{"id":16771,"date":"2021-03-09T09:34:08","date_gmt":"2021-03-09T08:34:08","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/hoffnungstraegerin\/"},"modified":"2021-03-09T10:17:31","modified_gmt":"2021-03-09T09:17:31","slug":"hoffnungstraegerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/hoffnungstraegerin\/","title":{"rendered":"Hoffnungstr\u00e4ger*in"},"content":{"rendered":"<p>Der Mensch hat nur ein Werkzeug, mit dem er sein Schicksal bestimmen und zum Guten wenden kann: Sein Gehirn. Der Mensch kann umdenken, anders denken, neu denken. Wie segensreich ist es in diesen Zeiten, mit guten Ideen Hoffnung zu stiften. Den Himmel aufzuspannen f\u00fcr Kreativit\u00e4t und Zuversicht.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/> <strong>Kennen Sie Katalin Karik\u00f3?<\/strong><br \/> Ihr verdanken wir die ersten in Europa und den USA zugelassenen Corona-Impfstoffe. 1955 in Ungarn geboren, wohnt sie in einem Lehmhaus mit nur einem beheizten Raum, in dem gegessen und geschlafen wird. Fr\u00fch entwickelt sie Liebe und Neugier f\u00fcr die Natur. Mit 14 Jahren nahm Katalin an einem landesweiten Biologie-Wettbewerb teil. In den Siebzigerjahren, w\u00e4hrend der Arbeit an ihrer Doktorarbeit, begegnet ihr zum ersten Mal Ribonukleins\u00e4ure, RNA. Dieser bringt als Botenstoff mRNA die genetischen Informationen aus der DNA in die K\u00f6rperzellen.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Nach einem Jahrzehnt harter Laborarbeit streicht eine ungarische Pharmafirma ihr die Mittel. Sie wandert mit ihrem Mann und ihrer zweieinhalbj\u00e4hrigen Tochter aus in eine andere Welt: nach Philadelphia. Ein harter Neuanfang, aber irgendwann zeigen sich auch Erfolge. Katalin Karik\u00f3 hat Mittel, sie forscht, sie lehrt. Doch nach zehn Jahren st\u00fcrzen sich alle auf die Entschl\u00fcsselung der menschlichen DNA. Es l\u00e4uft das Humangenomprojekt. Karik\u00f3 schwimmt gegen den Strom. Sie ist sich sicher: mRNA ist die Zukunft. Dennoch wird sie degradiert, in Streit verwickelt, verliert ihr Ansehen. Aber sie bleibt, besorgt sich ihre Forschungsgelder selbst, macht alleine weiter.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/> Warum hat sie nicht einfach alles hingeschmissen? Sie h\u00e4lt sich an ein Motto aus dem Film Fight Club: \u201eNur wenn wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun.\u201c Sie lernt Weggef\u00e4hrten kennen, die ihre Begeisterung teilen, u.a. den Immunologen Drew Weissmann. Ihr Ziel ist es, die mRNA so zu ver\u00e4ndern, dass sie dem K\u00f6rper bei der Bek\u00e4mpfung von Krankheiten helfen kann.&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/> Endlich, der Durchbruch. Um die Ergebnisse an die Patienten zu bringen, gr\u00fcndet Karik\u00f3 eine Biotech-Firma. Aber die Uni vergibt die Lizenz an jemand anderen und der sp\u00e4ter an BioNTech und Moderna. Karik\u00f3 wird von der Universit\u00e4t of Pennsylviania gebeten, ihr Labor zu r\u00e4umen. Mit 58 Jahren f\u00e4ngt sie noch mal ganz von vorn an. Sie trifft sich mit U\u011fur \u015eahin, dem Chef von BioNTech. Seit 2013 arbeitet sie mit einem kleinen Team von sieben Leuten in Mainz. \u201eIch bin gl\u00fccklich\u201c, sagt sie. Wer nicht viel hat, hat die Freiheit. Allen ist klar, dass Karik\u00f3 mit ihrer Forschung Gro\u00dfartiges leistet und Millionen Menschenleben rettet. Nicht wenige meinen, Katalin Karik\u00f3 hat den Nobelpreis verdient.<br \/> &nbsp; &nbsp;<br \/> Ich finde die Geschichte von Katalin Karik\u00f3 gro\u00dfartig. Sie ist eine von \u201e75 Ideen f\u00fcr ein besseres Leben\u201c, die von der Wochenzeitung ZEIT anl\u00e4sslich ihres Jubil\u00e4ums in diesem Jahr nach und nach vorgestellt werden: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/75ideen\">www.zeit.de\/75ideen<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p>Und finden Sie nicht auch: Irgendwie passt die Geschichte vom unbedingten Glauben an eine Idee auch zum biblischen Wochenspruch aus Lukas 9,62: \u201eWer die Hand an den Pflug legt und zur\u00fcckschaut, der eignet sich nicht f\u00fcr das Reich Gottes!\u201c<\/p>\n<p>*\u00dcbrigens: Das hier abgebildete Segensb\u00e4ndchen Hoffnungstr\u00e4ger*in aus Samenpaier gibt es auch analog: <a href=\"https:\/\/www.glaubenssachen.de\/segensbandchen-hoffnungstrager-in.html\">https:\/\/www.glaubenssachen.de\/segensbandchen-hoffnungstrager-in.html<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Matthias Hempel, Pastor f\u00fcr Konfizeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg<\/em><br \/> &nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/nc\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/hoffnungstraegerin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hoffnungstr\u00e4ger*in<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mensch hat nur ein Werkzeug, mit dem er sein Schicksal bestimmen und zum Guten wenden kann: Sein Gehirn. Der Mensch kann umdenken, anders denken, neu denken. Wie segensreich ist es in diesen Zeiten, mit guten Ideen Hoffnung zu stiften. Den Himmel aufzuspannen f\u00fcr Kreativit\u00e4t und Zuversicht.&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; Kennen Sie Katalin Karik\u00f3? Ihr verdanken wir die ersten in Europa und den USA zugelassenen Corona-Impfstoffe. 1955 in Ungarn geboren, wohnt sie in einem Lehmhaus mit nur einem beheizten Raum, in dem gegessen und geschlafen wird. Fr\u00fch entwickelt sie Liebe und Neugier f\u00fcr die Natur. 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