{"id":17431,"date":"2021-05-11T00:01:00","date_gmt":"2021-05-10T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/mit-gott-in-beziehung-treten\/"},"modified":"2021-05-11T11:17:26","modified_gmt":"2021-05-11T09:17:26","slug":"mit-gott-in-beziehung-treten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/mit-gott-in-beziehung-treten\/","title":{"rendered":"Mit Gott in Beziehung treten"},"content":{"rendered":"<p>Hinter uns liegt der Sonntag mit dem Namen \u201eRogate\u201c \u2013 hei\u00dft \u00fcbersetzt: \u201eBetet!\u201c Wir sind aufgefordert, zu beten.&nbsp;Beten stellt Kontakt mit Gott her. Beten ist mehr als Reden. Beten ist auch H\u00f6ren. Beten hei\u00dft ebenso, sein Herz vor Gott auszusch\u00fctten. Gott alles zu sagen, was auf dem Herzen brennt: Freude und Leid mitteilen, Gott loben und Gott danken, klagen oder bitten. Beim Beten geht es um mich, um andere und um die ganze Welt. Gott ist nahbar und freundlich und sucht die Verbindung. Das wird an vielen Stellen in der Bibel deutlich.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDarum kann auch in diesen besonderen Zeiten unser Gebet hilfreich sein. Beate Hirt, die katholische Sendebeauftragte beim Hessischen Rundfunk, betet t\u00e4glich so:<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n\u201eGuter Gott,<br \/>\ndie Corona-Krise macht uns Angst. Solch eine Situation hatten wir noch nie.<br \/>\nAuf der ganzen Welt werden Menschen deswegen krank.<br \/>\nUnd noch viel mehr bleiben zu Hause oder auf Abstand zueinander, um sich nicht anzustecken mit dem neuen Virus.<br \/>\nIch bitte dich: Steh uns bei in dieser Situation.<br \/>\nSei bei den Kranken und den Risikopatienten und bei allen, die sich um sie k\u00fcmmern.<br \/>\nHilf uns, gelassen zu bleiben.<br \/>\nHilf uns, Solidarit\u00e4t zu zeigen mit denjenigen, die wir jetzt besonders sch\u00fctzen m\u00fcssen.&nbsp;<br \/>\nGuter Gott,<br \/>\nlass diese Corona-Krise bald vor\u00fcbergehen.<br \/>\nUnd schenke uns jetzt Mut und Zuversicht.<br \/>\nAmen.\u201c<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nSo etwas wie die Corona-Pandemie mit all ihren Folgen haben wir alle bisher noch nicht erlebt. Es geht um unsere Gesundheit, f\u00fcr manche um Leben und Tod. Um Einsamkeit und Gemeinschaftssinn. Um die wirtschaftliche Existenz und gro\u00dfe Einschr\u00e4nkungen. Um Trauer und Trost.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDarum ist es gut, wenn wir uns gerade jetzt darauf besinnen, dass wir beten k\u00f6nnen. Und dass wir es dann auch tun: immer wieder beten, f\u00fcr uns selbst und f\u00fcr andere. Denn Beten kann Furcht nehmen und stattdessen Kraft und Liebe geben.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nWie aber geht beten? Reichen meine eigenen Worte, die ja oft nichts als unfertige Gedanken sind? Oder bete ich einfach nur das Vaterunser? Wo konzentriere ich mich auf Gott und wie lange dauert das? Viele Menschen sind im Beten nicht mehr ge\u00fcbt.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nEs gibt kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist, mit Gott in Beziehung zu treten, egal ob jemand gl\u00fccklich oder entt\u00e4uscht, w\u00fctend oder traurig ist. Es ist sogar m\u00f6glich, mit dunklen Gef\u00fchlen wie Hass, Rachegedanken und Neid mit Gott in Kontakt zu treten. \u00bbIch darf Gott Vorw\u00fcrfe machen, ihm alles an den Kopf knallen und um Verwandlung bitten\u00ab, hat jemand mal erkl\u00e4rt. Man k\u00f6nne sich darauf verlassen, dass Gott einen besser kenne, als man es selber tue, und mit der ganzen Palette des eigenen Lebens vor ihn treten. Selbst unser Seufzen kann schon ein Gebet sein. Ein Gebet kann kurz sein. Ein Atemzug, ein Sto\u00dfseufzer, ein Amen. Das kann schon reichen.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nWichtig ist das bewusste Innehalten, vielleicht einmal am Tag, ganz bewusst und am besten immer zur gleichen Zeit. Und die Annahme, ja, das Grundvertrauen, dass Gott da ist, dass Gott h\u00f6rt. Auch wenn ich es nicht sofort best\u00e4tigt bekomme. Gerade dann, wenn mich die Angst oder der Zweifel zu \u00fcberw\u00e4ltigen drohen.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nVon Thorsten Latzel, dem Leiter der Evangelischen Akademie Frankfurt, stammt folgendes Gebet \u2013 es will eine Einladung sein, der wir gerne folgen d\u00fcrfen:&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n&#8220;&#8230; dass du h\u00f6rst.<br \/>\nEs gibt Zeiten, Gott,<br \/>\nda wei\u00df ich nicht,<br \/>\nwie du bist, ob du bist,<br \/>\nda ist es nur wichtig,<br \/>\ndass du h\u00f6rst. &nbsp;<br \/>\nDarauf hoffe ich,<br \/>\nwenn alles fraglich wird,<br \/>\nwenn die Welt, das Leben, ich selber<br \/>\nauf einmal verr\u00fccktspiele:<br \/>\ndass du h\u00f6rst.&nbsp;<br \/>\nDass du h\u00f6rst<br \/>\nmeine Sorgen und \u00c4ngste,<br \/>\nmeine sprachlosen Klagen<br \/>\nund das Gebet<br \/>\naller Fremden, Witwen und Waisen dieser Welt. &nbsp;<br \/>\nDass du sie h\u00f6rst,<br \/>\nselbst dann, wenn sie verstummen,<br \/>\nwenn ihr Leid die Sprache verschl\u00e4gt &#8211;<br \/>\nihnen, anderen, mir.<br \/>\nDu l\u00e4sst es an dich heran,<br \/>\nwenn niemand es mehr h\u00f6ren kann.&nbsp;<br \/>\nWeil du sie h\u00f6rst,<br \/>\nwill ich nicht schweigen,<br \/>\nwill ich f\u00fcr sie, von ihnen, mit ihnen sprechen<br \/>\nund selbst zum Ohr werden<br \/>\nwie du. &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/>\nAmen.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p><em>Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker<\/em><\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/mit-gott-in-beziehung-treten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mit Gott in Beziehung treten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinter uns liegt der Sonntag mit dem Namen \u201eRogate\u201c \u2013 hei\u00dft \u00fcbersetzt: \u201eBetet!\u201c Wir sind aufgefordert, zu beten.&nbsp;Beten stellt Kontakt mit Gott her. 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