{"id":17111,"date":"2021-04-01T17:17:15","date_gmt":"2021-04-01T15:17:15","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/delmenhorst-grafengruft-in-stadtkirche-wird-inklusiv-erfahrbar\/"},"modified":"2021-04-01T23:17:20","modified_gmt":"2021-04-01T21:17:20","slug":"delmenhorst-grafengruft-in-stadtkirche-wird-inklusiv-erfahrbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/delmenhorst-grafengruft-in-stadtkirche-wird-inklusiv-erfahrbar\/","title":{"rendered":"Delmenhorst: Grafengruft in Stadtkirche wird inklusiv erfahrbar"},"content":{"rendered":"<p>Das graue Klebeband an der Mauer rechts neben dem bereits vorhandenen Hintereingang zur Stadtkirche in Delmenhorst deutete den k\u00fcnftigen inklusiven Zugang zur Grafengruft unterhalb des Altarraums an. Sogar eine T\u00fcrklinke war symbolisiert. Gleichwohl wird es noch etwas dauern, bis mit den tats\u00e4chlichen Arbeiten begonnen werde, wie Thomas Meyer, Pfarrer der Stadtkirchengemeinde, in einer Vorstellung im Beisein von Bischof Thomas Adomeit und Delmenhorst Oberb\u00fcrgermeister (OB) Axel Jahnz neben Vertreterinnen und Vertretern aller in das Vorhaben einbezogenen Institutionen erkl\u00e4rte. Insofern konnte der Bischof den Hilti-Bohrhammer noch im Kofferraum lassen, wie es in der Runde humorvoll zur Begr\u00fc\u00dfung hie\u00df. Die gute Nachricht schickte Pfarrer Meyer bei der Pr\u00e4sentation des gemeinschaftlichen Vorhabens aber auch gleich hinterher. \u201eWir rechnen noch in diesem Jahr mit der Fertigstellung\u201c, sagte er. \u201eJetzt k\u00f6nnen wir sagen, es geht los.\u201c<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDas alles in wohl durchdachten Bahnen von der Finanzierung bis zur Ausf\u00fchrungsreife seinen Lauf nehmen konnte, hatten Bischof Adomeit und OB Jahnz per Handschlag w\u00e4hrend eines Gespr\u00e4ches im Oldenburger Oberkirchenrat besiegelt. Dem setzte die \u00f6ffentliche Vorstellung des Projektes am Gr\u00fcndonnerstagvormittag das I-T\u00fcpfelchen einer langen Planungs- und Initiativphase auf, denn erste Anregungen kamen schon 2012 bei Kirchenf\u00fchrungen, Veranstaltungen und verschiedenen Besuchen auf den Tisch.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDer Treppenabgang zur Grafengruft wurde von Besuchenden oftmals als \u201eunw\u00fcrdig \u201c und \u201eprovinziell\u201c bezeichnet. Nicht nur von Kirchenseite, sondern auch von Seiten der Stadt wurde das historische Pfund einer historischen Gruft mitten in der Delmestadt erkannt. Der Heimatverein war ebenfalls mit im Boot. Stadtkirchengemeinde und der Heimatverein zogen \u00fcberall die Jahre intensiv an den Str\u00e4ngen f\u00fcr eine Umsetzung. Davon konnte auch B\u00fcrgermeister Enno Konukiewitz als Zeitzeuge berichten.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n2015 kam Architekt Ejnar Tonndorf mit ins Spiel. Er plante auch den Umbau- bzw. Sanierung der Stadtkirche, die 2017 zum Reformationsjubil\u00e4um fertiggestellt worden war. Seit 2019 half der Architekt die Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Umsetzung rund um die Grafengruft auszuarbeiten.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n\u201eDie Geschichte unserer Stadt ist, was die Grafen betrifft, mit Oldenburg eng verbunden\u201c, sagte OB Jahnz. Dazu w\u00fcrden auch die Graft-Anlagen als kulturhistorische und heutige &nbsp;Gr\u00fcnoase geh\u00f6ren. Deshalb sei es nur gut gewesen, sich mit der oldenburgischen Kirche abzustimmen. \u201eDas war wichtig, denn es bedarf vieler Mitspieler und Arbeit zum Gelingen\u201c, hob auch Bischof Adomeit hervor.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDazu geh\u00f6rte vor allem die Finanzierung des Projektes mit einer Gesamt-Investitionssumme von rund 175.000 Euro. Von der Stadt kommen 80.000 Euro in das Projekt. 25.000 Euro stellt die Kirchenbaustiftung der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zur Verf\u00fcgung, 40.000 Euro noch einmal die Aktion Mensch, da der Zugang inklusiv gestaltet wird und gleich von Anfang lagen von der VR-Stiftung eine Zusage von 5.400 Euro und noch einmal 2.500 Euro aus der Bernd und B\u00e4rbel T\u00f6njes Stiftung Delmenhorst vor. Aus F\u00fchrungen und Veranstaltungen sowie dem Freiwilligen Ortskirchgeld flie\u00dfen die restlichen 20.000 Euro in die Bauma\u00dfnahme. Das konnte auch Christoph Schmidt-Rhaesa, zust\u00e4ndig f\u00fcr Kirchenbau, Kunst und Denkmalpflege, best\u00e4tigen. Er erinnerte in einem Kurzvortrag an die historische Bedeutung. So handle es sich um die zweite Gruft an dieser Stelle, die kurz vor dem 30-J\u00e4hrigen-Krieg entstanden sei. In Letzterer wurden die vier Grafenfamilienmitglieder bestattet. Zeitweise geriet die Gruft in Vergessenheit. 1909 sei sie wieder aufgefunden und deren Bedeutung erkannt worden.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nInsgesamt steht dahinter eine Gemeinschaftsaktion, die auch bei den Heimatvereinsvertretern mit Vorsitzendem Friedrich H\u00fcbner und Stellvertreterin Dr. Herta Hoffmann Zuspruch fand. H\u00fcbner: \u201eEin wunderbares Geschenk f\u00fcr die Stadt und die Menschen.\u201c Freude auch bei dem Ehepaar Heide und Horst Clausen aus Delmenhorst, die rege an Gottesdiensten und Veranstaltungen teilnehmen. Gefesselt an den Rollstuhl freut sich Horst Clausen besonders \u00fcber einen Zugang zur Grafengruft, weil er eben auch f\u00fcr Menschen mit Handicap m\u00f6glich sei.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nPfarrer Meyer zur r\u00e4umlichen Gestaltung: \u201eWenn sich die Au\u00dfent\u00fcr \u00f6ffnet, wird sich den Besuchern ein einladendes Bild zeigen.\u201c Es wird u.a. ein Lift vorhanden sein, au\u00dferdem ein zus\u00e4tzlicher Ausstellungraum, von dem es in die eigentliche Gruft geht, wo die letzte Grafenfamilie bestattet wurde. Medial unterst\u00fctzt, wird die Historie erfahrbar gemacht und damit auch die Wertigkeit erh\u00f6ht.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDas macht neugierig. Vom Zeitablauf ist die Umsetzung f\u00fcr 2021 geplant. Nun muss das Baukirchendezernat der Landeskirchen noch gr\u00fcnes Licht geben, dann folgen die Ausschreibungen und die Arbeiten unter Architektenaufsicht.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n<em>Ein Beitrag von Peter Kratzmann<\/em><\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/delmenhorst-grafengruft-in-stadtkirche-wird-inklusiv-erfahrbar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Delmenhorst: Grafengruft in Stadtkirche wird inklusiv erfahrbar<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das graue Klebeband an der Mauer rechts neben dem bereits vorhandenen Hintereingang zur Stadtkirche in Delmenhorst deutete den k\u00fcnftigen inklusiven Zugang zur Grafengruft unterhalb des Altarraums an. Sogar eine T\u00fcrklinke war symbolisiert. 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