{"id":16018,"date":"2020-11-27T08:52:00","date_gmt":"2020-11-27T07:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bremer-kuenstler-errichtet-mahnmal-auf-juedischem-friedhof-in-oldenburg\/"},"modified":"2020-12-01T10:17:21","modified_gmt":"2020-12-01T09:17:21","slug":"bremer-kuenstler-errichtet-mahnmal-auf-juedischem-friedhof-in-oldenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bremer-kuenstler-errichtet-mahnmal-auf-juedischem-friedhof-in-oldenburg\/","title":{"rendered":"Bremer K\u00fcnstler errichtet Mahnmal auf j\u00fcdischem Friedhof in Oldenburg"},"content":{"rendered":"<p>Oldenburg\/Bremen (epd). Der Bremer Bildhauer Amir Omerovic hat einen von der Stadt Oldenburg ausgeschriebenen Wettbewerb f\u00fcr ein Mahnmal auf dem Alten J\u00fcdischen Friedhof der Stadt gewonnen. Das Kunstwerk solle an die dort anonym beerdigten Kriegsopfer sowjetischer, polnischer und unbekannter Herkunft erinnern, wie die Stadt an Freitag mitteilte. Der bereits mehrfach ausgezeichnete Bildhauer und Lehrbeauftragte der Bremer Hochschule f\u00fcr K\u00fcnste habe mit seiner Arbeit aus Bronze und Stahl \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Auf dem J\u00fcdischen Friedhof an der Dedestra\u00dfe wurden den Angaben zufolge in der NS-Zeit zwischen 1941 bis 1943 in einem Sammelgrab 56 Kriegsopfer begraben. Die 48 Soldaten und acht Zivilisten h\u00e4tten als Zwangsarbeiter unter schwersten Bedingungen in verschiedenen Arbeitskommandos gearbeitet. Sie starben meist an den Folgen von Unterern\u00e4hrung, Krankheiten oder durch Gewaltanwendung und wurden auf dem J\u00fcdischen Friedhof w\u00fcrdelos vergraben &#8211; ein Akt, der als Sch\u00e4ndung des Friedhofs zu betrachten sei.<\/p>\n<p>In enger Abstimmung mit der J\u00fcdischen Gemeinde zu Oldenburg solle mit dem Mahnmal die Erinnerung an die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft wachgehalten und den Opfern ihre Identit\u00e4t zur\u00fcckgegeben werden, hie\u00df es. Dazu sollen ihre Namen und Lebensdaten, soweit bekannt, aufgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die Arbeit Omerovics weise einf\u00fchlsam auf das qualvolle Leiden und Sterben der 56 Opfer hin. Dem K\u00fcnstler sei es gelungen, die Besonderheit des Ortes auf dem Friedhof und die Erinnerung an die Kriegsopfer zu verkn\u00fcpfen und damit ein w\u00fcrdevolles Gedenken zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Der Friedhof im Stadtteil Osternburg stammt aus dem Jahr 1814. Er wurde seit dem wiederholt gesch\u00e4ndet, auch in der Pogromnacht am 9.\/10. November 1938, als die j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger Oldenburgs verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert wurden. Nach Kriegsende wurde auf Anweisung der britischen Milit\u00e4rregierung der Friedhof wiederhergerichtet. Das Kriegsgr\u00e4berfeld ist bis heute lediglich mit einem schlichten Gedenkstein aus den 1950er Jahren ohne Namensnennungen versehen.<\/p>\n<p>Mit der Errichtung des Mahnmals solle nun ein w\u00fcrdiges Gedenken an namenlosen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erm\u00f6glicht werden. Die offizielle \u00dcbergabe des Kunstwerks ist f\u00fcr den 22. Juni kommenden Jahres anl\u00e4sslich des 80. Jahrestags des \u00dcberfalls auf die Sowjetunion geplant.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/bremer-kuenstler-errichtet-mahnmal-auf-juedischem-friedhof-in-oldenburg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bremer K\u00fcnstler errichtet Mahnmal auf j\u00fcdischem Friedhof in Oldenburg<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg\/Bremen (epd). 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