{"id":17706,"date":"2021-06-08T00:01:00","date_gmt":"2021-06-07T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wer-euch-hoert-der-hoert-mich-und-wer-euch-verachtet-der-verachtet-mich\/"},"modified":"2021-06-08T11:17:52","modified_gmt":"2021-06-08T09:17:52","slug":"wer-euch-hoert-der-hoert-mich-und-wer-euch-verachtet-der-verachtet-mich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wer-euch-hoert-der-hoert-mich-und-wer-euch-verachtet-der-verachtet-mich\/","title":{"rendered":"Wer euch h\u00f6rt, der h\u00f6rt mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich."},"content":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde,<br \/>\nder Wochenspruch aus dem Lukasevangelium im 10. Kapitel traut uns Christinnen und Christen eine ganz besondere Rolle zu \u2013 kann das jedoch heute nicht allein als Herausforderung, sondern auch als Zumutung erfahren werden? Er steht in engem Zusammenhang damit, dass Jesus 72 \u2013 andere Fassungen dieses Abschnittes erw\u00e4hnen hier 70 \u2013 seiner J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger aussendet, die die frohe Botschaft des Evangeliums als Botinnen und Boten verbreiten sollen.<\/p>\n<p>Daran wird zun\u00e4chst deutlich: Gott selbst kann nur in dem Ma\u00df wirken, wie sein Wort weitergegeben wird. Dazu sind wir, so d\u00fcrfen wir weiter schlussfolgern, als Christinnen und Christen damals wie heute aufgerufen. Und damit stehen wir Glaubenden damals wie heute in der Verantwortung, das Evangelium verst\u00e4ndlich und vollst\u00e4ndig zu verk\u00fcndigen. Dabei bleibt Jesus realistisch: er rechnet durchaus damit, dass seine Ausgesandten nicht \u00fcberall auf offene Ohren, sondern eben auch auf Desinteresse, Schulterzucken und Ablehnung sto\u00dfen werden. Wem, die sich ihrer Kirchen und ihrem Glauben verantwortlich gegen\u00fcber f\u00fchlen, k\u00e4me das nicht auch heute bekannt vor, leider?<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDie Herausforderung, das Evangelium verst\u00e4ndlich zu verk\u00fcnden, ist gro\u00df. Und heute kann sie auch als Zumutung erfahren werden. Denn deutlich ist: Glaubende werden heute in der \u00d6ffentlichkeit nicht nur als diejenigen gesehen, die das Evangelium von Gottes Liebe zu allen Menschen mit Worten verk\u00fcndigen und in Taten beispielhaft umsetzen wollen. Gerade in der Art und Weise, wie sich viele Glaubenden heute kritischen Anfragen stellen m\u00fcssen wird nach meiner Auffassung deutlich, dass Glaubende das Evangelium nicht nur verk\u00fcndigen sollen, sondern es auch selbst verk\u00f6rpern m\u00fcssen. Das kann sehr fordernd sein.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nAn schwierigen Zusammenh\u00e4ngen oder Beschl\u00fcssen ist das zu erkennen. So hat es sich die Synode unserer Kirche nach intensiven Beratungen nicht leicht gemacht mit ihrem Beschluss, die kirchliche Tr\u00e4gerschaft des Blockhauses Ahlhorn zu beenden. Als unmittelbare Folge f\u00fcr die betroffenen Mitarbeitenden ist der Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen mehr als schmerzhaft, keine Frage. Doch w\u00e4re ein \u201aWeiter so!\u2018 zu verantworten gewesen? Ich denke: Nein! Um es also klipp und klar zu schreiben: Ich halte den getroffenen Beschluss f\u00fcr richtig und unterst\u00fctze ihn.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nSchon im Vorfeld des Beschlusses wie auch nach der Synodentagung wurde in den sozialen Medien und in den Leserbriefspalten eifrig geschrieben, gebloggt und kommentiert. Viele Stellungnahmen blicken dabei auf das Blockhaus als eine Art Gemeindehaus f\u00fcr die gesamte Kirche verkl\u00e4rend zur\u00fcck. Das war zu erwarten und zeigt einmal mehr, wie emotional hochbesetzt diesen Vorgang war und ist. Es gibt aber auch andere, die danach fragen, wer die politische Verantwortung f\u00fcr diese Beschlusslage tr\u00e4gt.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nEin langer Zeitraum, ein komplexer Sachverhalt und viele Beteiligte, auf die Frage nach der politischen Verantwortung gibt es wohl keine einfachen Antworten. Wichtig ist dabei zum einen: es geht um Verantwortung, nicht um Schuld. Und zum anderen: es geht eben auch darum, sich dieser Verantwortung zu stellen. Und damit geht es auch um die Glaubw\u00fcrdigkeit der Verk\u00fcndigung. Deshalb: der Wochenspruch traut uns einiges zu und mutet uns einiges zu. Er ist ein m\u00f6glicherweise unbequemer Teil des Evangeliums. Er ermutigt uns, uns auch schwierigen Diskussionen zu stellen. Christen d\u00fcrfen dabei auf eins vertrauen: sie sitzen oft zwischen den St\u00fchlen, jedoch immer unter dem Schirm des H\u00f6chsten!<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n<em>Pfarrer Olaf Grobleben, Beauftragter f\u00fcr Ethik und Weltanschauungsfragen.<\/em><\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/wer-euch-hoert-der-hoert-mich-und-wer-euch-verachtet-der-verachtet-mich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wer euch h\u00f6rt, der h\u00f6rt mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde, der Wochenspruch aus dem Lukasevangelium im 10. Kapitel traut uns Christinnen und Christen eine ganz besondere Rolle zu \u2013 kann das jedoch heute nicht allein als Herausforderung, sondern auch als Zumutung erfahren werden? Er steht in engem Zusammenhang damit, dass Jesus 72 \u2013 andere Fassungen dieses Abschnittes erw\u00e4hnen hier 70 \u2013 seiner J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger aussendet, die die frohe Botschaft des Evangeliums als Botinnen und Boten verbreiten sollen. Daran wird zun\u00e4chst deutlich: Gott selbst kann nur in dem Ma\u00df wirken, wie sein Wort weitergegeben wird. Dazu sind wir, so d\u00fcrfen wir weiter schlussfolgern, als Christinnen und Christen damals&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-17706","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17706"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17706\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17707,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17706\/revisions\/17707"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}