{"id":15355,"date":"2020-09-28T09:04:00","date_gmt":"2020-09-28T07:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/erleichterung-in-niedersachsen-ueber-aus-fuer-gorleben\/"},"modified":"2020-09-28T09:04:00","modified_gmt":"2020-09-28T07:04:00","slug":"erleichterung-in-niedersachsen-ueber-aus-fuer-gorleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/erleichterung-in-niedersachsen-ueber-aus-fuer-gorleben\/","title":{"rendered":"Erleichterung in Niedersachsen \u00fcber Aus f\u00fcr Gorleben"},"content":{"rendered":"<p>Hannover\/Gorleben (epd). Politiker und B\u00fcrgerinitiativen in Niedersachsen haben mit Zustimmung auf den Zwischenbericht der Bundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung (BGE) und den Ausschluss Gorlebens aus dem Suchverfahren reagiert. \u00abDas Endlager f\u00fcr Atomm\u00fcll wird nicht in Gorleben stehen. Das ist aus nieders\u00e4chsischer Sicht das \u00fcberragende Ergebnis der ersten Stufe in dem Auswahlverfahren f\u00fcr ein atomares Endlager\u00bb, sagte Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil (SPD) am Montag.<\/p>\n<p>Die BGE hatte am Morgen Gorleben aus geologischen Gr\u00fcnden aus dem weiteren Verfahren gestrichen und gleichzeitig 90 Teilgebiete benannt, die f\u00fcr den Bau eines Endlagers infrage kommen k\u00f6nnten.&nbsp;Darunter sind auch Regionen in Niedersachsen.<\/p>\n<p>\u00abGorleben war das Symbol f\u00fcr eine Atompolitik, die existenzielle Entscheidungen ohne fachliche Expertise im Hinterzimmer ausgekungelt hat\u00bb, sagte Weil. Nun sei offiziell best\u00e4tigt worden, dass schon die geologischen Voraussetzungen f\u00fcr ein atomares Endlager in Gorleben nie vorgelegen h\u00e4tten: \u00abDas zeigt die fatalen Fehler, die viele Jahrzehnte lang gemacht worden sind.\u00bb<\/p>\n<p>Umweltminister Olaf Lies (SPD) ist nach eigenen Worten \u00abnicht \u00fcberrascht\u00bb, dass Gorleben nicht l\u00e4nger als Standort f\u00fcr ein Atomm\u00fcll-Endlager infrage kommt. \u00abDas Aus f\u00fcr Gorleben ist eine Entscheidung auf Grundlage der Kriterien, die das Gesetz zur Standortauswahl vorsieht\u00bb, sagte Lies. Die Entscheidung f\u00fcr Gorleben in den 1970er Jahren sei \u00abeine politische\u00bb gewesen. Das best\u00e4tige sich jetzt noch mal nachdr\u00fccklich: \u00abAn dieser Stelle spricht die fachlich-wissenschaftliche Faktenlage eine eindeutige Sprache.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abNach 43 Jahren ist der bekannterma\u00dfen marode Salzstock in Gorleben geologisch ausgeschieden\u00bb, erkl\u00e4rte die Gr\u00fcnen-Landtagsabgeordnete Miriam Staudte. \u00abDamit wurde endlich eine Fehlentscheidung aus den 70er Jahren revidiert.\u00bb Die Geologen der BGE h\u00e4tten konsequenterweise einen neuen Weg ohne Gorleben eingeschlagen. Sie setzten damit das Signal an andere Regionen, dass k\u00fcnftig nach geowissenschaftlichen Kriterien entschieden werde und nicht willk\u00fcrlich nach politischen Vorgaben.<\/p>\n<p>CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer erkl\u00e4rte, der von der BGE vorgestellte Zwischenbericht enthalte wie erwartet auch Gebiete in Niedersachsen, die potenziell f\u00fcr ein Endlager geeignet seien. \u00abDas bedeutet aber nicht, dass dort auch ein Endlager entstehen wird.\u00bb Der FDP-Fraktionsvorsitzende Stefan Birkner betonte die Notwendigkeit eines transparenten, fairen und ideologiefreien Suchverfahrens. Es sei wichtig, dass die Standortsuche in keiner Weise politischen, sondern rein wissenschaftlichen Motiven folge. Das Thema eigne sich nicht f\u00fcr parteipolitische Profilierung.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinitiative (BI) Umweltschutz L\u00fcchow-Dannenberg k\u00fcndigte f\u00fcr den 4. Oktober eine Demonstration in Gorleben an. \u00abDas wird aber keine Jubelparty\u00bb, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Kritik der Aktivisten am Suchverfahren sei mit dem Aus von Gorleben ja nicht vom Tisch. \u00abWir bringen uns solidarisch weiter in das Endlagersuchverfahren ein\u00bb, k\u00fcndigte Ehmke an.<\/p>\n<p>\u00abEs ist gut und ein Erfolg, dass alle fachlichen Argumente gegen Gorleben, die wir seit Jahrzehnten vorbringen, jetzt ganz offiziell ber\u00fccksichtigt wurde,\u00bb sagte Monika Tietke von der atomkraftkritischen B\u00e4uerlichen Notgemeinschaft dem epd. Grund zu \u00fcberschw\u00e4nglicher Freude gebe es aber nicht: \u00abDas Atomm\u00fcllproblem ist ja nicht gel\u00f6st, und der Konflikt darum ist nicht zu Ende.\u00bb<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Gorleben (epd). 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