{"id":17667,"date":"2021-06-01T14:15:00","date_gmt":"2021-06-01T12:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ausstellung-in-oldenburg-zeigt-kolportage-literatur\/"},"modified":"2021-06-02T23:17:23","modified_gmt":"2021-06-02T21:17:23","slug":"ausstellung-in-oldenburg-zeigt-kolportage-literatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ausstellung-in-oldenburg-zeigt-kolportage-literatur\/","title":{"rendered":"Ausstellung in Oldenburg zeigt Kolportage-Literatur"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Oldenburg (epd). Popul\u00e4re Lesestoffe aus dem 19. Jahrhundert sind zurzeit in der Lande Bibliothek Oldenburg zu besichtigen. Die Ausstellung pr\u00e4sentiert bis zum 4. September sogenannte Kolportage-Literatur, wie die Bibliothek am Dienstag mitteilte. Die Texte behandeln Themen wie Verbrechen und Abenteuer, Katastrophen und Schlachten, heldenhafte Tugend und tragische Liebe.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Bezeichnung Kolportage-Literatur erkl\u00e4rt sich durch den Vertriebsweg der Texte. Kolporteure waren mobile H\u00e4ndler, die von T\u00fcr zu T\u00fcr gingen oder auf M\u00e4rkten und Sch\u00fctzenfesten auftraten. Sie versorgten Menschen mit Lesestoff, denen andere Zugangsm\u00f6glichkeiten zu Literatur verwehrt waren, etwa l\u00e4ndliche und kleinb\u00fcrgerliche Schichten.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Zu diesen Druckerzeugnissen geh\u00f6ren die Kolportage-Heftchen, die in der Ausstellung zu sehen sind: Kleinformatige, nicht sehr umfangreiche Drucke, die kosteng\u00fcnstig in hohen Auflagen produziert wurden. In der Regel bestehen sie aus einer Erz\u00e4hlung und einem Lied, das die jeweilige Erz\u00e4hlung zusammenfasst und auf den M\u00e4rkten vorgetragen werden konnte. Weil die Vortragenden dabei auf einer Bank standen, nannte man sie auch B\u00e4nkels\u00e4nger.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Landesbibliothek Oldenburg verf\u00fcgt nach eigenen Angaben \u00fcber eine einzigartige Sammlung von rund 800 Kolportage-Heftchen und Lieddrucken des 19. Jahrhunderts, die von der Forschung bisher kaum beachtet wurde. Die meisten Exemplare entstammen den 1850er und -60er Jahren und wurden im Oldenburgischen gedruckt und vertrieben, also dem Gebiet des ehemaligen Gro\u00dfherzogtums. Die Sammlung geht haupts\u00e4chlich auf zwei Quellen zur\u00fcck: Eine Zensurstelle, die in der Gro\u00dfherzoglichen \u00d6ffentlichen Bibliothek von 1836 bis 1848 bestand, sowie die Privatsammlung des Oldenburger Juristen Ludwig Strackerjan (1825-1881), der schon als Student \u00abfliegende Bl\u00e4tter\u00bb gesammelt hatte.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/ausstellung-in-oldenburg-zeigt-kolportage-literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausstellung in Oldenburg zeigt Kolportage-Literatur<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). Popul\u00e4re Lesestoffe aus dem 19. Jahrhundert sind zurzeit in der Lande Bibliothek Oldenburg zu besichtigen. Die Ausstellung pr\u00e4sentiert bis zum 4. September sogenannte Kolportage-Literatur, wie die Bibliothek am Dienstag mitteilte. 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