{"id":14837,"date":"2020-07-02T20:32:28","date_gmt":"2020-07-02T18:32:28","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/offene-ohren-und-herzen-fuer-menschen-in-not\/"},"modified":"2020-07-02T20:32:28","modified_gmt":"2020-07-02T18:32:28","slug":"offene-ohren-und-herzen-fuer-menschen-in-not","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/offene-ohren-und-herzen-fuer-menschen-in-not\/","title":{"rendered":"Offene Ohren und Herzen f\u00fcr Menschen in Not"},"content":{"rendered":"<p>Auch die Diakonie traf die Corona-Pandemie wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Da hie\u00df es von Anfang an, zu improvisieren und mit Hilfe der Empfehlungen und Vorgaben des Landesverbandes und der evangelischen Kirche schnell ein Konzept umzusetzen, das den Anspr\u00fcchen einer Beratungsstelle entspricht: Beratung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des Schutzes der Angestellten.<\/p>\n<p>Was hat sich nun ver\u00e4ndert? Die T\u00fcr bleibt verschlossen, aber hinter den verschlossenen T\u00fcren sind die Mitarbeitenden mit \u201eoffenen Ohren und Herzen\u201c f\u00fcr die Menschen in Not da. Wurde zu Beginn des Lockdowns nur telefonisch beraten, sind jetzt wieder pers\u00f6nliche Beratungen m\u00f6glich, aber nach strikten Regeln des Hygieneschutzes: Kommen kann nur, wer sich telefonisch anmeldet und auch dann nur \u2013 wenn unbedingt n\u00f6tig \u2013 mit einer Begleitperson. Kinder d\u00fcrfen zurzeit nicht mitgebracht werden.<\/p>\n<p>Wer die Diakonie betritt, muss einen Mund-und-Nasenschutz tragen und sich am Eingang die H\u00e4nde desinfizieren. Auch die Mitarbeitenden tragen einen Mund-und-Nasenschutz und sind w\u00e4hrend des Gespr\u00e4ches zus\u00e4tzlich noch durch eine Plastikscheibe (siehe Bild) von den Besuchenden getrennt. \u201eDie Besucherinnen und Besucher tragen unsere Ma\u00dfnahmen mit gro\u00dfem Verst\u00e4ndnis mit. Nat\u00fcrlich waren die Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr uns alle zun\u00e4chst eine gro\u00dfe Umstellung und Herausforderung. Aber mittlerweile haben sich alle auf diese neue Situation eingestellt\u201c, fasst Margret Reiners Homann von der Diakonie ihre Erfahrungen zusammen.<\/p>\n<p>Sie bedauert allerdings, dass gebrauchte Kleidung, die h\u00e4ufig von Spendenden in der Diakonie abgegeben wurde, nun nicht mehr weitergegeben werden kann. Deshalb wird zurzeit auch nichts mehr angenommen.<\/p>\n<p>Die Mitarbeitenden berichten, dass zun\u00e4chst die Klienten wegblieben, sei es aus Angst vor Ansteckung, sei es wegen der ungewohnten Situation. Mittlerweile machen sich die Auswirkungen der Pandemie deutlich bemerkbar. Immer st\u00e4rker setzt die Corona-Pandemie die von der Diakonie betreuten Familien unter Druck, die nun verst\u00e4rkt um Hilfen bitten. Eltern, die bisher gerade genug zum Leben hatten, werden durch Kurzarbeit oder Entlassung vor schier unl\u00f6sbare finanzielle Probleme gestellt. Wenn sie nicht entlassen werden, haben sie keine Kinderbetreuung und es ist zu erwarten, dass die Zahl der Hartz IV-Empf\u00e4ngerinnen und -Empf\u00e4nger drastisch ansteigen wird.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite werden steigende Lebenshaltungskosten gerade bei Lebensmitteln die armen Familien noch weiter belasten. Um hier ein wenig Erleichterung zu bringen, haben die Diakonischen Werke in den Kirchenkreisen \u2013 so auch in Vechta und Cloppenburg \u2013 aus Mitteln von Aktion Mensch, des Landesverbandes Diakonie, des Kirchenkreises und der oldenburgischen Kirche Sofortmittel bereitgestellt. Von den Geldmitteln werden Lebensmittelgutscheine unb\u00fcrokratisch an notleidenden Familien und Personen verteilt. Dar\u00fcber hinaus freut sich die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Diakonie im Oldenburger M\u00fcnsterland, Martina Fisser, auch \u00fcber zahlreiche private Spenden aus den Gemeinden und bedankt sich f\u00fcr das Engagement.<\/p>\n<p><em>Ein Beitrag von Carsten Homann.<\/em><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch die Diakonie traf die Corona-Pandemie wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Da hie\u00df es von Anfang an, zu improvisieren und mit Hilfe der Empfehlungen und Vorgaben des Landesverbandes und der evangelischen Kirche schnell ein Konzept umzusetzen, das den Anspr\u00fcchen einer Beratungsstelle entspricht: Beratung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des Schutzes der Angestellten. Was hat sich nun ver\u00e4ndert? Die T\u00fcr bleibt verschlossen, aber hinter den verschlossenen T\u00fcren sind die Mitarbeitenden mit \u201eoffenen Ohren und Herzen\u201c f\u00fcr die Menschen in Not da. 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