{"id":15589,"date":"2020-10-26T17:27:36","date_gmt":"2020-10-26T16:27:36","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/niedersaechsische-kirchen-veroeffentlichen-erklaerung-zur-pandemie\/"},"modified":"2020-10-26T17:27:36","modified_gmt":"2020-10-26T16:27:36","slug":"niedersaechsische-kirchen-veroeffentlichen-erklaerung-zur-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/niedersaechsische-kirchen-veroeffentlichen-erklaerung-zur-pandemie\/","title":{"rendered":"Nieders\u00e4chsische Kirchen ver\u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rung zur Pandemie"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts des erneut steigenden Infektionsgeschehens der Pandemie haben die leitenden Geistlichen der evangelischen Kirchen in Niedersachsen und der katholischen Bist\u00fcmer am Montag eine gemeinsame Erkl\u00e4rung abgegeben.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Leibnizsaal der Neust\u00e4dter Hof- und Stadtkirche in Hannover stellten Landesbischof Ralf Meister, zugleich Ratsvorsitzender Konf\u00f6deration der evangelischen Kirchen in Niedersachsen, und Dr. Heiner Wilmer, Bischof des Bistums Hildesheim, die Erkl\u00e4rung vor. \u201eDie Corona-Pandemie ist eine gesundheitliche, soziale und \u00f6konomische Katastrophe ungeahnten Ausma\u00dfes\u201c, sagte Bischof Wilmer zu Beginn. Die St\u00e4rke der Kirchen liege nun in der tatkr\u00e4ftigen Unterst\u00fctzung von Menschen, die Hilfe ben\u00f6tigten, sowie der seelsorgerlichen Begleitung.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Bischof Wilmer r\u00fcckte dabei den besonderen Augenmerk auch auf das Sterben. \u201eAlte, kranke und sterbende Menschen\u201c sollten nicht alleine gelassen werden. Landesbischof Meister sagte: \u201eWir befinden uns heute in einer anderen Situation als im M\u00e4rz: Wir k\u00f6nnen auf sieben Monate Erfahrung mit der Pandemie zur\u00fcckgreifen. Wir wissen, welche Schutzma\u00dfnahmen wirkungsvoll sind, es stehen Masken und Schutzkleidung zur Verf\u00fcgung. Von daher stehen uns M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung, damit Angeh\u00f6rige und Seelsorgerinnen und Seelsorge Kranke und Sterbende auch in dieser Krisensituation begleiten k\u00f6nnen.\u201c<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Meister stellte zudem die besondere Bedeutung der gemeinsamen \u00f6kumenischen Erkl\u00e4rung aller Bisch\u00f6fe in Niedersachsen heraus. \u201eDavon hat es bisher nicht viele gegeben.\u201c Es sei ein \u201edeutliches Signal\u201c, die Bew\u00e4ltigung der Pandemie sei ein gesamtgesellschaftliches Projekt in dem keine neuen Grenzen gezogen werden d\u00fcrften. \u201eDie Erkl\u00e4rung der nieders\u00e4chsischen Bisch\u00f6fe will keine Interpretation der aktuellen Corona-Verordnung sein. Sie will ein Zeichen des Trostes und der Hoffnung setzen. Unsere Gesellschaft darf nicht in der Furcht gefangen bleiben, denn das ist f\u00fcr eine Demokratie keine Option. &nbsp;Es muss f\u00fcr uns alle darum gehen, dass in der Pandemie keine Menschen ausgegrenzt werden, sondern dass wir einander aus Liebe helfen.\u201c<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Beide Bisch\u00f6fe pl\u00e4dieren daf\u00fcr, auch die jungen Menschen in dieser Notlage nicht aus dem Blick zu verlieren. Schulen und Kindertagesst\u00e4tten k\u00f6nnten auf den Lernerfahrungen der vergangenen Monate auf einer ganz anderen Basis offengehalten werden als noch zu Beginn der Pandemie. Bischof Wilmer nannte die politischen Entscheidungen zur Pandemie weiterhin \u201eschwierig und hochkomplex\u201c. Wer zuviel lockere, gef\u00e4hrde Menschen. \u201eWer zu wenig lockert, gef\u00e4hrdet wirtschaftliche Existenzen und riskiert soziale Folgesch\u00e4den, etwa durch Arbeitslosigkeit, Vereinsamung, Krankheit oder kaum aufzuholende Bildungsdefizite.\u201c<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Mit Blick auf die Gottesdienste wiesen die leitenden Geistlichen auf den bereits mitgetragenen Eingriff in die Religionsfreiheit hin. Die im Dienste des Infektionsschutz erteilten Auflagen tr\u00fcgen die Kirchen in Solidarit\u00e4t mit allen Menschen in der Gesellschaft, sagte Wilmer. Die Gemeinden, so Landesbischof Meister, h\u00e4tten in den vergangenen Monaten mit gro\u00dfer Verantwortung die notwendigen Hygienekonzepte entwickeln und umsetzen k\u00f6nnen, um die Kirchen weiterhin mit der gebotenen Vorsicht offenzuhalten. Dies gelte weiterhin. Auch und gerade zu Weihnachten, wie beide Bisch\u00f6fe betonten. \u201eWeihnachten ist das Fest der Hoffnung\u201c, sagte Wilmer, \u201eund der Mensch hat ein Grundrecht auf Hoffnung.\u201c Auch wenn die Weihnachtsgottesdienste in diesem Jahr aller Voraussicht nach vor allem drau\u00dfen stattf\u00e4nden und k\u00fcrzer ausfielen, \u201ewerden wir in diesem Jahr vielf\u00e4ltiger und kreativer feiern als je zuvor\u201c, sagte Meister.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Erkl\u00e4rung der Bisch\u00f6fe im <a href=\"\/\/file?uid=104639\">Wortlaut (pdf-Datei)<\/a><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts des erneut steigenden Infektionsgeschehens der Pandemie haben die leitenden Geistlichen der evangelischen Kirchen in Niedersachsen und der katholischen Bist\u00fcmer am Montag eine gemeinsame Erkl\u00e4rung abgegeben. &nbsp; &nbsp; In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Leibnizsaal der Neust\u00e4dter Hof- und Stadtkirche in Hannover stellten Landesbischof Ralf Meister, zugleich Ratsvorsitzender Konf\u00f6deration der evangelischen Kirchen in Niedersachsen, und Dr. Heiner Wilmer, Bischof des Bistums Hildesheim, die Erkl\u00e4rung vor. \u201eDie Corona-Pandemie ist eine gesundheitliche, soziale und \u00f6konomische Katastrophe ungeahnten Ausma\u00dfes\u201c, sagte Bischof Wilmer zu Beginn. 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