{"id":13789,"date":"2020-02-27T11:47:00","date_gmt":"2020-02-27T10:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/sterbehilfe-urteil-hospizverband-sieht-steigenden-druck-auf-aeltere\/"},"modified":"2020-02-27T11:47:00","modified_gmt":"2020-02-27T10:47:00","slug":"sterbehilfe-urteil-hospizverband-sieht-steigenden-druck-auf-aeltere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/sterbehilfe-urteil-hospizverband-sieht-steigenden-druck-auf-aeltere\/","title":{"rendered":"Sterbehilfe-Urteil: Hospizverband sieht steigenden Druck auf \u00c4ltere"},"content":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck\/Berlin (epd). Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband f\u00fcrchtet nach dem Sterbehilfe-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes einen gef\u00e4hrlichen Dammbruch. \u00abSchon heute sp\u00fcren viele Menschen sozialen Druck, aus dem Leben zu scheiden. Und dieses Gef\u00fchl wird steigen\u00bb, sagte der Vorsitzende Winfried Hardinghaus der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb. Der Arzt und Palliativmediziner verwies auf eine neue Studie aus den Niederlanden, in der 40 Prozent der lebensm\u00fcden Menschen das Motiv genannt h\u00e4tten, niemandem zur Last fallen zu wollen. \u00abJunge Angeh\u00f6rige setzen \u00e4ltere Familienmitglieder unter Druck. Die \u00c4lteren sind oft von sich aus bereit, in den Tod zu gehen. Statt dieser Gefahr entgegenzuwirken, hat Karlsruhe das Risiko noch verst\u00e4rkt.\u00bb<\/p>\n<p>Es sei bedenklich, dass k\u00fcnftig mit Suizid-Beihilfe Geld verdient werden k\u00f6nne, sagte Hardinghaus, der als Sachverst\u00e4ndiger an dem Prozess in Karlsruhe beteiligt war. \u00abDas Gericht hat Selbstbestimmung \u00fcber alles gestellt und gesellschaftspolitische, religi\u00f6se oder andere Gesichtspunkte v\u00f6llig au\u00dfer Acht gelassen. Jetzt besteht die gro\u00dfe Gefahr, dass die Liberalisierung zu Missbrauch f\u00fchrt.\u00bb<\/p>\n<p>Auch diejenigen, die gr\u00fcnes Licht f\u00fcr aktive Sterbehilfe forderten, w\u00fcrden durch den Urteilsspruch ermutigt, sagte der Mediziner. \u00abDas w\u00e4re eine fatale Entwicklung und muss gestoppt werden.\u00bb Dass den Verfassungsrichtern zufolge k\u00fcnftig auch gesunde, aber lebenssatte Menschen Hilfe erhalten sollen, um sich das Leben zu nehmen, bezeichnete Hardinghaus als eine \u00absehr b\u00f6se \u00dcberraschung\u00bb.<\/p>\n<p>Der Arzt forderte den Gesetzgeber auf, Beratungsverfahren mit klaren Kriterien einzuf\u00fchren. Die Patienten m\u00fcssten ausf\u00fchrlich \u00fcber Alternativen zum Suizid informiert werden. In der Palliativmedizin gebe es schon die M\u00f6glichkeit, jeden Menschen schmerzfrei zu machen und ein Sterben in W\u00fcrde zu garantieren. \u00abDeswegen ist Suizidbeihilfe nicht notwendig.\u00bb<\/p>\n<p>Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband ist nach eigenen Angaben ein Dachverband von \u00fcber 1.200 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen. Dort seien mehr als 120.000 Menschen hauptamtlich oder ehrenamtlich engagiert.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck\/Berlin (epd). Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband f\u00fcrchtet nach dem Sterbehilfe-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes einen gef\u00e4hrlichen Dammbruch. \u00abSchon heute sp\u00fcren viele Menschen sozialen Druck, aus dem Leben zu scheiden. Und dieses Gef\u00fchl wird steigen\u00bb, sagte der Vorsitzende Winfried Hardinghaus der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb. 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