{"id":15086,"date":"2020-08-12T07:57:00","date_gmt":"2020-08-12T05:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/gruene-wollen-gewerbliche-entnahme-von-grundwasser-begrenzen\/"},"modified":"2020-08-12T07:57:00","modified_gmt":"2020-08-12T05:57:00","slug":"gruene-wollen-gewerbliche-entnahme-von-grundwasser-begrenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/gruene-wollen-gewerbliche-entnahme-von-grundwasser-begrenzen\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne wollen gewerbliche Entnahme von Grundwasser begrenzen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover\/L\u00fcneburg (epd). Angesichts anhaltender Wasserknappheit fordert Miriam Staudte, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen im Nieders\u00e4chsischen Landtag, eine Begrenzung der gewerblichen Entnahme von Grundwasser. Zudem regt Staudte an, eine angemessene Entnahmegeb\u00fchr zu erheben, sofern Grundwasser als Tafelwasser verkauft werde. Diese solle zweckgebunden dem Wasserschutz zugutekommen, sagte Staudte am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd).<\/p>\n<p>Die L\u00fcneburger Abgeordnete kritisierte Pl\u00e4ne von Apollinaris Brands, einer Tochter von Coca-Cola, in Reppenstedt bei L\u00fcneburg einen weiteren Brunnen zur F\u00f6rderung von zus\u00e4tzlichen 350 Millionen Liter Wasser j\u00e4hrlich zu bohren. Coca-Cola verf\u00fcgt in L\u00fcneburg bereits \u00fcber die Wasserrechte an zwei Brunnen.<\/p>\n<p> \u00abDie Trinkwasserversorgung insbesondere in l\u00e4ndlichen Gebieten wie L\u00fcneburg ist angespannt, die Versorgungskapazit\u00e4t maximal ausgelastet, und Coca-Cola plant die Grundwasserentnahmen zu verdoppeln\u00bb, kritisiert Staudte. Trinkwasser sei ein begrenztes, kostbares Gut, das f\u00fcr alle da sei und einen fairen Preis verdiene. \u00abEs kann nicht sein, dass sich ein Weltkonzern zulasten der Umwelt und Allgemeinheit eine goldene Nase verdient. Die derzeitige Gewinnspanne beim Verkauf von Tafelwasser ist eine Einladung zur Ausbeutung der Wasserressourcen.\u00bb<\/p>\n<p> Die Gr\u00fcnen fordern ein nachhaltiges Wassermanagement, das die Auswirkungen des Klimawandels st\u00e4rker als bisher einbezieht. Die von der Landesregierung geplanten Novelle des Nieders\u00e4chsischen Wassergesetzes sei nicht ausreichend. \u00abIn diesem Gesetz muss ein gr\u00f6\u00dferer Klimapuffer verankert werden, der die Entnahme von Trinkwasser auf ein nachhaltiges Ma\u00df begrenzt. Au\u00dferdem brauchen die kommunalen Genehmigungsbeh\u00f6rden mehr Spielraum, um das Grundwasser zu sch\u00fctzen\u00bb, sagte Staudte.<\/p>\n<p> Das Nieders\u00e4chsische Umweltministerium sieht trotz D\u00fcrre und Wasserknappheit keinen Handlungsbedarf, die gewerbliche Entnahme von Grundwasser einzuschr\u00e4nken. Bei allen Entscheidungen st\u00fcnden stets die Trinkwasserversorgung der B\u00fcrger und die Auswirkungen auf die Umwelt im Mittelpunkt, betonte eine Sprecherin. F\u00fcr die Grundwasserentnahme sei nach dem Wasserhaushaltsgesetz grunds\u00e4tzlich eine Bewilligung erforderlich. Wer wie viel Wasser entnehmen d\u00fcrfe, entscheide die zust\u00e4ndige Wasserbeh\u00f6rde. Das Gesetz differenziere dabei nicht zwischen gewerblichen und privaten Entnahmen. Alle Nutzer seien gleichberechtigt und m\u00fcssten sich das zur Verf\u00fcgung stehende Wasser teilen, so die Sprecherin weiter. Ein Preis f\u00fcr die Grundwasserentnahme werde auch bei gewerblichen Entnahmen nicht erhoben.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/L\u00fcneburg (epd). Angesichts anhaltender Wasserknappheit fordert Miriam Staudte, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen im Nieders\u00e4chsischen Landtag, eine Begrenzung der gewerblichen Entnahme von Grundwasser. Zudem regt Staudte an, eine angemessene Entnahmegeb\u00fchr zu erheben, sofern Grundwasser als Tafelwasser verkauft werde. Diese solle zweckgebunden dem Wasserschutz zugutekommen, sagte Staudte am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die L\u00fcneburger Abgeordnete kritisierte Pl\u00e4ne von Apollinaris Brands, einer Tochter von Coca-Cola, in Reppenstedt bei L\u00fcneburg einen weiteren Brunnen zur F\u00f6rderung von zus\u00e4tzlichen 350 Millionen Liter Wasser j\u00e4hrlich zu bohren. 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