{"id":16649,"date":"2021-02-24T10:02:28","date_gmt":"2021-02-24T09:02:28","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/forscher-schiffsanstriche-wesentliche-quelle-fuer-mikroplastik\/"},"modified":"2021-02-24T10:17:20","modified_gmt":"2021-02-24T09:17:20","slug":"forscher-schiffsanstriche-wesentliche-quelle-fuer-mikroplastik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/forscher-schiffsanstriche-wesentliche-quelle-fuer-mikroplastik\/","title":{"rendered":"Forscher: Schiffsanstriche wesentliche Quelle f\u00fcr Mikroplastik"},"content":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). Der Schiffsverkehr kann nach Erkenntnissen von Oldenburger Wissenschaftlern eine wesentliche Quelle f\u00fcr Mikroplastik in den Meeren sein. \u00abWir nehmen an, dass Schiffe im Wasser eine Art Bremsspur hinterlassen, die als Quelle von Mikroplastik eine \u00e4hnlich gro\u00dfe Bedeutung hat wie der Reifenabrieb von Autos an Land\u00bb, teilte Barbara Scholz-B\u00f6ttcher vom Institut f\u00fcr Chemie und Biologie des Meeres der Universit\u00e4t Oldenburg am Dienstag mit. Umweltchemiker hatten Wasserproben in der N\u00e4he wichtiger Schifffahrtsstra\u00dfen in der Deutschen Bucht untersucht. Dabei h\u00e4tten sie vor allem Plastikteilchen gefunden, die aus Bindemitteln von Schiffsanstrichen stammen.<\/p>\n<p>Das Oldenburger Forscherteam habe im Herbst 2016 und 2017 mit dem Forschungsschiff \u00abHeincke\u00bb Wasserproben an verschiedenen Stellen der Deutschen Bucht genommen. In den Proben fanden die Experten den Angaben zufolge vor allem PVC, sogenannte Acrylate und Polycarbonate. Verpackungs-Kunststoffe wie Polyethylen, Polypropylen und Polyethylenterephthalat (PET), die bislang als wichtigster Bestandteil des Mikroplastiks im Meer galten, machten dagegen nur einen wesentlich kleineren Anteil aus.<\/p>\n<p>Die Verpackungsstoffe seien vor allem in der N\u00e4he der K\u00fcste aufgefunden worden. Die anderen Kunststoffarten \u00fcberwogen hingegen auf der offenen Nordsee und in der Elbem\u00fcndung &#8211; insbesondere in der N\u00e4he gro\u00dfer Schifffahrtsrouten. \u00abWir nehmen an, dass diese Partikel aus Schiffsanstrichen stammen, wo derartige Kunststoffe zum Beispiel in Acrylfarben oder Epoxidharzen als Bindemittel verwendet werden\u00bb, sagte Scholz-B\u00f6ttcher.<\/p>\n<p>Das Ergebnis lege nahe, dass deutlich mehr Mikroplastik direkt auf See entsteht als bislang vermutet. Allein in der Europ\u00e4ischen Union gelangten laut der Umweltchemikerin j\u00e4hrlich mehrere tausend Tonnen Farbe in die Meeresumwelt. Diese Schiffsanstriche enthielten Schwermetalle und weitere Zusatzstoffe, die f\u00fcr viele Lebewesen giftig sind. Diese Antifouling-Komponenten sollten unerw\u00fcnschten Bewuchs verhindern und w\u00fcrden durch Wind und Wellen st\u00e4ndig von den Schiffsr\u00fcmpfen abgeschmirgelt.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/forscher-schiffsanstriche-wesentliche-quelle-fuer-mikroplastik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forscher: Schiffsanstriche wesentliche Quelle f\u00fcr Mikroplastik<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). 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