{"id":1836,"date":"2015-04-19T22:47:00","date_gmt":"2015-04-19T20:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/reichtum-der-schoepfung-gottes-nachhaltig-gestalten\/"},"modified":"2015-04-19T22:47:00","modified_gmt":"2015-04-19T20:47:00","slug":"reichtum-der-schoepfung-gottes-nachhaltig-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/reichtum-der-schoepfung-gottes-nachhaltig-gestalten\/","title":{"rendered":"Reichtum der Sch\u00f6pfung Gottes nachhaltig gestalten"},"content":{"rendered":"<p>In einem Gottesdienst unter dem Motto \u201e\u2026 \u00fcber dir Fl\u00fcgel gebreitet! Ein Gottesdienst aus der Vogelperspektive\u201c hat der Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, dazu aufgerufen, die Artenvielfalt wahrzunehmen und das Miteinander der Verschiedenen als Reichtum der Sch\u00f6pfung Gottes nachhaltig zu gestalten. <\/p>\n<p>V\u00f6gel seien Gesch\u00f6pfe, die aktuell auf den ausbeuterischen Umgang der Menschen mit der Umwelt besonders empfindlich reagieren. \u201eDas kennen wir nicht nur von den schrecklichen Bildern ver\u00f6lter Meeresv\u00f6gel oder den vertrockneten Resten \u00fcberfahrener Greifv\u00f6gel auf der Stra\u00dfe\u201c, so Janssen in dem thematischen Gottesdienst am Sonntagabend, 19. April, in der St. Nikolai-Kirche von Edewecht. Der Gottesdienst geh\u00f6rte zur Reihe \u201eGottesdienst mal anders\u201c, die an jedem 3. Sonntag im Monat in der St Nikolai-Kirche in Edewecht stattfinden. <\/p>\n<p>V\u00f6gel stellten sich erstaunlich schnell auf neue Gegebenheiten ein und zeigten manchmal Ver\u00e4nderungen der Natur erst an. \u201eDie Lerche ist verstummt, wo es intensive Monokulturen gibt. Der Eichelh\u00e4her zieht aus dem Wald um, wo ein Stadtpark Pflanzenvielfalt bietet. Andere Vogelarten gesellen sich hinzu und zeigen gleichnishaft menschliche Eigenschaften \u2013 Mobilit\u00e4t, Empfindsamkeit, Flexibilit\u00e4t, Anpassungsf\u00e4higkeit. Zu den sch\u00f6nsten Beobachtungen geh\u00f6rt f\u00fcr mich immer wieder eine, die sich besonders im Watt an unserer K\u00fcste zeigt. Die dortigen Vogelarten haben genug mit der Suche nach Nahrung und dem Kampf um ihr \u00dcberleben zu tun. Dabei fallen sie jedoch nicht \u00fcbereinander her, sondern haben entwicklungsgeschichtlich ein sinnvolles Neben- und Miteinander organisiert. Jeder Art ist ihr eigener Schnabel gewachsen, was L\u00e4nge, St\u00e4rke, Spitze betrifft, um in den jeweiligen Tiefen des Watts ihre eigene Nahrung zu finden\u201c, so Janssen.<\/p>\n<p>Als gleichnishaft f\u00fcr das Verhalten der Menschen bezeichnete Janssen das Gemeinschaftsleben der V\u00f6gel: \u201eOb Sie nun ein treues Storchenpaar vor Augen haben mit ihrer lebenslangen Beziehung, oder die H\u00e4hne und Hennen mit ihrer Polygamie, den Kuckuck, der f\u00fcr Patchworkfamilien sorgt, die Brandg\u00e4nse, die gleich mit mehreren Familien ganze Kinderg\u00e4rten organisieren oder noch weitere Formen von Gemeinschaft und Miteinander \u2013 von der Kleingruppe der Austernfischer \u00fcber die langen Reihen der Kraniche bis zu den riesigen Schw\u00e4rmen der G\u00e4nse in den Wiesen und zu den wogenden Wolken des Knutts \u00fcber dem Watt. Wie dies Miteinander funktioniert scheint dabei noch r\u00e4tselhaft zu sein \u2013 fast wie das der Menschen in gr\u00f6\u00dferen Gruppen.\u201c<\/p>\n<p>Vieles k\u00f6nnten die Menschen an den V\u00f6geln beobachten und lernen, betonte Bischof Jan Janssen. \u201eSo geh\u00f6rt zum Gesch\u00f6pfsein auch das Unterwegsbleiben. Manchmal scheint mir der mitteleurop\u00e4ische moderne Mensch in unseren Gefilden das einzige Gesch\u00f6pf zu sein, dass meint, an einem festen Platz f\u00fcr alle Zeit und Ewigkeit b\u00fcrgerlich siedeln, sein Nest bauen und bleiben zu k\u00f6nnen. Nein, wir m\u00fcssen beweglich bleiben. Und wir alle \u2013 wenn wir uns unserer Entwicklungsgeschichte einmal aussetzen \u2013 d\u00fcrfen erkennen, dass wir Wanderv\u00f6gel, Zugv\u00f6gel, also Gesch\u00f6pfe mit Migrationshintergrund sind und bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Das Engagement f\u00fcr die Artenvielfalt sei unverzichtbar sowohl an der K\u00fcste und im Moor, in den G\u00e4rten und auf den Weiden und in der Landwirtschaft. \u201eUnsere Natur braucht den nachhaltigen Einsatz der Vielen, die sich in Naturschutzb\u00fcnden und Vogelschutzvereinen engagieren \u2013 Ihnen sei heute einmal Dank daf\u00fcr gesagt!\u201c, so Bischof Jan Janssen.<\/p>\n<p>Den Gottesdienst gestalte Bischof Jan Janssen zusammen mit Andre Meinen und Lisa Wraase aus Edewecht, die die biblische Lesungen \u00fcbernahmen. Daniel Gogolka aus Ocholt begleitete den Gottesdienst an der Orgel. <\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Gottesdienst unter dem Motto \u201e\u2026 \u00fcber dir Fl\u00fcgel gebreitet! Ein Gottesdienst aus der Vogelperspektive\u201c hat der Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, dazu aufgerufen, die Artenvielfalt wahrzunehmen und das Miteinander der Verschiedenen als Reichtum der Sch\u00f6pfung Gottes nachhaltig zu gestalten. V\u00f6gel seien Gesch\u00f6pfe, die aktuell auf den ausbeuterischen Umgang der Menschen mit der Umwelt besonders empfindlich reagieren. \u201eDas kennen wir nicht nur von den schrecklichen Bildern ver\u00f6lter Meeresv\u00f6gel oder den vertrockneten Resten \u00fcberfahrener Greifv\u00f6gel auf der Stra\u00dfe\u201c, so Janssen in dem thematischen Gottesdienst am Sonntagabend, 19. April, in der St. Nikolai-Kirche von Edewecht. 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