{"id":16238,"date":"2020-12-28T17:15:00","date_gmt":"2020-12-28T16:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/morddrohung-gegen-imam-aus-wolfsburg\/"},"modified":"2020-12-30T10:17:57","modified_gmt":"2020-12-30T09:17:57","slug":"morddrohung-gegen-imam-aus-wolfsburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/morddrohung-gegen-imam-aus-wolfsburg\/","title":{"rendered":"Morddrohung gegen Imam aus Wolfsburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kulturzentrum bef\u00fcrchtet gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp; &nbsp;<\/strong>&nbsp;<br \/> Als Imam Aissa Hajlaoui einen Tag vor Heiligabend einen unbeschrifteten Umschlag in seinem Briefkasten fand, ging er zun\u00e4chst von Weihnachtsgr\u00fc\u00dfen der Nachbarn aus. Doch der Brief enthielt eine Morddrohung. Inzwischen ermittelt die Polizei.<br \/> &nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/> Wolfsburg (epd). Der Imam des Islamischen Kulturzentrums in Wolfsburg hat eine anonyme Morddrohung erhalten. Aissa Hajlaoui habe einen Tag vor Heiligabend einen unfrankierten und unbeschrifteten Umschlag an seine Privatadresse erhalten, sagte der zweite Vorsitzende des Zentrums, Mourtadha Djemai, am Montag dem epd. In dem Brief sei unter anderem eine Abbildung von einem Sarg und sein Name enthalten gewesen. Zuerst hatte die \u00abWolfsburger Allgemeine Zeitung\u00bb \u00fcber den Fall berichtet.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Noch am 23. Dezember habe man die Polizei eingeschaltet, die Spuren gesichert und Ermittlungen aufgenommen habe, sagte Djemai. \u00abWir bef\u00fcrchten, dass das Ganze in einem gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang steht.\u00bb Bereits am 21. Dezember wurde ein Imam aus Baden-W\u00fcrttemberg zu Tode gepr\u00fcgelt. Am Montag wurde bekannt, dass es sich dabei m\u00f6glicherweise um eine Beziehungstat handelte.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> In einem am Freitag auf Facebook ver\u00f6ffentlichtem Video, sagte Hajlaoui, das Drohen sei die Methode von Feiglingen. \u00abSie sind Feinde der Menschheit, Feinde der Freiheit und der Vielfalt.\u00bb Gerichtet an denjenigen, der die Botschaft geschickt hat, sagte er: \u00abIch werde weiterhin im Dienste der Menschheit stehen und ich werde immer gegen Rassismus, gegen Extremismus und auch immer gegen Islamophobie sein.\u00bb<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Wolfsburgs Oberb\u00fcrgermeister Klaus Mohrs (SPD) verurteilte die Morddrohung aufs Sch\u00e4rfste. Wolfsburg sei ein gelebtes Beispiel f\u00fcr Integration, wo Menschen aus mehr als 150 Nationen friedlich zusammenlebten. \u00abWir d\u00fcrfen es nicht zulassen, dass einige wenige diese Errungenschaft zerst\u00f6ren.\u00bb Auch der Imam vertrete pers\u00f6nlich das Miteinander der Religionen und die gelebte Vielfalt in der Stadt.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Djemai sagte, das Schreiben stehe auch im Zusammenhang mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, in denen Drohungen und Hetze zum Alltag geh\u00f6rten. Bereits zum Bau des Kulturzentrums im Jahr 2004 habe es Anfeindungen gegeben. In j\u00fcngster Zeit h\u00e4uften sich diese vor allem \u00fcber Social Media. Er forderte auch nach den Anschl\u00e4gen von Halle und Hanau ein Zusammenr\u00fccken der Gesellschaft. B\u00fcrger d\u00fcrften solche Taten nicht schweigend hinnehmen. \u00abWir brauchen mehr Solidarit\u00e4t.\u00bb Das Kulturzentrum lasse sich durch die Drohung nicht in seiner t\u00e4glichen Arbeit einschr\u00e4nken. \u00abWir lassen uns nicht ver\u00e4ngstigen und beunruhigen.\u00bb<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Das Islamische Kulturzentrum geht nach eigenen Angaben auf den&nbsp;1978 gegr\u00fcndeten \u00abIslamischen Verein Wolfsburg\u00bb zur\u00fcck. In den 1970er Jahren seien viele Muslime aus Nordafrika nach Wolfsburg gekommen, um bei VW zu arbeiten und seien geblieben. Im Jahr 2006 sei das heutige Kulturzentrum er\u00f6ffnet worden, das sich mit seinen Angeboten an Muslime und Nichtmuslime richte. Neben Gebeten, Vortr\u00e4gen und Feiern beinhaltet dies auch eine Wochenendschule f\u00fcr Kinder und Jugendliche. Nach eigenen Angaben werden rund 1.500 Muslime aus Wolfsburg und der Region erreicht.<\/p>\n<p><strong>Internet:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.islam-wolfsburg.de\">www.islam-wolfsburg.de<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Islamisches Kulturzentrum Wolfsburg: <\/strong><a href=\"http:\/\/u.epd.de\/1pxq\">http:\/\/u.epd.de\/1pxq<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/morddrohung-gegen-imam-aus-wolfsburg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Morddrohung gegen Imam aus Wolfsburg<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kulturzentrum bef\u00fcrchtet gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; Als Imam Aissa Hajlaoui einen Tag vor Heiligabend einen unbeschrifteten Umschlag in seinem Briefkasten fand, ging er zun\u00e4chst von Weihnachtsgr\u00fc\u00dfen der Nachbarn aus. Doch der Brief enthielt eine Morddrohung. 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