{"id":14754,"date":"2020-06-14T14:56:00","date_gmt":"2020-06-14T12:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/weisser-ring-fordert-landeszentralstellen-fuer-kindeswohl\/"},"modified":"2020-06-14T14:56:00","modified_gmt":"2020-06-14T12:56:00","slug":"weisser-ring-fordert-landeszentralstellen-fuer-kindeswohl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/weisser-ring-fordert-landeszentralstellen-fuer-kindeswohl\/","title":{"rendered":"\u00abWei\u00dfer Ring\u00bb fordert Landeszentralstellen f\u00fcr Kindeswohl"},"content":{"rendered":"<p>Die Wirksamkeit h\u00f6herer Strafandrohungen f\u00fcr Kindesmissbrauch ist umstritten. Einig sind sich jedoch alle: Es muss mehr f\u00fcr den Schutz getan werden. Die Beratungsorganisation Zartbitter fordert mehr ortsnahe Anlaufstellen in Verdachtsf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Hannover\/K\u00f6ln (epd). Die Schutzorganisation f\u00fcr Kriminalit\u00e4tsopfer \u00abWei\u00dfer Ring\u00bb fordert von der Politik, sich nach dem Missbrauchsskandal von M\u00fcnster noch st\u00e4rker f\u00fcr den Schutz von Kindern zu engagieren. \u00abEine pr\u00e4ventive Wirkung geht von h\u00f6heren Strafandrohungen meist nicht aus\u00bb, sagte der Bundesvorsitzende des \u00abWei\u00dfen Rings\u00bb, J\u00f6rg Ziercke, dem \u00abRedaktionsNetzwerk Deutschland\u00bb (Samstag). \u00abDeshalb muss die Politik der Pr\u00e4vention von Kindesmissbrauch eine viel h\u00f6here Aufmerksamkeit widmen\u00bb, erg\u00e4nzte der fr\u00fchere Chef des Bundeskriminalamts (BKA).<\/p>\n<p>Notwendig w\u00e4re eine personelle Verst\u00e4rkung von Justiz und Polizei auf Landesebene. \u00abDie Politik m\u00fcsste in jedem Bundesland eine Landeszentralstelle Kindeswohl einrichten\u00bb, regte Ziercke an. \u00abDort sollte psychologisch geschultes Personal Informationen \u00fcber Kindesgef\u00e4hrdungen entgegennehmen und ein Team von Mitarbeitern der Gesundheits\u00e4mter, von Kinder\u00e4rzten, Therapieexperten, Staatsanw\u00e4lten und Kriminalbeamten diese Informationen bewerten.\u00bb<\/p>\n<p>Die Fach- und Beratungsstelle Zartbitter erhofft sich von einer Strafrechtsversch\u00e4rfung insgesamt dennoch eine starke Wirkung. Zur Absicht der Bundesregierung, die Verbreitung von kinderpornografischem Material in Zukunft strafrechtlich sch\u00e4rfer zu ahnden, sagte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Beratungsstelle in K\u00f6ln, Ursula Enders, dem Evangelischen Pressedienst (epd): Sie sei \u00ababsolut erleichtert\u00bb, dass diese Form der sexuellen Gewalt nicht l\u00e4nger nur als Vergehen, sondern als Verbrechen bewertet werden soll. \u00abDiese Reform wird eine starke pr\u00e4ventive Wirkung entfalten\u00bb, zeigte sich Enders \u00fcberzeugt. Insbesondere die Verbreitung kinderpornografischen Materials unter Sch\u00fclern kann ihrer Einsch\u00e4tzung nach einged\u00e4mmt werden, aber auch erwachsene T\u00e4ter w\u00fcrden bei einer Strafrechtsversch\u00e4rfung deutliche Konsequenzen sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Enders forderte, das Angebot niedrigschwelliger Fach- und Beratungsstellen in Deutschland deutlich auszubauen. Menschen, die auch nur die Vermutung missbr\u00e4uchlichen Verhaltens h\u00e4tten, br\u00e4uchten eine ortsnahe Anlaufstelle. An sie k\u00f6nnten sich besorgte Personen wenden, die den Weg zur Polizei oder zum Jugendamt scheuten.<\/p>\n<p>Der nordrhein-westf\u00e4lische Innenminister Herbert Reul (CDU) forderte ein genaueres Hinschauen bei T\u00e4tern mit Vorstrafen. \u00abDie aktuellen Beispiele zeigen, dass wir bei der Frage nach Sicherungsverwahrung noch st\u00e4rker die jeweilige Vorgeschichte der T\u00e4ter einbeziehen m\u00fcssen\u00bb, sagte Reul der D\u00fcsseldorfer \u00abRheinischen Post\u00bb (Samstag).<\/p>\n<p>Rufe nach einer Wiederzulassung der Vorratsdatenspeicherung zur Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung wies die Datenschutz-Organisation Digitalcourage indes zur\u00fcck. \u00abEs bricht ganz klar Grundrechte, wenn rund um die Uhr pers\u00f6nliche Aktivit\u00e4tsdaten von Millionen rechtstreuen B\u00fcrgern gespeichert werden\u00bb, sagte Digitalcourage-Referent Friedemann Ebelt dem epd in Bielefeld. In M\u00fcnster habe polizeiliche Ermittlungsarbeit zum Erfolg gef\u00fchrt, \u00abnicht grundrechtswidrige Massen\u00fcberwachung\u00bb, erkl\u00e4rte der Datensch\u00fctzer. \u00abWer diese Verbrechen verhindern will, muss gezielt im Netz suchen und vor allem in der realen, analogen Welt\u00bb, sagte Ebelt.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wirksamkeit h\u00f6herer Strafandrohungen f\u00fcr Kindesmissbrauch ist umstritten. Einig sind sich jedoch alle: Es muss mehr f\u00fcr den Schutz getan werden. Die Beratungsorganisation Zartbitter fordert mehr ortsnahe Anlaufstellen in Verdachtsf\u00e4llen. Hannover\/K\u00f6ln (epd). Die Schutzorganisation f\u00fcr Kriminalit\u00e4tsopfer \u00abWei\u00dfer Ring\u00bb fordert von der Politik, sich nach dem Missbrauchsskandal von M\u00fcnster noch st\u00e4rker f\u00fcr den Schutz von Kindern zu engagieren. \u00abEine pr\u00e4ventive Wirkung geht von h\u00f6heren Strafandrohungen meist nicht aus\u00bb, sagte der Bundesvorsitzende des \u00abWei\u00dfen Rings\u00bb, J\u00f6rg Ziercke, dem \u00abRedaktionsNetzwerk Deutschland\u00bb (Samstag). \u00abDeshalb muss die Politik der Pr\u00e4vention von Kindesmissbrauch eine viel h\u00f6here Aufmerksamkeit widmen\u00bb, erg\u00e4nzte der fr\u00fchere Chef des Bundeskriminalamts (BKA). 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