{"id":16762,"date":"2021-03-07T19:40:00","date_gmt":"2021-03-07T18:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/immer-mit-dem-herzen-mittendrin\/"},"modified":"2021-03-08T22:17:56","modified_gmt":"2021-03-08T21:17:56","slug":"immer-mit-dem-herzen-mittendrin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/immer-mit-dem-herzen-mittendrin\/","title":{"rendered":"Immer mit dem Herzen mittendrin"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche Vechta ist Pfarrerin Martina Wittkowski am Sonntag, 7. M\u00e4rz, in ihr neues Amt als Kreispfarrerin des Ev.-luth. Kirchenkreises Oldenburger M\u00fcnsterland eingef\u00fchrt worden. \u201eEin Kreispfarramt brauche den Blick \u00fcber den eigenen Kirchturm hinaus und das bringe Martina Wittkowski mit\u201c, so Bischof Thomas Adomeit im Einf\u00fchrungsgottesdienst. Die 56-j\u00e4hrige Theologin war auf einer au\u00dferordentlichen Kreissynode am 10. Oktober letzten Jahres in Vechta mit gro\u00dfer Mehrheit zur Kreispfarrerin gew\u00e4hlt worden. Sie ist Nachfolgerin von Kreispfarrer Michael Braun, der Anfang 2020 Superintendent des Kirchenkreises \u201eAn der Agger\u201c in der Evangelischen Kirche im Rheinland geworden ist.<\/p>\n<p>Bischof Thomas Adomeit betonte, er freue sich, dass mit Martina Wittkowski eine Kreispfarrerin gewonnen werden konnte, die wisse, \u201eauf was und auf wen sie sich einl\u00e4sst. Die sich hier auskennt und mit ihrer Ortskenntnis die richtigen Wege zu den Menschen kennt, die Lust hat, Ver\u00e4nderungen zu gestalten.\u201c Sie habe einen Blick \u00fcber den eigenen Kirchturm hinaus gewagt auch im Herzen und im Glauben.&nbsp;<\/p>\n<p>Die oldenburgische Kirche stehe vor gro\u00dfen Herausforderungen, so Adomeit. Es gehe um die Setzung von Priorit\u00e4ten und Akzenten und den richtigen Einsatz von Ressourcen. \u201eDie Zukunft kennen wir nicht. Aber vom Glauben zu erz\u00e4hlen, neue Ideen gemeinsam zu entwickeln, Dinge auszuprobieren, Menschen zu begeistern, zu tr\u00f6sten, zu beten, Gottesdienste zu halten, zu predigen, zu feiern: Das ist die Aufgabe.\u201c Und das seien auch die St\u00e4rken der neuen Kreispfarrerin.&nbsp;<\/p>\n<p>Den Kirchenkreis Oldenburger M\u00fcnsterland sieht Adomeit dabei auf einem guten Weg in die Zukunft, erste Schritte seien bereits gegangen. Das neue Pfarrstellenbesetzungskonzept stehe und Visitationen seien auf Stand. Mit Martina Wittkowski habe der Kirchenkreis eine Kreispfarrerin, die diesen Weg weiter gestalten wolle. \u201eMal vorneweg gehend, um zu orientieren, mal an der Seite gehend, um zu begleiten \u2013 zu h\u00f6ren und zu unterst\u00fctzen, mal bei den Langsameren bleibend, um niemanden zu verlieren \u2013 und vielleicht auch manchmal, um zu schieben. Aber immer mit dem Herzen mittendrin.\u201c<\/p>\n<p><strong>Kirche gemeinsam leben und gestalten<\/strong><br \/> Kreispfarrerin Wittkowski rief in ihrer Predigt dazu auf, Kirche gemeinsam zu leben und Kirche gemeinsam in den anstehenden Ver\u00e4nderungen zu gestalten. Die Aufgaben in Kirche und Gesellschaft w\u00fcrden dabei immer komplexer. Dass sich Ehrenamtliche mit ihren Begabungen, F\u00e4higkeiten und Erfahrungen einbr\u00e4chten, tue der Kirche gut, so die neue Kreispfarrerin. Hauptamtliche ermutigte sie, in ihrer Verschiedenheit nicht alles allein zu bewerkstelligen. Auch das \u00f6kumenische Miteinander sei bereichernd.&nbsp;<\/p>\n<p>In der Pandemie werde manches deutlich, so Wittkowski. Familien mit kleinen Kindern seien am Limit und Alleinstehende einsam. Beruflich Selbst\u00e4ndige gerieten in Existenzn\u00f6te. \u201eWir als Kirche wollen und sollen f\u00fcr die Menschen da sein. In der Kirche und \u00fcberall sonst, wo wir als Christinnen und Christen leben. Das k\u00f6nnen wir nur, wenn viele verschiedene Erfahrungen und Begabungen unter uns zur Geltung kommen. Wo wir gemeinsam Ideen und Konzepte entwickeln.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>In ihrer Vorstellung vor der Kreissynode im Oktober letzten Jahres hatte Pfarrerin Wittkowski betont, dass sie zw\u00f6lf Jahre Pfarrerin in der Kirchengemeinde L\u00f6ningen gewesen sei. Dadurch habe sie die Vorz\u00fcge und die Besonderheiten der Region intensiv kennengelernt. F\u00fcr die kirchliche Arbeit bestehe im Oldenburger M\u00fcnsterland eine selbstverst\u00e4ndliche Offenheit. Die Kirche habe Gewicht im \u00f6ffentlichen Leben. Diese Voraussetzungen stellten eine gro\u00dfe Chance dar, dennoch seien auch im Kirchenkreis Umbr\u00fcche abzusehen. Strukturell seien jedoch durch das entwickelte Pfarrstellenkonzept wichtige Weichen gestellt worden.<\/p>\n<p>\u201eWir sind herausgefordert, Menschen in ihrer ver\u00e4nderten Lebenswelt mit dem Evangelium in Ber\u00fchrung zu bringen und dabei auch neue Wege zu gehen.\u201c Mit den M\u00f6glichkeiten, die die evangelische Kirche im Oldenburger M\u00fcnsterland habe, \u201ek\u00f6nnen wir mutig mit den Ver\u00e4nderungen umgehen\u201c, so Wittkowski. Dabei werde die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden eine wichtige Rolle spielen. Die Gemeinden k\u00f6nnen ihre Ideen und Kr\u00e4fte b\u00fcndeln und von den St\u00e4rken der Nachbargemeinden profitieren. Schon jetzt h\u00e4tten die Gemeinden mit Predigtreihen und mit zusammen gestalteten Gemeindebriefen gute Erfahrungen gemacht. Auch die Erfahrungen aus der Corona-Zeit k\u00f6nnten Mut machen, gemeinsam auf die Suche zu gehen und Konzepte zu entwickeln. Es sei lohnenswert, an gute Traditionen anzukn\u00fcpfen und sich f\u00fcr Neues zu \u00f6ffnen, so Wittkowski.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Martina Wittkowski <\/strong>stammt aus Vreschen-Bokel. Nach dem Abitur studierte sie Evangelische Theologie in Heidelberg, T\u00fcbingen und M\u00fcnster und absolvierte ihr Vikariat in Wilhelmshaven-Fedderwardergroden. Nach ihrer Ordination 1993 wurde sie Pfarrerin in der Kirchengemeinde Nordenham in der Wesermarsch. Ihre Pfarrstelle teilte sie sich dann mit ihrem Ehemann Volker. Gemeinsam wechselten sie im September 2008 auf die Pfarrstelle in der Ev.-luth. Kirchengemeinde L\u00f6ningen. Seit dem Eintritt ihres Mannes 2016 in den Ruhestand war sie dort alleinige Stelleninhaberin. \u00dcbergemeindlich war sie als Gottesdienstberaterin f\u00fcr Pastoren und Gemeindekirchenr\u00e4te in und au\u00dferhalb der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg engagiert.<\/p>\n<p>Zum Ev.-luth. Kirchenkreis Oldenburger M\u00fcnsterland geh\u00f6ren 20 Kirchengemeinden mit knapp 50.000 Gemeindegliedern.&nbsp;<br \/> &nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/nc\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/immer-mit-dem-herzen-mittendrin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Immer mit dem Herzen mittendrin<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche Vechta ist Pfarrerin Martina Wittkowski am Sonntag, 7. M\u00e4rz, in ihr neues Amt als Kreispfarrerin des Ev.-luth. Kirchenkreises Oldenburger M\u00fcnsterland eingef\u00fchrt worden. \u201eEin Kreispfarramt brauche den Blick \u00fcber den eigenen Kirchturm hinaus und das bringe Martina Wittkowski mit\u201c, so Bischof Thomas Adomeit im Einf\u00fchrungsgottesdienst. Die 56-j\u00e4hrige Theologin war auf einer au\u00dferordentlichen Kreissynode am 10. 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