{"id":17814,"date":"2021-06-23T09:36:00","date_gmt":"2021-06-23T07:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/regionalbischof-fordert-mehr-feingefuehl-im-miteinander-der-religionen\/"},"modified":"2021-06-24T11:18:12","modified_gmt":"2021-06-24T09:18:12","slug":"regionalbischof-fordert-mehr-feingefuehl-im-miteinander-der-religionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/regionalbischof-fordert-mehr-feingefuehl-im-miteinander-der-religionen\/","title":{"rendered":"Regionalbischof fordert mehr Feingef\u00fchl im Miteinander der Religionen"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Osnabr\u00fcck (epd). Der Osnabr\u00fccker evangelische Regionalbischof Friedrich Selter hat die Christen zu mehr Sensibilit\u00e4t im Miteinander mit Juden und Menschen anderer Religionen insgesamt aufgerufen. \u00abWir brauchen mehr Feingef\u00fchl daf\u00fcr, was den anderen ehrt oder verletzt\u00bb, sagte Selter am Mittwoch im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Wichtig sei dies \u00fcberall dort, wo Menschen unterschiedlicher Religionen zusammenk\u00e4men, etwa in Krankenh\u00e4usern, Schulen, Kitas oder am Arbeitsplatz.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die im Grundgesetz verankerte Religions- und Glaubensfreiheit bedeute auch eine Verpflichtung, sagte Selter im Blick auf das Festjahr zum 1.700-j\u00e4hrigen Bestehen des j\u00fcdischen Lebens in Deutschland: \u00abWir sind es besonders den Menschen in L\u00e4ndern, in denen diese Freiheit unterdr\u00fcckt wird, schuldig zu zeigen, dass die Angeh\u00f6rigen der unterschiedlichen Religionen friedlich zusammenleben und sich gegenseitig respektieren k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Dass Akzeptanz nicht immer leicht sei, zeige ein Beispiel aus dem Miteinander von Kirchengemeinden und orthodoxen Synagogengemeinden. W\u00e4hrend Christinnen und Christen unbefangen einer Einladung in eine Synagoge folgen k\u00f6nnten, werde ein orthodoxer Jude niemals einen christlichen Gottesdienst besuchen, sagte Selter. Das christliche Bekenntnis zum dreieinigen Gott &#8211; Vater, Sohn und Heiliger Geist &#8211; und vor allem das Bekenntnis zu Jesus als dem verhei\u00dfenen Christus stehe dem j\u00fcdischen Warten auf das Kommen des Messias entgegen. \u00abZu akzeptieren, dass uns hier etwas Grundlegendes trennt, verlangt uns einiges ab.\u00bb Andererseits sei das, was Christen und Juden verbinde, umso kostbarer. \u00abDarum bin ich dankbar f\u00fcr jede gute und freundschaftliche Begegnung.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Um ein Feingef\u00fchl und auch Verst\u00e4ndnis entwickeln zu k\u00f6nnen, m\u00fcssten Christen allerdings mehr \u00fcber das Judentum erfahren, forderte der Regionalbischof. Wer sich etwa mit dem Schabbat besch\u00e4ftige, k\u00f6nne darin vielleicht sogar neue Anregungen f\u00fcr die eigene Gestaltung des christlichen Sonntags finden. Viele Juden betrachteten diesen Feiertag wirklich als Auszeit, an dem sie ganz in die Welt der Gebete und des Zusammenseins mit der Familie und Gemeindemitgliedern eintauchten. \u00abEs w\u00fcrde sich lohnen, wenn unsere Gesellschaft ebenfalls einen solchen Ruhetag wiederentdecken w\u00fcrde. Eine Ruhezeit f\u00fcr die ganze Sch\u00f6pfung w\u00fcrde Freir\u00e4ume f\u00fcr Besinnung und Erholung schaffen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Selter regte an, mehr Zusammenk\u00fcnfte an \u00abreligi\u00f6s neutralen Orten\u00bb zu erm\u00f6glichen und zu organisieren, bei denen Menschen sich auf Augenh\u00f6he begegnen k\u00f6nnten. St\u00e4dtische Feste der Religionen oder multireligi\u00f6se Stra\u00dfenfeste habe er als Bereicherung erlebt: \u00abIch bin Fan einer bunten Gesellschaft. Ich muss nicht um die halbe Welt reisen, um andere Kulturen kennenzulernen, sondern kann das in unseren St\u00e4dten erleben.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Der Regionalbischof erinnerte an die Gedenkfeiern in zahlreichen St\u00e4dten f\u00fcr die Opfer der Corona-Pandemie, an denen selbstverst\u00e4ndlich Juden, Christen, Muslime und Vertreter weiterer Religionen teilgenommen h\u00e4tten. \u00abBei diesen elementaren Dingen des Lebens wie Tod, Trauer, aber auch Hoffnung stehen wir Seite an Seite.&nbsp;Und das ist auch gut so.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/regionalbischof-fordert-mehr-feingefuehl-im-miteinander-der-religionen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Regionalbischof fordert mehr Feingef\u00fchl im Miteinander der Religionen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). 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