{"id":15819,"date":"2020-11-13T19:47:00","date_gmt":"2020-11-13T18:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bereit-sein-die-perspektive-zu-wechseln\/"},"modified":"2020-11-14T10:17:23","modified_gmt":"2020-11-14T09:17:23","slug":"bereit-sein-die-perspektive-zu-wechseln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bereit-sein-die-perspektive-zu-wechseln\/","title":{"rendered":"\u201eBereit sein, die Perspektive zu wechseln\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitag, 13. November, ist Pfarrerin Christiane Geerken-Thomas von Bischof Thomas Adomeit in der St.-Matth\u00e4us-Kirche zu Rodenkirchen als Kreispfarrerin des Kirchenkreises Wesermarsch eingef\u00fchrt worden. In ihrer Predigt ermutigte Pfarrerin Geerken-Thomas, in Konflikten aufeinander zuzugehen und bereit zu sein, \u201eauch mal die Perspektive zu wechseln.\u201c Es sei schwer, im Gespr\u00e4ch zu bleiben, \u201ebesonders wenn das Gef\u00fchl da ist, dass die eigenen Argumente von der anderen Seite nicht verstanden werden.\u201c Da k\u00f6nne es schon hilfreich sein, sich an die \u201egoldene Regel\u201c aus dem Lukas-Evangelium (6,13) zu erinnern: \u201eWie ihr wollt, dass euch die Leute tun, so tut ihnen auch!\u201c<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Im Blick auf die Entscheidungen, die in der Kirche und im Kirchenkreis Wesermarsch in den kommenden Jahren zu treffen seien, werde es immer wieder n\u00f6tig sein, gut aufeinander zu h\u00f6ren, mahnte die neue Kreispfarrerin. Dabei w\u00fcrden Sachverhalte unterschiedlich eingesch\u00e4tzt und bewertet werden und wohlm\u00f6glich Entscheidungen auch in Frage gestellt. \u201eImmer wieder werden wir uns in andere hineinversetzen m\u00fcssen, um ihre Argumente zu verstehen. Wir m\u00fcssen bereit sein, auch mal die Perspektive zu wechseln.\u201c<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Nach den ersten neun Monaten im Kirchenkreis sei sie aber zuversichtlich, dass es gemeinsam gelingen werde, \u201eals Kirche in dieser Region auch weiterhin pr\u00e4sent zu sein, um Gottes Wort zu verk\u00fcndigen und lebendige Kirche zu sein.\u201c Unter den extremen Bedingungen in diesem Jahr h\u00e4tten die Gemeinden gezeigt, \u201eals Kirche da zu sein\u201c. Auch hier sei Abstimmung n\u00f6tig gewesen. \u201eAber wir mussten nicht alles auf die gleiche Weise und mit denselben Entscheidungen tun, solange es im geschwisterlichen Miteinander geschieht\u201c, so Geerken-Thomas.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Bischof Thomas Adomeit w\u00fcrdigte Geerken-Thomas als eine Pfarrerin \u201edie wei\u00df, auf was und auf wen sie sich einl\u00e4sst.\u201c Sie kenne sich in der Region aus und k\u00f6nne \u201emit ihrer Ortskenntnis manche Hindernisse auf dem Weg locker umgehen.\u201c Der Kirchenkreis Wesermarsch sei auf einem guten Weg, den Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft zu begegnen. Und mit Christiane Geerken-Thomas habe der Kirchenkreis eine Kreispfarrerin, die diesen Weg mitgestalten will. \u201eMal vorneweg, um zu orientieren, mal an der Seite, um zu begleiten \u2013 zu h\u00f6ren und zu unterst\u00fctzen, mal bei den Langsameren, um niemanden zu verlieren\u201c, sagte der Bischof in seiner Einf\u00fchrungsansprache.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Zusammen mit Pfarrerin Sonja Brockmann, Pfarrer i.R. Bernd R\u00fcger und dem Mitglied im Kreiskirchenrat, Ingo Ostendorf, sprach Bischof Thomas Adomeit der neuen Kreispfarrerin die Bitte um Gottes Geleit und seine Orientierung zu. Musikalisch wirkten am Gottesdienst Kantorin Natalia Gvozdkova, Elisabeth von Hirschhausen und Kreiskantor Gebhard von Hirschhausen mit.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Urspr\u00fcnglich sollte Kreispfarrerin Geerken-Thomas bereits am 9. Februar in ihr Amt eingef\u00fchrt werden. Damals hatte der Sturm Sabine kurzfristig zu einer Absage gef\u00fchrt. Ein zweiter Termin am 19. April wurde durch den Lockdown im Fr\u00fchjahr verhindert. An diesem dritten Termin nun konnten durch die Corona-bedingten Einschr\u00e4nkung nur wenige Menschen den Gottesdienst besuchen.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Kreissynode hatte am 27. Oktober vergangenen Jahres Pfarrerin Geerken-Thomas als Kreispfarrerin des Kirchenkreises Wesermarsch gew\u00e4hlt. Die 55j\u00e4hrige Theologin ist Nachfolgerin von Kreispfarrer Jens M\u00f6llmann, der Anfang April vergangenen Jahres nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren gestorben war. Er hatte 2012 das Amt \u00fcbernommen. Das Kreispfarramt umfasst eine volle Pfarrstelle, zu der die \u00dcbernahme von kirchengemeindlichen Aufgaben im Kirchenkreis mit einem Dienstumfang von 25 Prozent geh\u00f6rt. Die Amtszeit betr\u00e4gt acht Jahre.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Geerken-Thomas ist in der Wesermarsch aufgewachsen. Seit 2010 war sie (gesch\u00e4ftsf\u00fchrende) Pfarrerin in der Kirchengemeinde Gro\u00dfenkneten (50 %) sowie im Kirchenkreis Delmenhorst\/ Oldenburg Land (50 %). Seit November 2013 hatte sie zudem das Amt der Kreisjugendpfarrerin im Ev.-luth. Kirchenkreis Delmenhorst\/Oldenburg Land \u00fcbernommen und ist seit 2014 als Gemeindeberaterin in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg aktiv.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Von M\u00e4rz bis Oktober 2013 war Geerken-Thomas Beauftragte Kreispfarrerin des Ev.-luth. Kirchenkreises Delmenhorst\/Oldenburg Land. Die Projektleitung des Zukunftskongresses der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg (Juli 2012) hatte sie in der Zeit von Februar bis August 2012 inne. Im Zeitraum 2002 bis 2014 geh\u00f6rte sie der Synode der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg an.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Von 1998 bis 2010 war Geerken-Thomas Pfarrerin in der Kirchengemeinde Ohmstede (50 %) und arbeitete in dieser Zeit in der Notfallseelsorge im Kirchenkreis Oldenburg Stadt mit. Ihren Dienst als Pastorin begonnen hatte sie 1994 in der Kirchengemeinde Wardenburg.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Nach ihrem Abitur am Gymnasium Brake (Juni 1984) studierte Geerken-Thomas von 1985 bis 1992 Ev. Theologie an der Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen sowie der Philipps-Universit\u00e4t Marburg. Ihr Vikariat absolvierte sie in der Kirchengemeinde Ohmstede. &nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Nach einem Wahlvikariat bei der Telefonseelsorge Wilhelmshaven und der Ev. Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Kirchenkreises Wilhelmshaven wurde sie am 11. September 1994 zur Pfarrerin der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg ordiniert. Geerken-Thomas ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn und eine erwachsene Tochter.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> <strong>Ev.-luth. Kirchenkreis Wesermarsch<\/strong><br \/> Zum Ev.-luth. Kirchenkreis Wesermarsch geh\u00f6ren 44.000 Christinnen und Christen (Stand 12\/2019) in 27 Kirchengemeinden. In den Kirchengemeinden finden sich au\u00dfergew\u00f6hnlich viele kunsthistorisch wertvolle Kirchen mit einzigartigen Ausstattungsst\u00fccken wie etwa den Alt\u00e4ren, Kanzeln, Taufsteinen oder Epitaphien des bedeutenden Bildhauers Ludwig M\u00fcnstermann (um 1575 bis 1638). Die Wesermarsch ist auch die Heimat des ber\u00fchmten Orgelbauers Arp Schnitger (1648 bis 1719).&nbsp;<br \/> &nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/nc\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/bereit-sein-die-perspektive-zu-wechseln\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eBereit sein, die Perspektive zu wechseln\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag, 13. November, ist Pfarrerin Christiane Geerken-Thomas von Bischof Thomas Adomeit in der St.-Matth\u00e4us-Kirche zu Rodenkirchen als Kreispfarrerin des Kirchenkreises Wesermarsch eingef\u00fchrt worden. 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