{"id":18246,"date":"2021-07-28T10:00:00","date_gmt":"2021-07-28T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/nach-antisemitischem-anschlag-schmierereien-zum-grossteil-beseitigt-kundgebung-am-abend-soll-solidaritaet-mit-juden-demonstrieren\/"},"modified":"2021-07-29T11:17:27","modified_gmt":"2021-07-29T09:17:27","slug":"nach-antisemitischem-anschlag-schmierereien-zum-grossteil-beseitigt-kundgebung-am-abend-soll-solidaritaet-mit-juden-demonstrieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/nach-antisemitischem-anschlag-schmierereien-zum-grossteil-beseitigt-kundgebung-am-abend-soll-solidaritaet-mit-juden-demonstrieren\/","title":{"rendered":"Nach antisemitischem Anschlag: Schmierereien zum Gro\u00dfteil beseitigt &#8211; Kundgebung am Abend soll Solidarit\u00e4t mit Juden demonstrieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">In Oldenburg wurde eine Gedenktafel f\u00fcr j\u00fcdische Opfer des Nationalsozialismus mit antisemitischen Parolen beschmiert. Vertreter von Stadt, Juden und Christen verurteilen die Tat und rufen zum Engagement f\u00fcr Demokratie auf.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Oldenburg (epd). Die Schmierereien an der Gedenkwand f\u00fcr die j\u00fcdischen Opfer des Nationalsozialismus in Oldenburg sind nach einem antisemitischen Anschlag vom Dienstag zum gro\u00dfen Teil beseitigt. Nachdem Unbekannte das Mahnmal mit judenfeindlichen Parolen beschmiert hatten, habe eine Reinigungsfirma am Mittwoch die Vorderseite komplett gereinigt, sagte ein Sprecher der Stadt dem Evangelischen Pressedienst (epd). Um letzte Spuren auf der R\u00fcckseite zu entfernen, werde die Stadt eine Spezialfirma beauftragen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Polizei hat noch keine Hinweise auf den oder die T\u00e4ter. Der Staatsschutz werde weiter in alle Richtungen ermitteln, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hofften auf Hinweise von Zeugen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Vorsitzende der J\u00fcdischen Gemeinde zu Oldenburg, Elisabeth Schlesinger verurteilte den Anschlag scharf. Er solle offenbar Angst sch\u00fcren und Bedrohung signalisieren. Es sei \u00abuns\u00e4glich\u00bb, dass die Namen der 175 von den Nazis ermordeten Oldenburger Juden entehrt und gesch\u00e4ndet worden seien. Noch dazu sei dies in in aller \u00d6ffentlichkeit und am helllichten Tag, an exponierter Stelle geschehen, sagte Schlesinger. Sie hoffe, dass die Tat \u00abvon einer couragierten Zivilgesellschaft als Appell verstanden wird, sich unerschrocken f\u00fcr den Erhalt von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und freier Religionsaus\u00fcbung einzusetzen\u00bb.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Elke Heger, Vorsitzende der Gesellschaft f\u00fcr Christlich-J\u00fcdische Zusammenarbeit, zeigte sich geschockt, dass gerade in Oldenburg ein solcher Anschlag passiert sei. Sie wies auf die J\u00fcdischen Studien an der Universit\u00e4t und viele Projekte zur Erinnerungskultur hin. Sie selbst habe \u00dcberlebende und Verwandte der ermordeten Juden zur Gedenkwand begleitet. \u00abIch habe ihre Tr\u00e4nen gesehen und ich sch\u00e4me mich daf\u00fcr, dass die Namen jetzt so gesch\u00e4ndet wurden.\u00bb<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Oldenburg hat f\u00fcr den Mittwochabend zu einer Protest-Kundgebung vor dem Mahnmal aufgerufen. Er erwarte 50 bis 100 Teilnehmende, sagte Klaus Th\u00f6rner, Vorsitzender der Gesellschaft. Es sei wichtig, gegen den zunehmenden Antisemitismus immer wieder die Stimme zu erheben, egal ob er aus der Neonazi-Ecke stamme oder arabisch gepr\u00e4gt sei. In Schulen und auch in Integrationskursen m\u00fcsse viel mehr f\u00fcr Antisemitismus-Pr\u00e4vention getan werden, forderte der Vorsitzende<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Oberb\u00fcrgermeister J\u00fcrgen Krogmann (SPD) hatte sich noch am Dienstag best\u00fcrzt \u00fcber den Anschlag gezeigt. Er sei ersch\u00fcttert \u00ab\u00fcber diese Tat, die das Gedenken an die j\u00fcdischen Opfer des Nationalsozialismus auf sch\u00e4ndliche Weise beschmutzt. Ich verurteile diesen sinnlosen Anschlag aufs Sch\u00e4rfste.\u00bb Die Solidarit\u00e4t mit der J\u00fcdischen Gemeinde sei unersch\u00fctterlich, sagte Krogmann. \u00abWir werden nicht nachlassen, antisemitischem Gedankengut entgegenzutreten.\u00bb<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/nach-antisemitischem-anschlag-schmierereien-zum-grossteil-beseitigt-kundgebung-am-abend-soll-solidaritaet-mit-juden-demonstrieren\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nach antisemitischem Anschlag: Schmierereien zum Gro\u00dfteil beseitigt &#8211; Kundgebung am Abend soll Solidarit\u00e4t mit Juden demonstrieren<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Oldenburg wurde eine Gedenktafel f\u00fcr j\u00fcdische Opfer des Nationalsozialismus mit antisemitischen Parolen beschmiert. Vertreter von Stadt, Juden und Christen verurteilen die Tat und rufen zum Engagement f\u00fcr Demokratie auf. &nbsp; Oldenburg (epd). Die Schmierereien an der Gedenkwand f\u00fcr die j\u00fcdischen Opfer des Nationalsozialismus in Oldenburg sind nach einem antisemitischen Anschlag vom Dienstag zum gro\u00dfen Teil beseitigt. Nachdem Unbekannte das Mahnmal mit judenfeindlichen Parolen beschmiert hatten, habe eine Reinigungsfirma am Mittwoch die Vorderseite komplett gereinigt, sagte ein Sprecher der Stadt dem Evangelischen Pressedienst (epd). Um letzte Spuren auf der R\u00fcckseite zu entfernen, werde die Stadt eine Spezialfirma beauftragen. &nbsp; Die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-18246","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18246"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18246\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18247,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18246\/revisions\/18247"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}