{"id":15302,"date":"2020-09-16T16:04:53","date_gmt":"2020-09-16T14:04:53","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/erfahrungen-die-praegen\/"},"modified":"2020-09-16T16:04:53","modified_gmt":"2020-09-16T14:04:53","slug":"erfahrungen-die-praegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/erfahrungen-die-praegen\/","title":{"rendered":"Erfahrungen, die pr\u00e4gen"},"content":{"rendered":"<p>Als Jette Grundmann, Lara Sprenger, Merlin Spilker, Fenja L\u00fccken und Utz Leppin vor kurzem wieder in ihren ganz normalen Alltag in der Schule oder an den Ausbildungsplatz zur\u00fcckkehrten, nahmen sie viele neue Eindr\u00fccke mit. Gesammelt haben sie die bei \u201eKirche Unterwegs\u201c, einer Gemeinde auf Zeit, die im Sommer auf den Campingpl\u00e4tzen an der Nordseek\u00fcste buchst\u00e4blich ihre Zelte aufschl\u00e4gt.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Jugendlichen, die sich unter der Federf\u00fchrung von Diakon Volker Pickrun der Urlauberseelsorge widmeten, hatten allesamt auch in den Vorjahren schon Erfahrungen mit \u201eKirche Unterwegs\u201c gemacht. Darauf hatte der Diakon Wert gelegt, denn die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Verordnungen sorgten f\u00fcr etliche Herausforderungen, die bei den Jugendlichen auch nochmal ganz neue Eindr\u00fccke hinterlie\u00dfen. So waren in diesem Sommer die Gruppen der Betreuer auf ein Minimum zusammengeschmolzen. Grund daf\u00fcr waren die Unterbringungsm\u00f6glichkeiten, denn die jugendlichen Ehrenamtlichen leben w\u00e4hrend ihres Einsatzes in Wohnwagen und die durften in diesem Jahr nur einzeln genutzt werden.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Statt von zehn bis zw\u00f6lf Betreuern musste das Programm f\u00fcr Kinder und Erwachsene nun von f\u00fcnf Jugendlichen erstellt werden, zudem mussten etliche Vorsichtsma\u00dfnahmen eingehalten werden. Statt Bastelarbeiten gab es Schatzsuchen oder Rallys, Spiele, bei denen man Abstand halten konnte. Statt zur abendlichen Andacht mit den Erwachsenen oder beim \u201eSandm\u00e4nnchen\u201c gem\u00fctlich im Zelt zu sitzen, konnten nur Veranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Gewachsen sind die Jugendlichen dabei in vielerlei Hinsicht. Es koste schon \u00dcberwindung, sich hinzustellen und ein Spiel zu erkl\u00e4ren oder einen Text vorzutragen, wenn einem bewusst werde, dass man gerade im Mittelunkt der Aufmerksamkeit stehe, berichtet einer. \u201eEs wird aber von Tag zu Tag besser, das Selbstbewusstsein w\u00e4chst.\u201c Eine wahre Herausforderung sei es aber, mit den Kindern umzugehen, die sich nicht an Regeln halten k\u00f6nnten oder einem st\u00e4ndig ins Wort fielen. \u201eMit solchen Kindern klarzukommen, ist nicht immer einfach, aber im Laufe der Tage habe ich gelernt, mich immer besser auf jedes Kind einzustellen\u201c, sagt Jette Grundmann. Die 18-J\u00e4hrige Gymnasiastin aus Rastede erlebte es als besonderen Erfolg, wenn sch\u00fcchterne Kinder immer mehr \u201eauftauten\u201c.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Lara Sprenger aus Schortens hat immer wieder beobachtet, dass auch Eltern in der Corona-Zeit offenbar \u00fcberfordert waren. \u201eEtliche Eltern waren froh, dass der Nachwuchs bei den Kindervormittagen von uns gut betreut war und sie Zeit f\u00fcr sich verbringen konnten\u201c, berichtet die 15-J\u00e4hrige. Merlin Spilker hat bei seinem Einsatz in diesem Jahr die Gewissheit gewonnen, dass er nach dem Ende seiner ersten Ausbildung eine weitere dranh\u00e4ngen wird. Der 19-J\u00e4hrige wird in K\u00fcrze seine Pr\u00fcfung zum Tontechniker ablegen \u2013 wenn das denn \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist. \u201eCorona sorgt daf\u00fcr, dass mein Betrieb fast keine Arbeit hat. Und f\u00fcr die Pr\u00fcfung m\u00fcsste ich eine gro\u00dfe Veranstaltung wuppen. Ich wei\u00df noch gar nicht, ob das klappt\u201c, erz\u00e4hlt er. Ob er im Veranstaltungsbereich \u00fcberhaupt so schnell wieder eine sichere Arbeit finden k\u00f6nnte? Das ist Merlin mittlerweile gar nicht mehr so wichtig. Er ist sich sicher, dass er den Beruf wechseln will: Merlin will Erzieher werden. \u201eVon Kindern bekommt man ein direktes Feedback. Was man an Energie aufwendet, das bekommt man auch zur\u00fcck\u201c, hat er erlebt.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Fenja L\u00fccken \u00fcberlegt unterdessen noch. \u201eDie Arbeit mit Kindern macht mir viel Spa\u00df, aber ich wei\u00df nicht, ob ich das ein Leben lang machen m\u00f6chte\u201c, sagt die 17-J\u00e4hrige. Vom Einsatz bei \u201eKirche Unterwegs\u201c ist sie direkt in ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kindertagesst\u00e4tte gestartet. Danach werde man sehen, wohin der Weg gehe. Fenja spielt auch mit der Idee an ein Handwerk, B\u00e4ckerin vielleicht oder Bootsbauerin.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Bei \u201eKirche Unterwegs\u201c erlebten die Jugendlichen neben der Programmgestaltung f\u00fcr die Urlauber eine besondere Form der Gemeinschaft und gegenseitigen Unterst\u00fctzung. Die gemeinsamen Abende bei Spielen und Gespr\u00e4chen, beim Bl\u00f6deln und ganz einfach Spa\u00df haben, werden allen lange in Erinnerung bleiben. \u201eKirche Unterwegs hat f\u00fcr mich immer zwei Aspekte: die Urlauberseelsorge ist das eine, auf der anderen Seite erleben Jugendliche hier aber auch eine ganz andere Form der Kirche. Solche Gemeinschaftserlebnisse st\u00e4rken nachhaltig die Binnenstruktur der Kirche und geben Jugendlichen Halt\u201c, sagt Volker Pickrun.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/> <em>Ein Beitrag von Annette Kellin<\/em><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Jette Grundmann, Lara Sprenger, Merlin Spilker, Fenja L\u00fccken und Utz Leppin vor kurzem wieder in ihren ganz normalen Alltag in der Schule oder an den Ausbildungsplatz zur\u00fcckkehrten, nahmen sie viele neue Eindr\u00fccke mit. Gesammelt haben sie die bei \u201eKirche Unterwegs\u201c, einer Gemeinde auf Zeit, die im Sommer auf den Campingpl\u00e4tzen an der Nordseek\u00fcste buchst\u00e4blich ihre Zelte aufschl\u00e4gt.&nbsp; &nbsp; &nbsp; Die Jugendlichen, die sich unter der Federf\u00fchrung von Diakon Volker Pickrun der Urlauberseelsorge widmeten, hatten allesamt auch in den Vorjahren schon Erfahrungen mit \u201eKirche Unterwegs\u201c gemacht. 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