{"id":1678,"date":"2015-04-02T11:28:43","date_gmt":"2015-04-02T09:28:43","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/?p=1678"},"modified":"2015-04-02T14:28:59","modified_gmt":"2015-04-02T12:28:59","slug":"eine-wachsende-gemeinde-und-viele-ideen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/eine-wachsende-gemeinde-und-viele-ideen\/","title":{"rendered":"Eine wachsende Gemeinde und viele Ideen"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 8\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>KIRCHE<\/strong> Zum 100. Mal trafen sich Christen in Wilhelmshaven zum \u201ePassionspunkt\u201c \u2013 Viele Nachahmer<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 8\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Die erste Andacht fand am 8. April 2001 am St.-Willehad-Hospital statt. Seither wurde an 67 verschiedenen Orten in und um die S\u00fcdstadt gebetet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>VON URSULA GROSSE BOCKHORN aus der Wilhelmshavener Zeitung vom 02.04.2015, Seite 8<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>WILHELMSHAVEN \u2013 Das gibt es im Stadttheater nicht alle Tage: die B\u00fchne ist rappelvoll mit Menschen. Aber es gibt kein B\u00fchnenbild. Vier Mikrofone stehen herum, drei Boxen, auf denen Plastikbecher wie verloren wirken, denen sp\u00e4ter das A-cappella-Trio CUPapella eindrucksvolle T\u00f6ne entlockt. Und dann eine Stimme, die alle im Raum kennen. \u201eFrank, h\u00f6rst du die Glocken?\u201c fragt Pastor Bernhard Busemann. Nein, Glocken sind nicht zu h\u00f6ren, obwohl es gerade 18 Uhr ist und die Glocken der Christus- und Garnisonkirche mit Sicherheit gerade l\u00e4uten \u2013 in der Woche vor Ostern jeden Abend zu Beginn des \u201ePassionspunktes\u201c.<\/p>\n<p>Dass er in einem schalldichten Raum stattfindet, ist nicht das einzig Besondere an diesem Abend. Zum 100. Mal hat die Gemeinde der Christus- und Garnisonkirche zu ihrer eigenen Form der Passionsandacht eingeladen. Viel ist passiert seit dem 8. April 2001, als sich eine deutlich kleinere Schar von Gl\u00e4ubigen am Eingang des St.-Willehad- Hospitals einfand, um gemeinsam zu beten, zu singen und zu h\u00f6ren: Wissenswertes \u00fcber den jeweiligen Treffpunkt, den \u201ewunden Punkt\u201c, ein St\u00fcck aus der Leidensgeschichte Jesu, die Auslegung mit Blick auf die Gegenwart und ganz spezielle Musik.<\/p>\n<p>67 verschiedene Orte wurden an den 100 Abenden in 15 Jahren aufgesucht, rekapitulieren die Pastoren Bernhard Busemann und Frank Morgenstern, w\u00e4hrend sie das Holzkreuz durch die Menge tragen. Das darf bei keiner der Andachten fehlen.<\/p>\n<p>Einige Geb\u00e4ude sind inzwischen abgerissen, andere\u00a0\u201ewunde Punkte\u201c zu neuem Leben erwacht, wie das Eckhaus Weserstra\u00dfe\/Deichstra\u00dfe, die alte Helene-Lange- Schule, heute Grundschule Rheinstra\u00dfe, das alte Waschhaus an der Jadeallee, heute ein schickes Restaurant. Um die Zukunft der \u201ePassionspunkte\u201c ist den Pastoren nicht bange. \u201eWir haben noch 99 bis 102 Ideen\u201c, sagt Frank Morgenstern. Und beide Pastoren\u00a0freuen sich, dass die Andachtsform mittlerweile von Sande bis Berlin Nachahmer gefunden hat.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 8\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"page\" title=\"Page 8\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Manchmal war es ziemlich eng, nicht nur auf der Fregatte \u201eSchleswig-Holstein\u201c. Einige der fr\u00fcheren Orte w\u00e4ren f\u00fcr die mit den Jahren immer gr\u00f6\u00dfer gewordene Passionspunkt-Gemeinde heute nicht mehr tauglich. Am Sonntag, dem Auftakt der diesj\u00e4hrigen Andachtsreihe, kamen 190\u00a0Teilnehmer in den Wasserturm am Kurpark, jetzt im Theater wurden 174 beim Hereingehen gez\u00e4hlt. Es habe sich im Lauf der Zeit eine eigene Passionspunkte-Gemeinde entwickelt, so Bernhard Busemann. Neben vielen treuen Gemeindemitgliedern der Christus- und Garnisonkirche sitzen und stehen Menschen, die nur zu den Andachten kommen, manche jeden Abend, die anderen gelegentlich, wenn sie Zeit haben.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p>70 verschiedene Fachleute haben an den 100 Abenden ins jeweilige Thema eingef\u00fchrt. Am h\u00e4ufigsten dabei waren Dr. Jens Graul als Experte f\u00fcr Stadtgeschichtliches, Kunsthallenleiterin Dr. Viola Weigel und Dr. Stephan Huck, der Leiter des Deutschen Marinemuseums. Fachmann an diesem Abend ist Olaf Strieb, der Intendant der Landesb\u00fchne, der den Wert der Kultur hervorhebt, ohne die die Stadt an Strahlkraft verl\u00f6re \u2013 und auch an Wirtschaftskraft.<\/p>\n<p>Den Bezug zwischen Theater und Kirche stellt der Heppenser Pastor Nico Szameitat her. Beide, Theater und Kirche, h\u00e4tten ein W\u00e4chteramt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p>Beide m\u00fcssten heraus aus ihren Schutzr\u00e4umen, aus den Probenr\u00e4umen die einen, aus den Kirchen die anderen, und zu den Menschen gehen, ihnen den Spiegel vorhalten, um sie zu bewegen. Wie bei den Passionspunkten. Im Lesungstext, den Juliane Kallusky und Insa R\u00f6ben vortragen, geht es um die Aufforderung Jesu an die J\u00fcnger, im Garten Gethsemane mit ihm zu wachen. Die Aufforderung \u201eWachet und betet\u201c gehe auch an die heutigen Christen. Im Lauf von 100 Passionspunkten seien wohl manche Stra\u00dfenz\u00fcge \u201edurchbetet\u201c worden. Das habe Menschen ver\u00e4ndert, die heute wachsamer durch die Stadt gingen. Es habe aber auch die Stadt ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIRCHE Zum 100. 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