{"id":15025,"date":"2020-07-24T11:02:00","date_gmt":"2020-07-24T09:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/antisemitismus-beauftragter-halle-prozess-muss-diskussion-anstossen\/"},"modified":"2020-07-24T11:02:00","modified_gmt":"2020-07-24T09:02:00","slug":"antisemitismus-beauftragter-halle-prozess-muss-diskussion-anstossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/antisemitismus-beauftragter-halle-prozess-muss-diskussion-anstossen\/","title":{"rendered":"Antisemitismus-Beauftragter: Halle-Prozess muss Diskussion ansto\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Der nieders\u00e4chsische Landesbeauftragte gegen Antisemitismus, Franz Rainer Enste, erhofft sich aus dem Prozess gegen den Halle-Attent\u00e4ter Stephan B. Strahlkraft in die gesamte Gesellschaft. \u00abEs ergeben sich kritische Nachfragen nach Antisemitismus und Rassismus, die auch au\u00dferhalb des Gerichtssaals diskutiert werden m\u00fcssen\u00bb, sagte Enste am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). \u00abDer Anschlag von Halle war ein Angriff auf uns alle. Er zielt auf die freiheitliche, demokratische und offene Gesellschaft in unserem Land mit der Absicht, sie zu zerst\u00f6ren.\u00bb<\/p>\n<p>Seit Dienstag steht Stephan B. in Magdeburg vor Gericht. Er hatte am 9. Oktober 2019 einen Anschlag auf die Synagoge in Halle ver\u00fcbt, zwei Menschen erschossen und weitere verletzt. Die Bundesanwaltschaft hat den 28-J\u00e4hrigen wegen Mordes in zwei F\u00e4llen und versuchten Mordes in mehreren F\u00e4llen sowie weiterer Straftaten angeklagt. Am ersten Prozesstag \u00e4u\u00dferte sich der Angeklagte bereits umfangreich zu seiner Tat und Motivation und legte ein Gest\u00e4ndnis ab. Die Befragung dauerte mehrere Stunden.<\/p>\n<p>\u00abDass der Prozess in Magdeburg die Hintergr\u00fcnde der Tat aufkl\u00e4rt, dass dort Angeh\u00f6rige und Betroffene vertreten sind und der Fall \u00f6ffentlich verhandelt wird, ist ein wichtiger Ausdruck und Ausfluss unseres Rechtsstaats\u00bb, betonte Enste. Die Tat in Halle sei von einem Einzelt\u00e4ter begangen worden, der sich im Internet im Austausch mit anderen radikalisiert habe und der seine Tat vor Publikum im Livestream \u00fcbertragen habe. \u00abDaraus folgt: Wir brauchen eine strikte Kontrolle der Radikalisierungsforen im Internet und der einschl\u00e4gigen Streamingplattformen\u00bb, unterstrich der Landesbeauftragte gegen Antisemitismus.<\/p>\n<p>Der T\u00e4ter habe seine Motivation bezogen aus einem Menschenbild voller Hass, sagte Enste weiter. \u00abDiesem Hass kann nur vorgebeugt werden durch den engen Schulterschluss einer dem Menschenbild des Grundgesetztes verpflichteten Zivilgesellschaft und durch das Erlernen von Toleranz und Respekt gegen\u00fcber dem Mitmenschen von Kindesbeinen an.\u00bb Der fr\u00fchere Regierungssprecher Enste war von der Landesregierung im vergangenen Jahr als erster Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und f\u00fcr den Schutz j\u00fcdischen Lebens in Niedersachsen eingesetzt worden.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). 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