{"id":16449,"date":"2021-01-28T00:52:13","date_gmt":"2021-01-27T23:52:13","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wilhelmshaven-testet\/"},"modified":"2021-01-29T10:19:13","modified_gmt":"2021-01-29T09:19:13","slug":"wilhelmshaven-testet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wilhelmshaven-testet\/","title":{"rendered":"Wilhelmshaven testet"},"content":{"rendered":"<p>Kann ich es wagen, meine alte Mutter oder den betagten Gro\u00dfvater, den Freund mit einer schweren Grunderkrankung &nbsp;zu besuchen oder k\u00f6nnte es sein, dass gerade ich diesen Menschen das Corona-Virus ins Haus schleppe? Es ist genau diese Angst, die um sich greift und dazu f\u00fchrt, dass Depressionen und Vereinsamung zunehmen. Klaus-Peter Schaps, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin und in Wilhelmshaven Leiter des dortigen Corona-Impfzentrums, Apothekerin Aleida Janssen-Scholten und Pastor Bernhard Busemann (Christus- und Garnisonkirche) erleben die zunehmende Verzweiflung im Zuge der Corona-Krise und der Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung des Virus in ihrem Arbeitsalltag beinahe t\u00e4glich.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Ein unheilvoller Ablauf, den es zu durchbrechen gilt: Unkomplizierte Schnelltests f\u00fcr jeden, mit denen der Getestete mit hoher Sicherheit Gewissheit dar\u00fcber erh\u00e4lt, ob er sich mit dem Corona-Virus infiziert hat und damit zur Gefahr f\u00fcr andere wird, oder ob gerade alles in Ordnung ist, sind ein guter Weg aus der Vereinsamung, sind sich R\u00fcdiger Schaarschmidt (Leiter der Evangelischen Familienbildungsst\u00e4tte) und Bernhard Busemann sicher. Sie treten als Tr\u00e4ger f\u00fcr \u201eWilhelmshaven testet\u201c auf, ein Projekt, das auf komplett ehrenamtlicher Basis gef\u00fchrt wird.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Corona-Schnelltests k\u00f6nnen einen Weg zu mehr sozialem Miteinander sein und damit eine Perspektive im Alltag mit Corona. Solche Tests \u2013 nur eine Momentaufnahme \u2013 aber sie &nbsp;k\u00f6nnen die bisher fehlende Sicherheit f\u00fcr einen kurzen Zeitraum geben. Doch das \u00f6ffentliche Gesundheitssystem kann solche Tests zurzeit gar nicht leisten. Wilhelmshavens Oberb\u00fcrgermeister Carsten Feist ist deshalb froh, dass sich die Evangelische Familienbildungsst\u00e4tte und die Christus- und Garnisonkirche als Tr\u00e4ger des Projekts engagieren. Rund 70 Ehrenamtliche unterst\u00fctzen das Vorhaben, sie werden im Corona-Testzentrum (einem Sport-Vereinsheim, das gerade nicht ben\u00f6tigt wird) die Abstriche nehmen. Daf\u00fcr wurden sie bereits von Fachleuten geschult, fortlaufende Begleitung und Nachschulungen sind ebenfalls im Plan. Der Standard entspreche dem in Arztpraxen, erkl\u00e4rte Schaps. &nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Testen lassen kann sich jeder, der das will und zwar so oft, wie er das f\u00fcr n\u00f6tig h\u00e4lt. Daf\u00fcr muss online ein Ticket f\u00fcr ein Zeitfenster von f\u00fcnf Minuten erworben werden. Menschen, denen das nicht m\u00f6glich ist, m\u00fcssten hier auf die Hilfe eines Vertrauten setzen, sagte Dr. Stefan Eilers (Intelligent Mobiles Wilhelmshaven), der die administrativen Abl\u00e4ufe koordiniert. Zwingend n\u00f6tig sind eine Mailadresse und eine Handynummer. Nach dem Erwerb des Tickets geht es zum angegebenen Zeitpunkt ins Testzentrum, dort wird der Abstrich genommen, das Ganze dauert h\u00f6chstens f\u00fcnf Minuten. Das Ergebnis kommt dann nach rund 20 Minuten per SMS aufs Mobiltelefon. Datenschutz sei oberstes Gebot, so Eilers. Es sei sichergestellt, dass keiner der Mitarbeiter das Testergebnis einer Person zuordnen k\u00f6nne.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Nur wenn eine Corona-Infektion festgestellt wird, wird der Code an das zust\u00e4ndige Gesundheitsamt \u00fcbermittelt, mit dem sich die getestete Person zur\u00fcckverfolgen l\u00e4sst. Ansonsten werden alle Daten nach f\u00fcnf Tagen vernichtet. Das Testergebnis steht auch als Druckversion zur Verf\u00fcgung. Die Anmeldungen k\u00f6nnen ab sofort erfolgen, das Testzentrum wird am 8. Februar \u00f6ffnen und dann jeweils montags bis Freitag von 12 bis 18 Uhr besetzt sein. Testen lassen k\u00f6nnen sich \u00fcbrigens nicht nur Wilhelmshavener. &nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Um jedem diesen Test zu erm\u00f6glichen, werden die Tickets zum Preis von f\u00fcnf Euro verkauft (H\u00e4rtefallregelungen sind ebenfalls m\u00f6glich), der Selbstkostenpreis l\u00e4ge bei etwa 15 Euro. F\u00fcr die ersten Wochen ist die Finanzierung durch Sponsoren gesichert, weitere Spenden sind willkommen. Wer sich zum Test anmelde, kann auch gerne mehr als f\u00fcnf Euro zahlen, ab 25 Euro werden Spendenquittungen ausgestellt.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Warum sich ausgerechnet hier Kirche engagiert? \u201eWeil das Ja zum Leben den Kern unserer Botschaft trifft\u201c, sagt Bernhard Busemann und \u201eder ehrenamtliche Einsatz f\u00fcr das Leben ganz oben auf der Agenda steht\u201c, so R\u00fcdiger Schaarschmidt.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> <em>Annette Kellin<\/em><\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/aktuell\/aus-den-kirchenkreisen\/artikel\/wilhelmshaven-testet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wilhelmshaven testet<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kann ich es wagen, meine alte Mutter oder den betagten Gro\u00dfvater, den Freund mit einer schweren Grunderkrankung &nbsp;zu besuchen oder k\u00f6nnte es sein, dass gerade ich diesen Menschen das Corona-Virus ins Haus schleppe? 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