{"id":18121,"date":"2021-07-16T09:12:00","date_gmt":"2021-07-16T07:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/experte-umgang-mit-wasser-muss-sich-grundlegend-aendern\/"},"modified":"2021-07-19T11:17:21","modified_gmt":"2021-07-19T09:17:21","slug":"experte-umgang-mit-wasser-muss-sich-grundlegend-aendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/experte-umgang-mit-wasser-muss-sich-grundlegend-aendern\/","title":{"rendered":"Experte: Umgang mit Wasser muss sich grundlegend \u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Osnabr\u00fcck (epd). J\u00fcngste Starkregen und \u00dcberschwemmungen in Teilen Deutschlands sind nach Ansicht des Wissenschaftlers Maximilian Hempel ein Zeichen unter vielen, dass sich der Umgang mit Grund- und Oberfl\u00e4chenwasser grundlegend \u00e4ndern muss. So m\u00fcssten in urbanen Gebieten etwa Dachbegr\u00fcnung, aber auch die Mehrfachnutzung von beispielsweise Sportpl\u00e4tzen, Parks oder G\u00e4rten als \u00dcberflutungsfl\u00e4chen bei Planungen eine verst\u00e4rkte Rolle spielen, sagte der Abteilungsleiter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt f\u00fcr den Bereich Umweltforschung und Naturschutz dem Evangelischen Pressedienst (epd). \u00abStarkregen wird in Zukunft noch zunehmen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Aus diesem Grund besch\u00e4ftige sich das Bundesland Bremen bereits seit 2011 in den DBU-Projekten \u00abKlimaAnpassungsStrategie Extreme Regenereignisse (KLAS)\u00bb und \u00abAuskunfts- und Informationssystem Starkregenvorsorge\u00bb (AIS) intensiv mit der Frage, welche Anpassungen zuk\u00fcnftig n\u00f6tig sind. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger k\u00f6nnen mit Hilfe der erstellten Karte das Risiko f\u00fcr ihr eigenes Grundst\u00fcck absch\u00e4tzen und selbst Ma\u00dfnahmen ergreifen, erl\u00e4uterte Hempel. Auch andere Kommunen h\u00e4tten bereits Interesse daran gezeigt. Besonders f\u00fcr kleinere Kommunen sei AIS eine echte Hilfe, um das Thema Starkregenvorsorge aktiv anzugehen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Ziel m\u00fcsse eine sogenannte \u00abSchwammstadt\u00bb sein, die in der Lage sei, Wasser in ausreichendem Ma\u00df zwischenzuspeichern und zur\u00fcckzuhalten statt es direkt abzuf\u00fchren, sagte Hempel. Das gelte gerade mit Blick auf steigende Temperaturen, die Starkregenereignisse grunds\u00e4tzlich beg\u00fcnstigten. \u00abAls Faustformel gilt, dass jedes Grad Celsius mehr rund sieben Prozent mehr Wasser in den Wolken bedeutet.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Doch auch in weiteren Bereichen gelte es, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen, betonte Hempel. So sei es in der Forst- und Landwirtschaft entscheidend, wie Wasser verteilt werden k\u00f6nne. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge habe sich tats\u00e4chlich nicht entscheidend ver\u00e4ndert, betonte Hempel. Es sei allerdings zu beobachten, dass in der Vegetationsperiode weniger Niederschlag falle. \u00abFeuchtere Winter bringen wenig, wenn das Wasser in den Monaten fehlt, wo Pflanzen wachsen sollen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Technische L\u00f6sungen wie Tr\u00f6pfchenberegnung oder auch gezielte Vorgaben f\u00fcr den Betrieb von gro\u00dfen Feldberegnungsanlagen k\u00f6nnten den Wasserverbrauch in der Landwirtschaft optimieren und auch Grundwasserspeicher schonen, sagte Hempel. Gerade Grundwasser sei zwar oftmals ausreichend vorhanden, aber \u00abauch ein gut gef\u00fcllter, jedoch um 50 Zentimeter abgesackter Speicher kann bedeuten, dass Pflanzen nicht mehr ausreichend versorgt werden\u00bb. Renaturierte Flussl\u00e4ufe oder aufgestaute Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben seien zudem geeignete Mittel, um Wasser in der Landschaft zu halten.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Generell seien im l\u00e4ndlichen Raum bei all diesen M\u00f6glichkeiten regionale Wasser-Konzepte zielf\u00fchrend, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Beh\u00f6rden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden m\u00fcssten, sagte Hempel. Die Interessen der Wasserverbraucher k\u00f6nnten nur in einer gemeinsamen Anstrengung in Einklang gebracht werden. Am Ende k\u00f6nne dann etwa f\u00fcr ein Wasser-Einzugsgebiet eine wasserwirtschaftliche Raumordnung stehen, die die verschiedenen Bedarfe austariere.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/experte-umgang-mit-wasser-muss-sich-grundlegend-aendern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Experte: Umgang mit Wasser muss sich grundlegend \u00e4ndern<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). J\u00fcngste Starkregen und \u00dcberschwemmungen in Teilen Deutschlands sind nach Ansicht des Wissenschaftlers Maximilian Hempel ein Zeichen unter vielen, dass sich der Umgang mit Grund- und Oberfl\u00e4chenwasser grundlegend \u00e4ndern muss. 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