{"id":1844,"date":"2015-04-20T14:38:00","date_gmt":"2015-04-20T12:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/weil-mangel-an-pflegekraeften-ist-groesste-sozialpolitische-herausforderung\/"},"modified":"2015-04-20T14:38:00","modified_gmt":"2015-04-20T12:38:00","slug":"weil-mangel-an-pflegekraeften-ist-groesste-sozialpolitische-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/weil-mangel-an-pflegekraeften-ist-groesste-sozialpolitische-herausforderung\/","title":{"rendered":"Weil: Mangel an Pflegekr\u00e4ften ist gr\u00f6\u00dfte sozialpolitische Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p>Nachwuchsmangel, Arbeitsverdichtung und viele Job-Aussteigerinnen:<br \/>Die Liste der Herausforderungen in der Pflege ist lang. In Hannover berieten am Montag rund 200 Experten \u00fcber die Zukunft der Branche angesichts des demografischen Wandels.<\/p>\n<p>Hannover (epd). Der Mangel an Pflegekr\u00e4ften ist aus Sicht von Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil (SPD) die gr\u00f6\u00dfte sozialpolitische Herausforderung in Niedersachsen. \u00abDer Anteil der hochbetagten Menschen wird deutlich steigen\u00bb, sagte er am Montag beim Fachkongress \u00abPflege demografiefest gestalten\u00bb in Hannover. Doch schon jetzt fehlten landesweit etwa 700 Vollzeitkr\u00e4fte, um die alten Menschen zu pflegen. Bis 2030 werde der Bedarf auf mehrere Tausend steigen. Deshalb m\u00fcsse das Land alles tun, um Nachwuchskr\u00e4fte zu gewinnen. \u00abDer Umgang mit den \u00c4lteren ist ein Barometer f\u00fcr die Menschlichkeit in einer Gesellschaft\u00bb, unterstrich Weil.<\/p>\n<p>Bei dem ersten Kongress seiner Art in Hannover berieten auf Einladung des Landes rund 200 Experten angesichts des demografischen Wandels \u00fcber Strategien f\u00fcr die Zukunft der Pflege in Niedersachsen. Unter ihnen waren Vertreter von Pflegekassen, kommunalen Spitzenverb\u00e4nden, Wohlfahrtsverb\u00e4nden, Gewerkschaften oder Pflege-Einrichtungen. Vor allem m\u00fcssten L\u00f6sungen f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum gefunden werden, denn dort sei die Situation noch schwieriger als in den Ballungsgebieten, sagte Weil.<\/p>\n<p>Zudem m\u00fcssten die Geh\u00e4lter f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte deutlich steigen:<br \/>\u00abDamit junge Menschen sich entscheiden, in diesem Beruf ihre Zukunft zu sehen.\u00bb Ein L\u00f6sungsweg k\u00f6nne ein fl\u00e4chendeckender allgemeinverbindlicher Tarifvertrag sein. Weil begr\u00fc\u00dfte es, dass die Diakonie auf diesem Weg bereits vorangegangen sei. \u00abNun m\u00fcssen noch andere B\u00fcndnispartner gefunden werden.\u00bb N\u00f6tig seien zudem arbeitsrechtliche Modelle, nach denen Berufst\u00e4tige pflegebed\u00fcrftige Angeh\u00f6rige ohne Nachteile im Job zu Hause betreuen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) liegen die Geh\u00e4lter in der Pflege landesweit momentan rund 23 Prozent unter den Tarifen vergleichbarer Berufe. Niedersachsen bilde damit das Schlusslicht aller Bundesl\u00e4nder. Die Landesregierung k\u00f6nne zwar nicht selbst in die Selbstverwaltung von Pflegekassen und Einrichtungen eingreifen. Aber \u00abwenn die Selbstverwaltung das nicht hinkriegt\u00bb, k\u00f6nne das Land versuchen, eine \u00abVerordnungserm\u00e4chtigung\u00bb des Bundes an die L\u00e4nder zu erwirken, um die Sache selbst zu regeln.<\/p>\n<p>Rundt sprach sich erneut f\u00fcr eine umlagefinanzierte Ausbildung in der Pflege aus. Das derzeitige System bevorzuge Einrichtungen, die nicht ausbildeten, weil fertige Fachkr\u00e4fte von anderen Betrieben abgeworben w\u00fcrden. Das sei ein \u00ababsurdes Anreizsystem\u00bb. Eine weitere Aufgabe sei, Fachkr\u00e4fte in den Einrichtungen zu halten. \u00abDer Berufsverbleib ist zu gering.\u00bb Viele stiegen aus dem Job aus, weil es zu wenig Geld, zu wenig Freizeit und stattdessen eine hohe Arbeitsverdichtung gebe.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachwuchsmangel, Arbeitsverdichtung und viele Job-Aussteigerinnen:Die Liste der Herausforderungen in der Pflege ist lang. 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