{"id":17793,"date":"2021-06-20T10:29:00","date_gmt":"2021-06-20T08:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kinderschutz-expertin-hilfe-muss-leichter-zu-familien-kommen\/"},"modified":"2021-06-21T11:17:52","modified_gmt":"2021-06-21T09:17:52","slug":"kinderschutz-expertin-hilfe-muss-leichter-zu-familien-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kinderschutz-expertin-hilfe-muss-leichter-zu-familien-kommen\/","title":{"rendered":"Kinderschutz-Expertin: Hilfe muss leichter zu Familien kommen"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Oldenburg (epd). Die Kinderschutzexpertin Mareike van&#8217;t Zet rechnet mit einer massiven Zunahme von Kindeswohlgef\u00e4hrdungen infolge der Corona-Pandemie. \u00abWir kennen die Risiko-Faktoren\u00bb, sagte die Leiterin des Oldenburger Kinderschutz-Zentrums im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). \u00abAls Kindersch\u00fctzerinnen wissen wir: Umso mehr Druck in Familien und ihrem Umfeld herrscht, umso mehr steigen Angst und Verunsicherung. Umso schlechter die Entlastungssysteme wirken k\u00f6nnen, umso mehr steigt das Risiko gewaltt\u00e4tiger Entladungen bei Erwachsenen, denen die Nerven durchbrennen, weil sie sowieso schon blankliegen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Isolation im Lockdown habe die Situation f\u00fcr betroffene Kinder und Jugendliche versch\u00e4rft. \u00abWir gehen davon aus, dass Kinder derzeit viel weniger in der Lage sind, \u00fcber Erlebtes zu sprechen\u00bb, erl\u00e4uterte die Kinderschutz-Expertin. Viele soziale Bez\u00fcge wie etwa die Schule, in denen sie sonst in Kontakt mit Vertrauenspersonen kommen k\u00f6nnten, seien weggebrochen. Diese Vertrauten k\u00f6nnten die Not in der Familie der Kinder erkennen und sie in Hilfesysteme wie das Kinderschutz-Zentrum weitervermitteln.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Doch die Isolation betreffe auch die Eltern. Kurzarbeit und insbesondere die Sorge um den Arbeitsplatz und die wirtschaftliche Absicherung spielten eine gro\u00dfe Rolle: \u00abJe h\u00f6her der Grad der Isolation nach au\u00dfen, desto st\u00e4rker w\u00e4chst das Risiko h\u00e4uslicher Gewalt. Gerade im Lockdown k\u00f6nne dies vom sozialen Umfeld nicht wahrgenommen werden. Damit steige die Gefahr, dass sich der Prozess verstetige.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Um ersch\u00f6pften Eltern, \u00bbdie kurz vor dem Durchbrennen sind\u00ab, und betroffenen Kindern schneller helfen zu k\u00f6nnen, seien mehr niedrigschwellige Angebote n\u00f6tig. \u00bbWir brauchen dazu mehr Menschen und Ressourcen\u00ab, forderte van&#8217;t Zet: \u00bbDenn im Zweifel ben\u00f6tigen Eltern in Not sofort Unterst\u00fctzung.\u00ab<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Expertin verwies auf das Hilfsangebot \u00bbNummer gegen Kummer\u00ab unter <a href=\"http:\/\/www.elterntelefon.info\">www.elterntelefon.info<\/a> und der bundesweiten kostenlosen Telefonnummer 0800\/1110550. Diese Nummer sei montags bis freitags von&nbsp;9 bis 17 Uhr und dienstags und donnerstags sogar bis 19 Uhr besetzt. \u00bbSich hier in Momenten gro\u00dfer Anspannung Hilfe zu suchen, kann eine Situation erst einmal entlasten\u00ab, sagte van&#8217;t Zet. F\u00fcr die weitere Suche nach L\u00f6sungen in scheinbar ausweglosen Situationen empfehle sie die Kontaktaufnahme mit einer Beratungsstelle wie dem Kinderschutz-Zentrum. Hier sei ein Termin zumeist innerhalb einer Woche m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Um leichter mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen, seien mehr betreute Aktivit\u00e4ten in den sozialen Netzen w\u00fcnschenswert. \u00bbWir brauchen beispielsweise einen Hilfebutton bei Snapchat, TikTok und den anderen sozialen Medien, der die Jugendlichen und Kinder neugierig macht. Aber wenn sie dann auf einen Kontakt klicken, muss ihnen auch ein Mensch antworten.&#8221; Einfach nur ein Link zur n\u00e4chsten Beratungsstelle reiche nicht aus, sagte die Expertin.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/kinderschutz-expertin-hilfe-muss-leichter-zu-familien-kommen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kinderschutz-Expertin: Hilfe muss leichter zu Familien kommen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). Die Kinderschutzexpertin Mareike van&#8217;t Zet rechnet mit einer massiven Zunahme von Kindeswohlgef\u00e4hrdungen infolge der Corona-Pandemie. \u00abWir kennen die Risiko-Faktoren\u00bb, sagte die Leiterin des Oldenburger Kinderschutz-Zentrums im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). \u00abAls Kindersch\u00fctzerinnen wissen wir: Umso mehr Druck in Familien und ihrem Umfeld herrscht, umso mehr steigen Angst und Verunsicherung. 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