{"id":15536,"date":"2020-10-11T13:03:00","date_gmt":"2020-10-11T11:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/professorin-corona-regeln-aus-verschiedenen-blickwinkeln-erklaeren\/"},"modified":"2020-10-11T13:03:00","modified_gmt":"2020-10-11T11:03:00","slug":"professorin-corona-regeln-aus-verschiedenen-blickwinkeln-erklaeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/professorin-corona-regeln-aus-verschiedenen-blickwinkeln-erklaeren\/","title":{"rendered":"Professorin: Corona-Regeln aus verschiedenen Blickwinkeln erkl\u00e4ren"},"content":{"rendered":"<p>Braunschweig (epd). Die Medienexpertin Monika Taddicken sieht in der jetzigen Phase der Corona-Pandemie eine kommunikative Herausforderung. \u00abCorona ist zu einem st\u00e4ndigen Begleiter geworden und f\u00fchlt sich dadurch nicht mehr so bedrohlich an\u00bb, sagte Taddicken dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das erkl\u00e4re, warum immer mehr Menschen die Corona-Regeln nur noch nachl\u00e4ssig einhielten. Taddicken ist Professorin f\u00fcr Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Technischen Universit\u00e4t Braunschweig.<\/p>\n<p>Wichtig sei es, die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln immer wieder zu thematisieren und ins Bewusstsein zu r\u00fccken, ohne dass die Menschen der Ma\u00dfnahmen \u00fcberdr\u00fcssig werden, sagte sie: \u00abWir d\u00fcrfen nicht den gleichen Fehler wie beim Klimawandel machen. Vor ein paar Jahren gab es eine Zeit, da haben alle nur noch an den traurigen Eisb\u00e4ren auf seiner schmelzenden Scholle gedacht und dann abgeschaltet, weil sie \u00fcberfordert waren und keine Lust mehr auf das Thema hatten.\u00bb<\/p>\n<p>Interesse und Aufmerksamkeit k\u00f6nnten erhalten werden, indem verschiedene Sichtweisen und Perspektiven kommuniziert und auch widerspr\u00fcchliche Aussagen nicht verschwiegen w\u00fcrden. Die Kommunikationsexpertin pl\u00e4diert daf\u00fcr, neben Virologen und Epidemiologen auch andere Wissenschaftler sowie weitere gesellschaftliche Akteure wie Pflegekr\u00e4fte oder Lehrer zu Wort kommen zu lassen. \u00abDiese Multiperspektivit\u00e4t ist wesentlich.\u00bb<\/p>\n<p>Um die neuen Regeln des Zusammenlebens wie Maske tragen, Abstand halten, h\u00e4ufiges L\u00fcften und das Meiden von Menschenmengen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum zu etablieren, sei das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Ma\u00dfnahmen von zentraler Bedeutung. \u00abDie Menschen w\u00fcnschen sich Fakten, Erkl\u00e4rungen, Begr\u00fcndungen.\u00bb Es reiche nicht zu sagen, wie die Regeln aussehen, sondern es m\u00fcsse genau erkl\u00e4rt werden, wie sie zustande gekommen sind und wie die wissenschaftlichen Methoden aussehen, auf denen sie basieren. Dieses gelte insbesondere, weil es immer neue Erkenntnisse rund um das Virus und seine Verbreitung gebe.<\/p>\n<p>Motivierend wirke es dar\u00fcber hinaus, auch positive Aspekte von Corona sichtbar zu machen. \u00abEs ist doch zum Beispiel gro\u00dfartig, dass wir ein Wissenschaftssystem haben, dass in der Lage ist, mit einer Pandemie in dieser Form umzugehen\u00bb, sagte die Professorin. Im Gegensatz zur Klimakrise, die in ihrer Komplexit\u00e4t f\u00fcr viele un\u00fcberschaubar sei, biete Corona den Vorteil, dass jeder Einzelne durch sein Verhalten aktiv und konkret etwas gegen die Gef\u00e4hrdung tun k\u00f6nne. \u00abAuch das motiviert.\u00bb<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Braunschweig (epd). 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