon\u201c konnte Ende Januar in einem verdeckten Bieterverfahren ersteigert werden und soll bereits zu Ostern im zentralen Mittelmeer aktiv sein. Bisher liegt es noch an seinem fr\u00fcheren Heimathafen in Kiel.<\/p>\n<p>Der <strong>EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm<\/strong> sagte: \u201eMit der heutigen Schiffstaufe und dem Auslaufen der \u201aSea-Watch 4\u2018 in wenigen Tagen setzen das B\u00fcndnis United4Rescue und mit ihm alle Partner und F\u00f6rderer die Ank\u00fcndigung \u201aWir schicken ein Schiff\u2018 nun in die Tat um. Schiff und Crew werden hoffentlich schon bald Menschenleben im Mittelmeer retten. Dabei k\u00f6nnen sie weiter auf die Unterst\u00fctzung vieler engagierter Christinnen und Christen z\u00e4hlen. \u201aMan l\u00e4sst keine Menschen ertrinken.\u2018 Hinter dieser \u00dcberzeugung steht ab sofort nicht wie bisher ein Punkt, sondern mit der \u201aSea-Watch 4\u2018 ein weithin sichtbares Ausrufezeichen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Oldenburgische Kirche unterst\u00fctzt B\u00fcndnis zur Fl\u00fcchtlingsrettung im Mittelmeer<\/strong><br \/> Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg wurde bei der Schiffstaufe in Kiel durch Pfarrer Dr. Stefan Welz, Referent f\u00fcr Gottesdienst und Theologische Grundsatzarbeit, vertreten. Die oldenburgische Kirche ist Teil des Aktionsb\u00fcndnis \u201eUnited4Rescue \u2013 Gemeinsam Retten\u201c und hat den Kauf eines zus\u00e4tzlichen Rettungsschiffes zur Unterst\u00fctzung der zivilen Seenotrettung mit 20.000 Euro unterst\u00fctzt. Menschen in Seenot m\u00fcssen laut <strong>Bischof Thomas Adomeit<\/strong> gerettet werden, das sei nicht verhandelbar. \u201eUnd aus christlicher Sicht unterstreiche ich das: Jedes Menschenleben ist unendlich wertvoll.\u201c Bischof Thomas Adomeit: \u201eJedes einzelne gerettete Leben ist ein toter Mensch weniger.\u201c<\/p>\n<p><strong>Taufpatin Aminata Tour\u00e9, Landtagsvizepr\u00e4sidentin des Landes Schleswig-Holstein<\/strong>, sagt zum Entsenden des neuen Rettungsschiffs: \u201eIn Zeiten, in denen politisch Verantwortliche in ganz Europa keine Antwort auf das Sterben im Mittelmeer geben, ist es umso beeindruckender, dass die Zivilgesellschaft handelt. Ich freue mich, dass die Sea-Watch 4 bald starten kann und Menschenleben retten wird! Danke f\u00fcr Ihren Einsatz!\u201c<\/p>\n<p><strong>Thies Gundlach, erster Vorsitzender des Tr\u00e4gervereins von United4Rescue<\/strong>, freut sich \u00fcber den Erfolg der Kampagne #wirschickeneinSchiff: \u201eDieses Schiff ist ein Ausdruck der Humanit\u00e4t aus der Mitte unserer Gesellschaft. In k\u00fcrzester Zeit konnten wir Dank tausendfacher Unterst\u00fctzung ein Schiff kaufen. United4Rescue sorgt mit daf\u00fcr, dass das Schiff Richtung Mittelmeer aufbrechen kann \u2013 daf\u00fcr bedarf es noch mancher Unterst\u00fctzung, insbesondere einer gut ausgestatteten Krankenstation.\u201c<\/p>\n<p>Und <strong>Michael Schwickart, 2. Vorsitzender des Tr\u00e4gervereins<\/strong>, betont: \u201eUnsere Arbeit geht nat\u00fcrlich weiter! Gemeinsam mit allen B\u00fcndnispartnern und F\u00f6rderern von United4Rescue werden wir uns auch \u00fcber den Schiffskauf hinaus f\u00fcr die Seenotrettung einsetzen \u2013 und durch Spenden unterst\u00fctzen. Uns ist es wichtig dort zu helfen, wo Not besteht: Es darf niemals passieren, dass ein Rettungsschiff nicht auslaufen kann, weil es am Geld fehlt!\u201c<\/p>\n<p>Auch 2019 verloren mehr als 1.000 Menschen ihr Leben im Mittelmeer. Wie dringlich der Bedarf an einem weiteren Rettungsschiff ist, zeigte auch der gestrige Mittwoch, als die Sea-Watch 3, 121 Menschen im zentralen Mittelmeer aus einem \u00fcberf\u00fcllten Schlauchboot gerettet hat.<\/p>\n<p><strong>Mattea Weihe, Crewmitglied der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch<\/strong>, die die operative und wirtschaftliche Verantwortung des Einsatzes des neuen Schiffs tragen wird: \u201eSolange Europa Menschen zur Abschreckung ertrinken l\u00e4sst, werden wir nicht tatenlos zusehen. Dass die Sea-Watch 4 schon bald in See stechen wird, zeugt von gro\u00dfer gesellschaftlicher Solidarit\u00e4t, ist aber auch klares Signal an Europa, endlich Menschenrechte \u00fcber Abschottung zu stellen. Gemeinsam mit dem B\u00fcndnis United4Rescue sorgen wir jetzt daf\u00fcr, dass die Sea-Watch 4 bestens ausger\u00fcstet Richtung Mittelmeer aufbrechen kann, wo immer noch jedes Rettungsschiff dringend gebraucht wird.\u201c<\/p>\n<p>Die Sea-Watch 4 wird bereits in der n\u00e4chsten Woche den Kieler Hafen verlassen. Nach weiteren erforderlichen Umbauarbeiten in Spanien wird das Schiff im April den ersten Einsatz bestreiten.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br \/> Das B\u00fcndnis United4Rescue wurde am 3. Dezember 2019 gegr\u00fcndet. Ihm geh\u00f6ren inzwischen fast 400 Institutionen, Vereine, Firmen und Initiativen an. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen (<a href=\"http:\/\/www.united4rescue.com\/partners\">www.united4rescue.com\/partners<\/a>). Die Initiative f\u00fcr ein zus\u00e4tzliches Rettungsschiff und f\u00fcr ein breites zivilgesellschaftliches B\u00fcndnis ging von der Evangelischen Kirche aus. Das B\u00fcndnis reicht inzwischen weit \u00fcber kirchliche Grenzen hinaus.<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis steht f\u00fcr vier Forderungen an die deutsche und europ\u00e4ische Politik:<br \/> 1) Seenotrettung erm\u00f6glichen,<br \/> 2) Kriminalisierung der Seenotrettung beenden,<br \/> 3) Faire Asylverfahren gew\u00e4hrleisten und<br \/> 4) den \u201eSicheren H\u00e4fen\u201c erm\u00f6glichen, aktiv zu werden.<\/p>\n<p>Die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch ist direkter Kooperationspartner f\u00fcr das erste Projekt des B\u00fcndnisses, die Seenotrettung im Mittelmeer durch ein zus\u00e4tzliches Rettungsschiff zu verst\u00e4rken: #wirschickeneinSchiff. Sea-Watch ist seit 2015 in der Seenotrettung aktiv und war an der Rettung von \u00fcber 37.000 Menschen beteiligt. Die Organisation wird neben ihrer aktuellen Mission der Sea-Watch 3 den Betrieb eines weiteren Schiffes gew\u00e4hrleisten. Sea-Watch ist selbst Mitglied des B\u00fcndnisses United4Rescue.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/> <strong>Kontakt United4Rescue:<\/strong><br \/> Joachim Lenz: +49 151 \/ 5012 6724<br \/> <a href=\"mailto:presse@united4rescue.com\">presse@united4rescue.com<\/a><br \/> <a href=\"http:\/\/www.united4rescue.com\">www.united4rescue.com<\/a><\/p>\n<p><strong>Kontakt Sea-Watch:<\/strong><br \/> Oliver Kulikowski: +49 157 \/ 5809 0674<br \/> <a href=\"mailto:presse@sea-watch.org\">presse@sea-watch.org<\/a><br \/> <a href=\"http:\/\/www.sea-watch.org\">www.sea-watch.org<\/a><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das zivilgesellschaftliche B\u00fcndnis United4Rescue hat gemeinsam mit Sea-Watch ein zus\u00e4tzliches Seenotrettungsschiff in Dienst genommen. 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