{"id":17160,"date":"2021-04-06T00:14:00","date_gmt":"2021-04-05T22:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/auferstehung-leben-aus-dem-tod\/"},"modified":"2021-04-06T11:17:39","modified_gmt":"2021-04-06T09:17:39","slug":"auferstehung-leben-aus-dem-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/auferstehung-leben-aus-dem-tod\/","title":{"rendered":"Auferstehung, Leben aus dem Tod!"},"content":{"rendered":"<p>Das ist unm\u00f6glich, sagen die Aufgekl\u00e4rten in unserer s\u00e4kularisierten Gesellschaft, k\u00f6nnen aber mit Ostern allein deshalb sehr viel anfangen, weil ihnen dieses Fest zwei Tage Ruhe und Zeit f\u00fcr die Familie gew\u00e4hrt.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nImmerhin (Gott sei Dank) gibt es noch ein paar \u201eWeltverbesserungswillige\u201c, ein paar Wenige, die uns \u00f6ffentlich daran erinnern, dass das Osterfest etwas mit Herrschaft und Gewalt zu tun hat: Beharrlich und zugleich fast hilflos laden die unterschiedlichsten &nbsp;Friedensinitiativen Jahr f\u00fcr Jahr immer an Ostern ein \u2013 zum Ostermarsch. So auch in Oldenburg. Keine Demonstration in diesen Tagen, aber eine Kundgebung am Bahnhof.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nIch selbst hatte auch gar nicht mehr daran gedacht und bin nur zuf\u00e4llig dort vorbeigekommen und stehen geblieben. In langen, \u00fcberaus informativen und zahlenlastigen Beitragen erfuhr ich viel Wissenswertes \u00fcber die weltweit horrenden Ausgabensteigerung f\u00fcr R\u00fcstung. Und auch \u00fcber Waffenexporte aus Deutschland.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nUnd je l\u00e4nger ich zuh\u00f6rte und Emp\u00f6rung \u00fcber die allseits bekannte, zerst\u00f6rerische R\u00fcstungsindustrie in mir aufstieg, versp\u00fcrte ich auch den Zorn und die Hilflosigkeit der kleinen Versammlung.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nW\u00e4hrend zwei junge fridays for future-Vertreter*innen den Zusammenhang von gef\u00e4hrdeter Sch\u00f6pfung und R\u00fcstungsausgaben \u00f6ffentlich zur Sprache brachten, entdeckte ich zwei junge Frauen, dies sich in ein Transparent geh\u00fcllt und mit einer PACE-Flagge in der Hand als Christinnen outeten, denn auf dem Transparent stand gro\u00df: \u201eChristinnen for future\u201c.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDiese beiden jungen Frauen aus einer Oldenburger Kirchengemeinde, wie ich im Gespr\u00e4ch erfuhr, haben mir Mut gemacht. Wo ein oder zwei in meinem Namen versammelt sind \u2026<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nJa nat\u00fcrlich, wir Christen und Christinnen d\u00fcrfen nicht schweigen angesichts der gewaltsamen Auseinandersetzungen und Kriege. Aber was haben wir zu sagen \u2013 nicht nur, aber auch an Ostern?<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nLiebe Geschwister, ich wei\u00df es genauso gut wie Ihr: Die Ostermarschbewegung ist l\u00e4ngst keine Massenveranstaltung mehr und noch weniger ist sie mehrheitsf\u00e4hig. Ideologische Grabenk\u00e4mpfe und auch Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit sozialistisch oder sogar kommunistisch eingestellten Menschen und die schlichte pers\u00f6nliche Abkehr von Menschen, f\u00fcr die Politik Alles ist. Was haben wir als Christ*innen da verloren? Was k\u00f6nnen wir beitragen mit unserem Glauben an die Auferstehung von den Toten?<br \/>\nDie Auferstehung von Toten\u2026 Ich werde \u00f6fter von Bekannten und Freund*Innen andernorts gefragt, wie ich dazu stehe: Auferstehung &#8211; ein Toter, der aus einem Grab verschwindet&#8230; &nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nMeine ehrlichste Antwort: Ich wei\u00df es nicht.<br \/>\nAber die Antwort des Schweizer Pfarrers Kurt Marti hilft mir:<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nihr fragt<br \/>\nwie ist die Auferstehung der Toten?<br \/>\nich wei\u00df es nicht<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nihr fragt<br \/>\nwann ist die Auferstehung der Toten?<br \/>\nich wei\u00df es nicht<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nihr fragt<br \/>\ngibt es eine Auferstehung der Toten?<br \/>\nich wei\u00df es nicht<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nihr fragt<br \/>\ngibt es keine Auferstehung der Toten?<br \/>\nich wei\u00df es nicht<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nich wei\u00df nur<br \/>\nwonach ihr nicht fragt:<br \/>\ndie Auferstehung derer die leben<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nich wei\u00df nur wozu ER uns ruft:<br \/>\nzur Auferstehung heute und jetzt<\/p>\n<p>\nIch m\u00f6chte an den (urspr\u00fcnglichen) Schluss des Markusevangeliums erinnern (Mk. 16, 1 -8):&nbsp; &nbsp;<br \/>\n<em>Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohl riechende \u00d6le um hinzugehen und ihm zu salben. Und sie kommen sehr fr\u00fch am ersten Tag der Woche zu der Gruft, als die Sonne aufgegangen war. Und sie sprachen zu einander: Wer wird uns den Stein von der T\u00fcr der Gruft wegw\u00e4lzen? Und als sie auf legten, sehen Sie, dass der Stein zur\u00fcck gew\u00e4lzt ist; er war n\u00e4mlich sehr gro\u00df. Und als sie in die Gruft eintragen, sahen sie einen jungen Mann zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem wei\u00dfen Gewand, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den gekreuzigten. Er ist auf erweckt worden, er ist nicht hier. Siehe da die St\u00e4dte, wo sie ihn hingelegt hatten.Aber geht hin, sagt seinen J\u00fcngern und Petrus, dass er euch nach Galil\u00e4a vorausgeht! Dort werdet ihr hin sehen, wie er es euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und Florian von der Gruft. Denn zittern und Best\u00fcrzung hatte sie ergriffen und sie sagt niemand etwas, denn sie f\u00fcrchteten sich.<\/em><br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nLiebe Geschwister, wie ist das zu verstehen, diese Furcht, diese Sprachlosigkeit?<br \/>\nVielleicht haben diese Frauen als erste verstanden, was es hei\u00dft von den Toten auferstehen: Sie haben verstanden, dass jetzt s i e &nbsp;gemeint sind. Dass das Evangelium, das Markus Ihnen verk\u00fcndet, lautet: J e t z t &nbsp;f\u00e4ngt das Evangelium an, jetzt die Geschichte der Auferstehung. Jesus geht ihnen voran nach Galil\u00e4a, dorthin, wo seine Geschichte begonnen hat. Er wartet dort auf sie und auf die J\u00fcnger*innen. Seine Geschichte wird &nbsp;j e t z t &nbsp;zu ihrer Geschichte.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nJa doch, wir trauen Gott die M\u00f6glichkeit zu, auch unseren Leib zu verwandeln und in die Auferstehung einzubeziehen, auch wenn man sich das nicht vorstellen kann. Und der Leichnam Jesu mag im Grab liegen geblieben sein oder auch nicht. Die Frage ist nicht wichtig. Auf das Grab, auf den Leichnam kommt es nicht an. Das Grab k\u00f6nnt ihr hinter euch lassen. Der Gekreuzigte, er ist nicht dort. Er ist auferweckt. Er lebt.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nUnd genau an der Stelle, der sprachlos geworden Frauen, die aus dem Grab fliehen, stehen wir, als H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer. &nbsp;W i r &nbsp;sind jetzt gefragt: Willst du dabei sei? Willst du losgehen, nicht auf die Suche nach Beweisen f\u00fcr das Menschen Unm\u00f6gliche, sondern losgehen, um die frohe Botschaft von der Befreiung aus aller Knechtschaft, aus aller Todesbedrohung und \u2013angst zu verk\u00fcnden! Losgehen, mit dem Anfang des \u201eEvangeliums von Messias Jesus dem Sohn Gottes\u201c.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDas ist die Frage an uns: Lassen wir uns verwickeln in die Geschichte des Jesus von Nazareth? Werden wir sie weitererz\u00e4hlen?<\/p>\n<p><em>Pfarrerin Brigitte Gl\u00e4ser,<br \/>\nLeiterin der Ev. Akademie Oldenburg<\/em><\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/auferstehung-leben-aus-dem-tod\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auferstehung, Leben aus dem Tod!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist unm\u00f6glich, sagen die Aufgekl\u00e4rten in unserer s\u00e4kularisierten Gesellschaft, k\u00f6nnen aber mit Ostern allein deshalb sehr viel anfangen, weil ihnen dieses Fest zwei Tage Ruhe und Zeit f\u00fcr die Familie gew\u00e4hrt. &nbsp; &nbsp; Immerhin (Gott sei Dank) gibt es noch ein paar \u201eWeltverbesserungswillige\u201c, ein paar Wenige, die uns \u00f6ffentlich daran erinnern, dass das Osterfest etwas mit Herrschaft und Gewalt zu tun hat: Beharrlich und zugleich fast hilflos laden die unterschiedlichsten &nbsp;Friedensinitiativen Jahr f\u00fcr Jahr immer an Ostern ein \u2013 zum Ostermarsch. So auch in Oldenburg. 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