{"id":17855,"date":"2021-07-01T00:01:00","date_gmt":"2021-06-30T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/mehr-als-70-frauen-aufgenommen\/"},"modified":"2021-07-01T11:17:50","modified_gmt":"2021-07-01T09:17:50","slug":"mehr-als-70-frauen-aufgenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/mehr-als-70-frauen-aufgenommen\/","title":{"rendered":"Mehr als 70 Frauen aufgenommen"},"content":{"rendered":"<p>Ja, es gibt einen Weg, die Gewalt hinter sich zu lassen. Diese Erfahrung machen Frauen und ihre Kinder seit einem Jahr im Frauenhaus der Landkreise Ammerland und Wesermarsch, das vom Diakonischen Werk Oldenburger Land betrieben wird. Seit dem 1. Juli 2020 finden Frauen und ihre Kinder dort Schutz vor Gewalt. Seitdem konnten bereits mehr als 70 Frauen und 70 Kinder aufgenommen werden.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n\u201eWenn die Frauen zu uns kommen, sind Sie sehr aufgew\u00fchlt\u201c, berichtet die Leiterin der Einrichtung. Die erste Kontaktaufnahme findet immer telefonisch oder durch die direkte Zuweisung der Frau durch die Polizei statt. \u201eIn dem Telefongespr\u00e4ch wird zun\u00e4chst die Gefahrenlage abgekl\u00e4rt und besprochen, wie und wann die Frauen und Kinder in das Frauen- und Kinderschutzhaus gelangen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt sie die Aufnahmeprozedur. In der ersten Zeit im Frauenhaus kann das Team immer wieder erleben, wie bei den Frauen und Kindern langsam das Lachen zur\u00fcckkehrt. \u201eOft haben diese Frauen alles aufgegeben. Und sie wagen den Neuanfang. Nat\u00fcrlich ist es ein langer und schwieriger Weg aber im Frauenhaus k\u00f6nnen sie die ersten Schritte begleitet gehen\u201c, erz\u00e4hlt die Leiterin des Frauenhauses.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDie Frauen sind sehr dankbar f\u00fcr die Hilfe. \u201eHier komme ich zum ersten Mal zur Ruhe.\u201c &nbsp;\u201eNoch nie hat sich jemand so f\u00fcr mich eingesetzt.\u201c So schildern die Frauen, wie sie die Unterst\u00fctzung im Frauenhaus erleben. Die Hilfe endet aber nicht mit dem Auszug. \u201eUns ist auch die Nachbetreuung wichtig, damit die Frauen ihren Weg weitergehen k\u00f6nnen\u201c, sagt die Leiterin des Frauenhauses. Viele Frauen seien im Frauenhaus erstmals f\u00fcr ihre eigenen Finanzen verantwortlich. Eine gro\u00dfe Umstellung, f\u00fcr die Betroffenen. Unter den Bewohnerinnen gibt es einen konstanten gro\u00dfen Anteil von sehr jungen Frauen und Frauen bis zu 30 Jahren. Die Frauen kommen nicht nur aus den Landkreisen Ammerland und Wesermarsch und der Umgebung, sondern teilweise aus ganz Deutschland. \u201eDie Gef\u00e4hrdungslage macht es oft notwendig, die Frauen nicht in der N\u00e4he ihres Wohnortes unterzubringen\u201c, erl\u00e4utert die Leiterin des Frauenhauses.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDas Frauenhaus ist seit seiner Er\u00f6ffnung voll belegt. Deshalb konnten auch schon Frauen nicht aufgenommen werden. \u201eDer Bedarf an Pl\u00e4tzen in Frauenh\u00e4usern ist gro\u00df\u201c, betont Franz-Josef Franke, Leiter Gemeinwesenorientierte Diakonie. Es sei eine wichtige Aufgabe, den Frauen die notwendigen Schutzr\u00e4ume vor jeder Form von Gewalt zu bieten. Denn h\u00e4usliche Gewalt kommt h\u00e4ufig in Mischformen vor, die Aspekte sowohl psychischer, physischer, sexualisierter, sozialer oder auch \u00f6konomischer Gewalt enthalten.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nUm diese Erfahrungen zu \u00fcberwinden spielt die Beratung durch die vier Sozialp\u00e4dagoginnen in der Einrichtung eine gro\u00dfe Rolle. Auch die Unterst\u00fctzung bei der Stellung von Antr\u00e4gen und die Zusammenarbeit mit Opferschutzinstitutionen, \u00c4rzten, Gerichten, Polizei, Kitas, ist wichtig. \u201eZus\u00e4tzlich finden in unserem Haus spezifische Angebote f\u00fcr Kinder statt und auch eine Anleitung in hauswirtschaftlichen Belangen. Letztendlich ist die \u201eHilfe zur Selbsthilfe\u201c aber eine wichtige Grundlage der Arbeit, um gemeinsam mit den Frauen eine tragf\u00e4hige Perspektive f\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben zu erarbeiten\u201c, fasst es die Leiterin des Frauenhauses zusammen.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nEine besondere Herausforderung sind dabei Sprachbarrieren. Viele Frauen mit Migrationshintergrund, die Hilfe suchten, verf\u00fcgten \u00fcber keine oder nur sehr geringe deutsche oder englische Sprachkenntnisse. Die Kommunikation zur Hilfe gestaltete sich daher als besonders schwierig. In einigen F\u00e4llen erfolgte die Verst\u00e4ndigung mit Hilfe von \u00dcbersetzungsprogrammen am PC, in anderen Situationen war es m\u00f6glich den Sprachmittler-Pool des Landkreises in Anspruch zu nehmen oder andere Dolmetscher.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n<strong>Info Frauenhaus<\/strong><br \/>\nDas Frauen- und Kinderschutzhaus bietet 12 Wohneinheiten. Diese sind unterschiedlich mit R\u00e4umen und Schlafm\u00f6glichkeiten ausgestattet. Insgesamt bietet das Frauen- und Kinderschutzhaus fest installierte Schlafm\u00f6glichkeiten f\u00fcr 12 Frauen und bis zu 21 Kinder und Jugendliche. \u00dcber den Tag verteilt sind vier Mitarbeiterinnen f\u00fcr die Frauen da. Sie werden erg\u00e4nzt durch zwei P\u00e4dagoginnen f\u00fcr die Kinder, eine Verwaltungs- und eine Hauswirtschaftskraft jeweils in Teilzeit. Auch nachts und an Feiertagen und Wochenenden ist immer eine Mitarbeiterin vor Ort.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDas Frauenhaus ist rund um die Uhr unter Tel.: 0441 &#8211; 21 00 14 95 erreichbar. Auf der Internetseite finden Betroffene Hinweise, wie sie sich vorbereiten k\u00f6nnen und wo sie weitere Unterst\u00fctzung bekommen k\u00f6nnen <a href=\"www.frauenhaus-diakonie.de\">www.frauenhaus-diakonie.de<\/a><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/mehr-als-70-frauen-aufgenommen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr als 70 Frauen aufgenommen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, es gibt einen Weg, die Gewalt hinter sich zu lassen. Diese Erfahrung machen Frauen und ihre Kinder seit einem Jahr im Frauenhaus der Landkreise Ammerland und Wesermarsch, das vom Diakonischen Werk Oldenburger Land betrieben wird. Seit dem 1. Juli 2020 finden Frauen und ihre Kinder dort Schutz vor Gewalt. Seitdem konnten bereits mehr als 70 Frauen und 70 Kinder aufgenommen werden. &nbsp; &nbsp; \u201eWenn die Frauen zu uns kommen, sind Sie sehr aufgew\u00fchlt\u201c, berichtet die Leiterin der Einrichtung. 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