{"id":14830,"date":"2020-06-26T17:16:00","date_gmt":"2020-06-26T15:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/corona-landkreis-oldenburg-schliesst-putenschlachtbetrieb-behoerden-rechnen-mit-weiteren-krankheitsausbruechen\/"},"modified":"2020-06-26T17:16:00","modified_gmt":"2020-06-26T15:16:00","slug":"corona-landkreis-oldenburg-schliesst-putenschlachtbetrieb-behoerden-rechnen-mit-weiteren-krankheitsausbruechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/corona-landkreis-oldenburg-schliesst-putenschlachtbetrieb-behoerden-rechnen-mit-weiteren-krankheitsausbruechen\/","title":{"rendered":"Corona: Landkreis Oldenburg schlie\u00dft Putenschlachtbetrieb &#8211; Beh\u00f6rden rechnen mit weiteren Krankheitsausbr\u00fcchen"},"content":{"rendered":"<p>Wildeshausen\/Kr. Oldenburg (epd). Nach einem Corona-Ausbruch im<br \/> Wildeshauser Putenschlachtbetrieb Geestland hat der Landkreis<br \/> Oldenburg am Freitag den Betrieb geschlossen. Mit Schichtende am<br \/> Freitagabend m\u00fcsse das Unternehmen zwei Wochen lang ruhen, sagte<br \/> Landrat Carsten Harings. F\u00fcr alle Mitarbeitenden und ihre engsten<br \/> Familienangeh\u00f6rigen sei eine zweiw\u00f6chige Quarant\u00e4ne verh\u00e4ngt worden.<br \/> Unter 1.183 getesteten Personen seien 46 Personen mit positivem<br \/> Befund. Aufgrund der langen Inkubationszeit sei in den kommenden<br \/> Tagen mit weiteren Erkrankungen zu rechnen.<\/p>\n<p>Landrat Harings betonte: \u00abDas Virus ist im Betrieb.\u00bb Um die<br \/> Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen, habe es keine Alternative zur<br \/> Betriebsschlie\u00dfung gegeben. Der Infektionsschwerpunkt sei in der<br \/> Fr\u00fchschicht lokalisiert worden, doch sei das Virus auch in<br \/> zahlreichen anderen Abteilungen festgestellt worden. Die<br \/> Kontaktverfolgung habe weitere Querverbindungen auch in benachbarte<br \/> St\u00e4dte und Landkreise ergeben. Ein weiterer Betrieb w\u00e4re ein<br \/> \u00abunkalkulierbares Risiko\u00bb gewesen. Der Ausbruch habe daher eine<br \/> Relevanz \u00fcber den Landkreis Oldenburg hinaus.<\/p>\n<p>Der \u00c4rztliche Direktor des Kreisgesundheitsamtes, Leonhard<br \/> Hamschmidt, warf dem Unternehmen vor, die angeordneten<br \/> Hygienema\u00dfnahmen nicht ausreichend umgesetzt zu haben. \u00abDie<br \/> Basisma\u00dfnahmen haben nicht gegriffen.\u00bb Erschwerend komme hinzu, dass<br \/> sich das Virus durch kalte zirkulierende Luft, wie sie in<br \/> Schlachth\u00f6fen vorherrsche, besonders gut verbreiten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Hamschmidt zufolge sind lediglich rund 200 der mehr als 1.100<br \/> Besch\u00e4ftigten direkt bei Geestland angestellt. Die meisten seien<br \/> Werkvertragsarbeiter. Auf die Frage, ob die Politik zu lange bei den<br \/> Produktions- und Lebensbedingungen weggeschaut habe, reagierte<br \/> Landrat Harings ausweichend. Dieses Problem k\u00f6nne nicht von einem<br \/> Landkreis allein gel\u00f6st werden, sondern m\u00fcsse auf Landes- und<br \/> Bundesebene bearbeitet werden. Sozialdezernent J\u00fcrgen Ohlhoff sagte,<br \/> in der vergangene Woche seien 70 Unterk\u00fcnfte der Werkvertragsarbeiter<br \/> \u00fcberpr\u00fcft worden. Trotz einiger M\u00e4ngel sei der Eindruck \u00abdurchgehend<br \/> positiv\u00bb gewesen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Hotspot k\u00f6nnte sich in den kommenden Tagen in einer<br \/> Kirchengemeinde im Landkreis entwickeln, sagte Harings. Ein sp\u00e4ter<br \/> positiv getesteter Mitarbeiter habe ohne Wissen von seiner Infektion<br \/> an einem Gottesdienst teilgenommen. Von 53 Gl\u00e4ubigen seien bisher<br \/> zehn positiv auf Covid-19 getestet worden. Einem Bericht der<br \/> Kreiszeitung mit Sitz in Syke (Freitag) zufolge, handelt es sich um<br \/> eine Freikirche, das Jesus-Zentrum in B\u00fchren.<\/p>\n<p>Die zur PHW-Gruppe geh\u00f6rende Firma Geestland hat die Schlie\u00dfung<br \/> des Betriebs mittlerweile best\u00e4tigt. Anfang Juni waren dort bereits<br \/> alle Besch\u00e4ftigten untersucht worden. Damals wurde nur ein<br \/> Mitarbeiter positiv getestet.<\/p>\n<p>Probleme haben nun auch die Landwirte, deren Puten bei Geestland<br \/> geschlachtet werden sollten. Da st\u00e4ndig Nachwuchs heranw\u00e4chst, wird<br \/> der Platz in den St\u00e4llen knapp. Das Unternehmen k\u00fcndigte an,<br \/> Sondergenehmigungen zu beantragen, damit andere Schlachth\u00f6fe die<br \/> Puten verarbeiten k\u00f6nnen. Schlimmstenfalls m\u00fcssten die Landwirte die<br \/> gesunden Tiere in ihren eigenen Betrieben keulen. Das gelte es zu<br \/> vermeiden, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wildeshausen\/Kr. Oldenburg (epd). Nach einem Corona-Ausbruch im Wildeshauser Putenschlachtbetrieb Geestland hat der Landkreis Oldenburg am Freitag den Betrieb geschlossen. Mit Schichtende am Freitagabend m\u00fcsse das Unternehmen zwei Wochen lang ruhen, sagte Landrat Carsten Harings. F\u00fcr alle Mitarbeitenden und ihre engsten Familienangeh\u00f6rigen sei eine zweiw\u00f6chige Quarant\u00e4ne verh\u00e4ngt worden. Unter 1.183 getesteten Personen seien 46 Personen mit positivem Befund. Aufgrund der langen Inkubationszeit sei in den kommenden Tagen mit weiteren Erkrankungen zu rechnen. Landrat Harings betonte: \u00abDas Virus ist im Betrieb.\u00bb Um die Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen, habe es keine Alternative zur Betriebsschlie\u00dfung gegeben. 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