{"id":13835,"date":"2020-03-07T15:29:51","date_gmt":"2020-03-07T14:29:51","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/simbabwe-zu-gast-im-oldenburger-land\/"},"modified":"2020-03-07T15:29:51","modified_gmt":"2020-03-07T14:29:51","slug":"simbabwe-zu-gast-im-oldenburger-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/simbabwe-zu-gast-im-oldenburger-land\/","title":{"rendered":"Simbabwe zu Gast im Oldenburger Land"},"content":{"rendered":"<p>In rund 50 Kirchengemeinden wurden am Freitag, 6. M\u00e4rz, in \u00f6kumenischer Verbundenheit die diesj\u00e4hrigen Weltgebetstag-Gottesdienste (WGT) im Oldenburger Land gefeiert. Die Gebete, Texte und Lieder haben Frauen aus dem s\u00fcdafrikanischen Land Simbabwe verfasst. Seit Wochen hatten sich Frauen unterschiedlicher Konfessionen auch im Oldenburger Land gemeinsam diesen Tag vorbereitet. Und wie gewohnt wurde nach dem Gottesdienst zu einem Zusammentreffen mit Informationen \u00fcber das Land und zum regen Austausch eingeladen.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Texte der Gottesdienstordnung vermittelten einen Eindruck von der Lebenssituation der Menschen, besonders der Frauen im Land: Nach der langen Regierungszeit von Mugabe, der f\u00fcr furchtbare Gr\u00e4ueltaten verantwortlich ist, gab es 2018 Wahlen. Aber von echter Demokratie kann keine Rede sein. Das Land ist reich an Sch\u00e4tzen, z.B. Platin, und an Natur, wird aber zerrieben zwischen den verschiedenen politischen und wirtschaftlichen M\u00e4chten, von Korruption. Darum sind die Menschen im Land gespalten und oft von Lethargie gefangen. Ein gro\u00dfer Teil verl\u00e4sst das Land und wandert aus. Vor allem die Frauen tragen die gro\u00dfe Last der Familienarbeit (inkl. Versorgung der Aidswaisen) und des Familieneinkommens, da die M\u00e4nner oft kein festes Einkommen haben. Das Leben der Kirchengemeinden ruht auf den Schultern der Frauengruppen, auch wenn sie in der Leitung nicht pr\u00e4sent sind.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Obwohl diese Gottesdienstordnung vor der Ver\u00f6ffentlichung von der Regierung kontrolliert, bzw. zensiert wurde, gaben die Frauen im Land die Hoffnung auf Ver\u00e4nderung nicht auf. Es gibt kleine Projekte, wo Aufbruch gelingt. Das Motto des Weltgebetstages \u201eSteh auf, nimm deine Matte und geh\u201c ist ein Protestruf gegen die Lethargie und Resignation, gegen die L\u00e4hmung durch bestehende Strukturen. Hoffnung, Glaubensgewissheit und die Gemeinschaft in den Kirchen st\u00e4rken die Frauen, sich weiterhin f\u00fcr mehr Rechte einzusetzen, z.B. gegen die Verheiratung von 10j\u00e4hrigen M\u00e4dchen oder f\u00fcr ein gerechtes Erb- und Landrecht.<br \/> &nbsp;&nbsp; &nbsp;<br \/> Der Weltgebetstag f\u00f6rdert mit seinen Kollekten Projekte weltweit, in Simbabwe z.B. die Abteilung \u201eGeschlechtergerechtigkeit und Frauenf\u00f6rderung\u201c des Kirchenrates von Simbabwe (ZCC) oder den Envision Zimbabwe Women\u00b4s Trust, der sich f\u00fcr Konfliktl\u00f6sungen einsetzt. Der Weltgebetstag ist eine weltweite \u00f6kumenische Basisbewegung christlicher Frauen, eine zentrale Veranstaltung \u00fcber Konfessions- und L\u00e4ndergrenzen hinweg. Die Idee ist, dass ein Gebet \u00fcber 24 Stunden lang um den ganzen Erdball wandert und Frauen in mehr als 120 L\u00e4ndern der Welt miteinander verbindet. Voneinander wissen, f\u00fcreinander beten, einander unterst\u00fctzen \u2013 dazu ist der Weltgebetstag da und leistet einen wichtigen Betrag. Weitere Informationen zum Weltgebetstag finden Sie unter: <a href=\"http:\/\/www.weltgebetstag.de\">www.weltgebetstag.de<\/a>.<br \/> &nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/> Im Oldenburger Land wurde in den Gemeinden in bunter und vielf\u00e4ltiger Form gefeiert. Einen Eindruck davon vermitteln die nachfolgenden Berichte aus Edewecht, Burhave, Oldenburg, Vechta und Visbek.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> <strong>\u00d6kumenischer Weltgebetstagsgottesdienst in Edewecht<\/strong><br \/> Seit vielen Jahren gibt es in Edewecht ein kleines Vorbereitungsteam von rund zehn Frauen, die sich f\u00fcr den Weltgebetstag engagieren. Wechselweise werden die katholische, die ev.-methodistische, die ev.-baptistische und die ev.-lutherische Kirchengemeinde zu Gastgebern. In diesem Jahr wurde der Weltgebetstag in der katholischen Kirchengemeinde St. Vinzenz-Pallotti \u00f6kumenisch gefeiert. Auf vielf\u00e4ltige Weise, z.B. durch zwei kurze Anspiele, durch Live-Musik, die zu Bewegung einlud oder auch die aktive Aufforderung aufzustehen und sich aufzurichten, konnte das Motto \u201eSteh auf und geh\u201c gut umgesetzt werden. Bereits die Begr\u00fc\u00dfung beeindruckte, da die Teilnehmenden von einer jungen Frau aus Simbabwe in der Sprache der Shona, in der Sprache der Ndebele und auf Englisch zusammen mit ihrer Tochter begr\u00fc\u00dft wurden.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Nach dem Gottesdienst blieben die knapp 70 G\u00e4ste zum gem\u00fctlichen Beisammensein, bei dem leckere Spezialit\u00e4ten aus Simbabwe probiert werden und ein reger Austausch stattfinden konnte. Mit offenen Augen schauten wir nun gemeinsam auf das bunte und beeindruckende Land Simbabwe und ihre Frauen, die so dringend unserer Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen. Nat\u00fcrlich haben sich nahezu alle G\u00e4ste an der Unterschriftenaktion zur Entschuldung Simbabwes beteiligt.<br \/> <em>Sandra Martinez<\/em><br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> <strong>Elefanten und Schwarzw\u00e4lder-Kirschtorte in Burhave<\/strong><br \/> In Burhave wurde der diesj\u00e4hrige Weltgebetstag in der evangelischen St.Petri-Kirche gefeiert. Katholische und evangelische Christinnen aus Waddens und Burhave hatten den Gottesdienst nach der Liturgie der Frauen aus Simbabwe vorbereitet und pr\u00e4sentierten der Gemeinde einen abwechslungsreichen und bewegenden Gottesdienst unter dem Motto \u201eSteh auf und geh!\u201c. F\u00fcr die Gestaltung des Altarraumes wurden ganze Elefantenherden aus unterschiedlichen Materialien und viele andere kunsthandwerkliche afrikanische Dekorationsgegenst\u00e4nde zur Verf\u00fcgung gestellt. Neben Musik von der CD wurde der Gesang auch von einem Akkordeon begleitet.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Kollekte am Ende des Gottesdienstes erbrachte wieder eine \u201eh\u00fcbsche\u201c Summe, die an das deutsche Weltgebetstagskomitee \u00fcberwiesen werden kann, um weltweit Projekte zu unterst\u00fctzen, die die Lebenssituation von Frauen und Kindern verbessern sollen. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im Gemeindehaus das obligatorische Beisammensein mit weiteren Landesinformationen und einem vielf\u00e4ltigen Imbiss \u2013 diesmal mit einer Schwarzw\u00e4lder-Kirschtorte, der beliebtesten Torte in Simbabwe.<br \/> <em>Klaus Braje<\/em><br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> <strong>\u00d6kumenischer Gottesdienst in der Thomas-Kirche in Oldenburg-Ofenerdiek<\/strong><br \/> Seit vielen Jahren gibt es im Norden der Stadt Oldenburg die Tradition, dass die Bezirke aus drei verschiedenen Kirchengemeinden miteinander Gottesdienst feiern. So geh\u00f6ren jedes Jahr Frauen aus der ev.-luth. Kirchengemeinde Oldenburg, Bezirk der Martin-Luther-Kirche, aus der r\u00f6m.-kath. Kirchengemeinde St.Marien\/St.Christophorus, aus der ev.-luth.Kirchengemeinde Ofenerdiek und \u2013 seit 2019 ganz neu \u2013 nun auch aus der Neuapostolischen Kirche zum Vorbereitungskreis. In diesem Jahr waren es allein in der Vorbereitung \u00fcber zwanzig Frauen.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Der Gottesdienst fand in diesem Jahr in der Thomas-Kirche statt, die ganz afrikanisch geschm\u00fcckt war: T\u00fccher der Landesfarben Simbabwes, Tiere, Obst in afrikanischen Schalen, u.a.m. Die musikalische Gestaltung wurde von einer Musikgruppe und einem Teil des Kirchenchores unterst\u00fctzt.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Nachdem Gottesdienst gab es noch einen Imbiss mit Gerichten nach Rezepten aus Simbabwe. Dabei gab es fr\u00f6hliche Gespr\u00e4che und gute Begegnungen.<br \/> <em>Aliet J\u00fcrgens<\/em><br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> <strong>Gottesdienste in Visbek und Vechta<\/strong><br \/> Auch im Oldenburger M\u00fcnsterland feierten die Gemeinden den Weltgebetstag. In Visbek hatte man sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Die Frauen es Vorbereitungskreises konnten in einem Gesch\u00e4ft im Ort ein Schaufenster dekorieren, um so schon im Vorfeld auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen. In der Kirche war dann im Eingangsbereich eine Szene aus Simbabwe dargestellt.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Gottesdienste in Visbek und Vechta fanden einen gro\u00dfen Anklang. Die Gottesdienstbesucher erfuhren viel \u00fcber die Not der Frauen in Simbabwe, waren aber auch beeindruckt von der von deren Selbstbewusstsein und Engagement, mit den schwierigen Verh\u00e4ltnissen umzugehen.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Im Anschluss an den Gottesdienst wurde in den Gemeindeh\u00e4usern zu einem Essen mit Kleinigkeiten aus Simbabwe eingeladen, bei dem man sich \u00fcber die gewonnen Eindr\u00fccke aus dem Gottesdienst noch einmal austauschen konnte.<br \/> <em>Carsten Homann<\/em><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In rund 50 Kirchengemeinden wurden am Freitag, 6. M\u00e4rz, in \u00f6kumenischer Verbundenheit die diesj\u00e4hrigen Weltgebetstag-Gottesdienste (WGT) im Oldenburger Land gefeiert. Die Gebete, Texte und Lieder haben Frauen aus dem s\u00fcdafrikanischen Land Simbabwe verfasst. Seit Wochen hatten sich Frauen unterschiedlicher Konfessionen auch im Oldenburger Land gemeinsam diesen Tag vorbereitet. Und wie gewohnt wurde nach dem Gottesdienst zu einem Zusammentreffen mit Informationen \u00fcber das Land und zum regen Austausch eingeladen. &nbsp; &nbsp; Die Texte der Gottesdienstordnung vermittelten einen Eindruck von der Lebenssituation der Menschen, besonders der Frauen im Land: Nach der langen Regierungszeit von Mugabe, der f\u00fcr furchtbare Gr\u00e4ueltaten verantwortlich ist, gab&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-13835","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13835","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13835"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13835\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13835"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13835"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13835"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}