{"id":17590,"date":"2021-05-19T11:06:00","date_gmt":"2021-05-19T09:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirchen-in-niedersachsen-streben-gemeinsamen-religionsunterricht-an-bildungsexperten-starten-einjaehrigen-diskussionsprozess\/"},"modified":"2021-05-20T11:17:43","modified_gmt":"2021-05-20T09:17:43","slug":"kirchen-in-niedersachsen-streben-gemeinsamen-religionsunterricht-an-bildungsexperten-starten-einjaehrigen-diskussionsprozess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirchen-in-niedersachsen-streben-gemeinsamen-religionsunterricht-an-bildungsexperten-starten-einjaehrigen-diskussionsprozess\/","title":{"rendered":"Kirchen in Niedersachsen streben gemeinsamen Religionsunterricht an &#8211; Bildungsexperten starten einj\u00e4hrigen Diskussionsprozess &#8211;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Hannover (epd). Die Kirchen in Niedersachsen streben einen gemeinsam verantworteten christlichen Religionsunterricht an den Schulen des Bundeslandes an. Dieser Vorschlag solle bis zum Mai 2022 mit den zust\u00e4ndigen staatlichen Stellen, den Religionslehrkr\u00e4ften und in den Kirchen diskutiert werden, k\u00fcndigten Bildungsexperten der evangelischen und katholischen Kirche am Mittwoch an. Auch Sch\u00fcler, Eltern und Ausbildungsst\u00e4tten sollten einbezogen werden. Das Modell sei bundesweit einmalig und gehe \u00fcber Kooperationen in anderen Bundesl\u00e4ndern hinaus. Andererseits wollten die nieders\u00e4chsischen Kirchen nicht so weit gehen wie etwa in Hamburg, wo Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mehrerer Religionsgemeinschaften gemeinsam unterrichtet werden.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Der geplante christliche Religionsunterricht soll f\u00fcr evangelische und katholische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gemeinsam erteilt werden. Dar\u00fcber hinaus sei er aber zugleich offen f\u00fcr alle anderen interessierten Kinder und Jugendlichen, betonte die Bevollm\u00e4chtigte der Konf\u00f6deration evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Oberlandeskirchenr\u00e4tin Kerstin G\u00e4fgen-Track. Es handele sich um ein benotetes Pflichtfach, das wie der bisherige konfessionell getrennte Religionsunterricht auch abiturf\u00e4hig sei. \u00abDer christliche Religionsunterricht wird gemeinsame Inhalte haben\u00bb, erl\u00e4uterte G\u00e4fgen-Track. \u00abEr wird aber auch die Unterschiede, die es zwischen evangelisch und katholisch weiterhin gibt, klar benennen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Das neue Fach k\u00f6nne nach Abschluss der Beratungen erstmals zum Schuljahr 2023\/24 angeboten werden, sagte der Leiter der Abteilung Schulen und Hochschulen im katholischen Bistum Osnabr\u00fcck, Winfried Verburg. Es trete dann an die Stelle des bisherigen evangelischen oder katholischen Religionsunterrichtes. Um den Unterricht zu organisieren, wollen die Kirchen eine gemeinsame evangelisch-katholische Stelle schaffen, die sich beispielsweise um die Ausbildung der Lehrkr\u00e4fte und um Lernmittel k\u00fcmmert.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die nieders\u00e4chsischen Kirchen arbeiteten beim Religionsunterricht bereits seit 30 Jahren zusammen, erl\u00e4uterte der Leiter der Hauptabteilung Bildung im katholischen Bistum Hildesheim, J\u00f6rg-Dieter W\u00e4chter. Beim konfessionell-kooperativen Unterricht k\u00f6nnten evangelische Sch\u00fcler auch bisher schon am katholischen Unterricht teilnehmen und umgekehrt. Dieses Modell solle nun weiterentwickelt werden: \u00abDer Sinn und die Plausibilit\u00e4t daf\u00fcr, Kinder nach Konfessionen zu trennen und zu sortieren, geht immer mehr verloren.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Laut W\u00e4chter sind in Niedersachsen gegenw\u00e4rtig 46 Prozent der Sch\u00fclern evangelisch und 16 Prozent katholisch. 23 Prozent seien ohne Bekenntnis, neun Prozent seien Muslime, und sechs Prozent geh\u00f6rten einer anderen Religion an. Demgegen\u00fcber n\u00e4hmen rund 75 Prozent der Sch\u00fcler an einem christlichen Religionsunterricht teil. \u00abDer Religionsunterricht ist ziemlich gut nachgefragt, und zwar \u00fcber den Kreis der eigenen Adressaten hinaus\u00bb, unterstrich W\u00e4chter.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die katholische Deutschen Bischofskonferenz erkl\u00e4rte, sie werde sich an dem Beratungsprozess in Niedersachsen beteiligen. \u00abEine abschlie\u00dfende Bewertung der Entwicklung des Religionsunterrichts in Niedersachsen ist erst am Ende dieses Prozesses m\u00f6glich\u00bb, sagte ihr Sprecher Matthias Kopp.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/kirchen-in-niedersachsen-streben-gemeinsamen-religionsunterricht-an-bildungsexperten-starten-einjaehrigen-diskussionsprozess\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kirchen in Niedersachsen streben gemeinsamen Religionsunterricht an &#8211; Bildungsexperten starten einj\u00e4hrigen Diskussionsprozess &#8211;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). 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