{"id":1766,"date":"2015-04-10T09:39:00","date_gmt":"2015-04-10T07:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ein-gutes-miteinander-das-ist-das-ziel\/"},"modified":"2015-04-10T09:39:00","modified_gmt":"2015-04-10T07:39:00","slug":"ein-gutes-miteinander-das-ist-das-ziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-gutes-miteinander-das-ist-das-ziel\/","title":{"rendered":"Ein gutes Miteinander, das ist das Ziel"},"content":{"rendered":"<p>\u201eKlar haben wir in der Kirchengemeinde Altengroden am Rande mal mitbekommen, dass in unserem Stadtteil auch Asylbewerber leben. Wirklich bewusst geworden ist es mir und vielen anderen aber erst an einem Sonntag Ende des vergangenen Jahres, denn da kam pl\u00f6tzlich ein Ehepaar mit seinem Kind zu uns in den Gottesdienst\u201c, berichtet Professor Dr. G\u00f6tz Str\u00f6msd\u00f6rfer. Diese zuf\u00e4llige Begegnung war der Ausl\u00f6ser f\u00fcr ein neues Projekt, das die Integration von Migrantenfamilien in den Mittelpunkt r\u00fcckt. <\/p>\n<p>Entstehen soll ein Caf\u00e9 oder ein Treffpunkt im evangelischen Gemeindehaus im Wilhelmshavener Stadtteil Altengroden. Ein Name muss noch gefunden werden, doch auf den Namen kommt es schlie\u00dflich nicht an. Verschiedene Institutionen und Gruppierungen aus der Stadtverwaltung und der evangelisch-oldenburgischen Kirche arbeiten dabei Hand in Hand, um Asylbewerbern eine schnellere Integration zu erm\u00f6glichen. Rainer P\u00e4sler von der Koordinierungsstelle f\u00fcr Migration und Teilhabe der Stadt Wilhelmshaven, R\u00fcdiger Schaarschmidt, Leiter des evangelischen Familienbildungsst\u00e4tte, Petra Meyer-Machtemes, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Diakonie in Wilhelmshaven, Imke Diefenbach vom Familienzentrum West, J\u00f6rg Ratzmann, Mitarbeiter beim Familienzentrum, Dorothea-Katharina Herbst, Pastorin in Altengroden und Gemeindemitglied und Ideengeber f\u00fcr das Projekt&nbsp; Prof. Dr. G\u00f6tz Str\u00f6msd\u00f6rfer stellten das Projekt jetzt vor. <\/p>\n<p>Worauf es ankommt, das entdeckten die Gemeindemitglieder in der Kirchengemeinde Altengroden bereits bei der Begegnung kurz vor Weihnachten: Die Verst\u00e4ndigung war sehr schwierig, das Ehepaar kam aus Albanien, der Vater sprach nur wenige Brocken Englisch. Seit kurzem lebten sie in Altengroden, einen Stadtteil, von dem aus die vier Familienzentren und andere Anlaufpunkte nur schwierig zu erreichen sind. <\/p>\n<p>Rund 300 Personen sind im vergangenen Jahr als Asylbewerber nach Wilhelmshaven gekommen, mindestens 500 werden in diesem Jahr noch erwartet, 70 Migranten leben derzeit in Altengroden, einem Stadtteil, in dem es etlichen Leerstand auf dem Wohnungsmarkt gibt. Deshalb wird hier auch mit weiterem verst\u00e4rktem Zuzug gerechnet. W\u00e4hrend die Menschen aus den unterschiedlichen Nationen auf das beh\u00f6rdliche Verfahren warten, d\u00fcrfen sie nicht arbeiten, sie haben aber auch keinen Anspruch auf Deutschunterricht. Und genau da ist der Knackpunkt. \u201eDie M\u00f6glichkeit des Spracherwerbs ist unglaublich wichtig um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, deshalb wollen wir vor allem die Gelegenheit bieten, Deutsch zu lernen\u201c, sagt R\u00fcdiger Schaarschmidt. Eine Integrationslotsin will den Sprachunterricht \u00fcbernehmen. Was weiter angeboten wird, wird sich zeigen, denn das richtet sich nach dem Bedarf derjenigen, die das Caf\u00e9 besuchen. Das Caf\u00e9 soll aber ausdr\u00fccklich nicht nur Treffpunkt der Migranten werden, \u201ewir wollen alle B\u00fcrger aus Altengroden von Anfang an mit einbinden\u201c, sagt Pastorin Herbst und verweist auf eine lange Tradition der Gemeinde in internationaler \u00d6kumene. <\/p>\n<p>In diesen Tagen geht es los, das Caf\u00e9 oder der Treffpunkt findet zun\u00e4chst immer freitags von 11 bis 12.30 Uhr statt. Mehrsprachige Einladungen wurden verschickt, au\u00dferdem sind ausdr\u00fccklich auch die langj\u00e4hrigen Einwohner des Stadtteils eingeladen. Ein gutes Miteinander soll es geben, das ist das Ziel. \u201eDas Gemeindehaus in Altengroden soll zur Keimzelle der Kommunikation werden\u201c, sagt Schaarschmidt und Meyer-Machtemes wirbt daf\u00fcr, die Zuwanderung als Chance zu sehen und diese gemeinsam zu nutzen. <\/p>\n<p>Die Herausforderungen beim verst\u00e4rkten Zuzug von Migranten sind schon jetzt deutlich zu sp\u00fcren. In Wilhelmshaven geht man aktiv auf die Aufgaben zu. \u201eWir haben viele Ehrenamtliche, die hier wertvolle Arbeit leisten\u201c, sagt P\u00e4sler und berichtet von mindestens einem neuen Kursus zur Ausbildung von weiteren Integrationslotsen, der in K\u00fcrze starten soll. <\/p>\n<p>Das \u201eMigrantencaf\u00e9\u201c in Altengroden soll zun\u00e4chst in eine Probephase gehen. Rund 3.000 Euro sind n\u00f6tig, um die Sachkosten abzudecken. Hier hoffen die Initiatoren noch auf Spenden.<br \/>\n<span style=\"font-style: italic\">Annette Kellin<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKlar haben wir in der Kirchengemeinde Altengroden am Rande mal mitbekommen, dass in unserem Stadtteil auch Asylbewerber leben. Wirklich bewusst geworden ist es mir und vielen anderen aber erst an einem Sonntag Ende des vergangenen Jahres, denn da kam pl\u00f6tzlich ein Ehepaar mit seinem Kind zu uns in den Gottesdienst\u201c, berichtet Professor Dr. G\u00f6tz Str\u00f6msd\u00f6rfer. Diese zuf\u00e4llige Begegnung war der Ausl\u00f6ser f\u00fcr ein neues Projekt, das die Integration von Migrantenfamilien in den Mittelpunkt r\u00fcckt. Entstehen soll ein Caf\u00e9 oder ein Treffpunkt im evangelischen Gemeindehaus im Wilhelmshavener Stadtteil Altengroden. 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