{"id":14975,"date":"2020-07-18T22:38:00","date_gmt":"2020-07-18T20:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/diskussion-ueber-studie-zu-rassismus-und-polizei-haelt-an\/"},"modified":"2020-07-18T22:38:00","modified_gmt":"2020-07-18T20:38:00","slug":"diskussion-ueber-studie-zu-rassismus-und-polizei-haelt-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/diskussion-ueber-studie-zu-rassismus-und-polizei-haelt-an\/","title":{"rendered":"Diskussion \u00fcber Studie zu Rassismus und Polizei h\u00e4lt an"},"content":{"rendered":"<p>Der Bundesinnenminister bleibt bei seinem Nein zu einer Studie \u00fcber Racial Profiling bei der Polizei. Doch einige Amtskollegen in den Bundesl\u00e4ndern lassen nicht locker. Immerhin k\u00fcndigt Seehofer ein Lagebild zu Extremismus im \u00f6ffentlichen Dienst an.<\/p>\n<p>Hannover\/Berlin (epd). W\u00e4hrend Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eine Studie zu strukturellem Rassismus bei der Polizei weiter ablehnt, wollen einige Bundesl\u00e4nder die Initiative ergreifen. Der nieders\u00e4chsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) will eine Studie notfalls ohne die Bundesregierung im Verbund mehrerer Bundesl\u00e4nder erstellen lassen. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der Th\u00fcringer Innenminister Georg Maier (SPD), schloss sich dem Vorschlag seines nieders\u00e4chsischen Amtskollegen an.<\/p>\n<p>\u00abWir sind ein St\u00fcck weit \u00fcberrascht von dem R\u00fcckzieher von Horst Seehofer und uns einig, dass wir das auf L\u00e4nderebene machen wollen\u00bb, sagte Maier dem \u00abRedaktionsNetzwerk Deutschland\u00bb (Samstag). \u00abWenn wir eine Studie machen, dann sollte sie sich dem Thema Radial Profiling widmen. Au\u00dferdem wollen wir beim Forschungsdesign die Gewerkschaften mit einbeziehen.\u00bb Unter Racial Profiling werden Personenkontrollen nur aufgrund der Hautfarbe oder anderer \u00e4u\u00dferlicher Merkmale verstanden.<\/p>\n<p>Pistorius hatte am Freitag erkl\u00e4rt, er werde versuchen, seine Kollegen in den L\u00e4ndern im Herbst von einer solchen Studie zu \u00fcberzeugen. Bei der Polizeiarbeit bestehe wie bei jeder anderen T\u00e4tigkeit die Gefahr, Stereotypen zu erliegen. Auch der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) zeigte sich offen f\u00fcr eine Studie. Dagegen reagierte sein rheinland-pf\u00e4lzischer Amtskollege Roger Lewentz (SPD) zur\u00fcckhaltend. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellte sich ebenso dagegen wie Seehofer.<\/p>\n<p>In einem Interview der \u00abFrankfurter Allgemeinen Zeitung\u00bb (Samstag) bekr\u00e4ftigte der Bundesinnenminister sein Nein zu einer Studie \u00fcber Racial Profiling. \u00abIch habe bei der Bundespolizei keinen Anlass anzunehmen, dass hier ein strukturelles Problem vorhanden ist. Ich habe keinen Verdacht, nicht den geringsten Beleg f\u00fcr strukturelle Neigungen innerhalb der Polizei.\u00bb Zwar gebe es Einzelf\u00e4lle, daraus d\u00fcrfe aber nicht auf die gesamte Organisation mit 50.000 Besch\u00e4ftigten geschlossen werden.<\/p>\n<p>Seehofer mahnte mehr Sachlichkeit in der Diskussion \u00fcber die Polizei an. \u00abDazu brauchen wir ein Lagebild \u00fcber Extremismus, Antisemitismus und Rassismus im \u00f6ffentlichen Dienst\u00bb, sagte er der Zeitung. Man werde mit den Sicherheitsbeh\u00f6rden beginnen und in einem zweiten Schritt den gesamten \u00f6ffentlichen Dienst beurteilen. Zudem wolle er einen Bericht zu Rassismus in Deutschland vorlegen, der Auftrag dazu sei bereits erteilt, betonte Seehofer.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesinnenminister bleibt bei seinem Nein zu einer Studie \u00fcber Racial Profiling bei der Polizei. Doch einige Amtskollegen in den Bundesl\u00e4ndern lassen nicht locker. Immerhin k\u00fcndigt Seehofer ein Lagebild zu Extremismus im \u00f6ffentlichen Dienst an. Hannover\/Berlin (epd). W\u00e4hrend Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eine Studie zu strukturellem Rassismus bei der Polizei weiter ablehnt, wollen einige Bundesl\u00e4nder die Initiative ergreifen. Der nieders\u00e4chsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) will eine Studie notfalls ohne die Bundesregierung im Verbund mehrerer Bundesl\u00e4nder erstellen lassen. 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