{"id":16242,"date":"2020-12-27T16:35:00","date_gmt":"2020-12-27T15:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kampagne-zum-boykott-der-fussball-wm-in-katar-gestartet\/"},"modified":"2020-12-30T10:17:57","modified_gmt":"2020-12-30T09:17:57","slug":"kampagne-zum-boykott-der-fussball-wm-in-katar-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kampagne-zum-boykott-der-fussball-wm-in-katar-gestartet\/","title":{"rendered":"Kampagne zum Boykott der Fu\u00dfball-WM in Katar gestartet\u00a0"},"content":{"rendered":"<p>G\u00f6ttingen (epd). Verleger, Autoren und Sportjournalisten haben eine Kampagne zum Boykott der Fu\u00dfballweltmeisterschaft 2022 in Katar gestartet. Bei diesem Turnier w\u00fcrden \u00abso viele Gebote der sportlichen und politischen Fairness verletzt, dass es uns unverantwortlich erscheint, an diesem Ereignis teilzuhaben &#8211; ob als aktiver Sportler, Funktion\u00e4r oder nur als TV-Zuschauer\u00bb, hei\u00dft es in einem in G\u00f6ttingen verbreiteten Appell. Initiatoren sind die Lektoren und Sportbuchautoren Bernd Beyer-Schwarzbach und Dietrich Schulze-Marmeling vom Verlag Die Werkstatt. Der 1981 in G\u00f6ttingen gegr\u00fcndete Verlag ist auf kritische B\u00fccher zum Thema Fu\u00dfball spezialisiert.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Der Weltfu\u00dfballverband FIFA nehme f\u00fcr sich in Anspruch, Menschenrechte ernst zu nehmen, hei\u00dft in dem inzwischen von zahlreichen Einzelpersonen und Fan-Organisationen unterzeichneten Aufruf weiter. Zu den FIFA-Statuten z\u00e4hle die Ablehnung jeglicher Diskriminierung aufgrund von Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Im Katar sei Homosexualit\u00e4t jedoch gesetzlich verboten. Frauen w\u00fcrden durch gesetzliche Regelungen stark benachteiligt, die individuelle Lossagung vom Islam werde als Kapitalverbrechen verfolgt. Auch Besuchern des WM-Turniers drohten Sanktionen, sofern sie sich als homosexuell bzw. \u00abqueer\u00bb outeten oder \u00abunangemessene Kleidung\u00bb tr\u00fcgen, beispielsweise kniefreie Hosen oder schulterfreie Oberteile.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Die Bedingungen, unter denen ausl\u00e4ndische Gastarbeiter in Katar auf den WM-Baustellen schuften m\u00fcssen, sind den Verfassern des Aufrufs zufolge unmenschlich: \u00abSie leben in schlimmsten Wohnverh\u00e4ltnissen, werden teilweise um ihren Lohn betrogen und arbeiten unter gef\u00e4hrlichen Umst\u00e4nden.\u00bb Zudem h\u00e4tten sie kein Recht auf K\u00fcndigung, teilweise nicht einmal auf Heimreise. Nach verschiedenen Berichten seien bisher mehrere hundert Arbeiter auf den Stadionbauten ums Leben gekommen.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Schlie\u00dflich existiere in Katar keine historisch gewachsene Fu\u00dfballkultur mit Traditionsvereinen und einer nennenswerten Fanbasis. Fu\u00dfball sei dort im Wesentlichen \u00abein mit viel Geld gez\u00fcchtetes Retortenprodukt, und die Stadien gleichen potemkinschen D\u00f6rfern\u00bb. Die Entscheidung, Katar als Austragungsland zu w\u00e4hlen, folge denn auch nicht sportlichen, sondern allein kommerziellen Erw\u00e4gungen. Katar sehe in dem WM-Turnier die Kr\u00f6nung seiner bisherigen Investitionen, mit deren Hilfe sich das Land im Sport-Business ein zukunftstr\u00e4chtiges Gesch\u00e4ftsfeld er\u00f6ffnen wolle. Die FIFA erhoffe sich durch das Turnier neue Perspektiven auf den M\u00e4rkten der islamischen Regionen.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> \u00abWir Fu\u00dfballfans sind keine Tr\u00e4umer\u00bb, hei\u00dft es abschlie\u00dfend. \u00abWir wissen, dass der Fu\u00dfball seit seinen Pioniertagen kommerziellen Tendenzen und Manipulationen unterliegt. In gewisser Weise muss der Fu\u00dfball und m\u00fcssen wir damit leben.\u00bb Aber es gebe Situationen, in denen eine kritische Kommentierung nicht reiche, sondern ein praktisches Zeichen gesetzt werden m\u00fcsse. Die WM in Katar sei solch ein Fall, in dem zu viele Grenzen \u00fcberschritten w\u00fcrden. \u00abUnser Ziel ist es, das lukrative Zusammenspiel zwischen FIFA, Sponsoren und autokratischen Regimen zu st\u00f6ren\u00bb, erkl\u00e4ren die Unterzeichner des Appells. \u00abEs darf f\u00fcr sie nicht mehr attraktiv sein, die WM auf diese pervertierte Art zu pr\u00e4sentieren und den Fu\u00dfball weiter zu ruinieren.\u00bb<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> <strong>Internet: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.boycott-qatar.de\">https:\/\/www.boycott-qatar.de<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aufruf:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.boycott-qatar.de\/aufruf\">https:\/\/www.boycott-qatar.de\/aufruf<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/kampagne-zum-boykott-der-fussball-wm-in-katar-gestartet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kampagne zum Boykott der Fu\u00dfball-WM in Katar gestartet\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6ttingen (epd). 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