{"id":18454,"date":"2021-08-12T14:51:11","date_gmt":"2021-08-12T12:51:11","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/von-der-elternschule-zur-ev-familien-bildungsstaette\/"},"modified":"2021-08-12T23:17:32","modified_gmt":"2021-08-12T21:17:32","slug":"von-der-elternschule-zur-ev-familien-bildungsstaette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/von-der-elternschule-zur-ev-familien-bildungsstaette\/","title":{"rendered":"Von der Elternschule zur Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte:"},"content":{"rendered":"<p>\u201eEltern sollen die Schulbank dr\u00fccken\u201c war Mitte Dezember 1969 in der Wilhelmshavener Zeitung zu lesen. \u201eV\u00e4ter und M\u00fctter und junge Ehepaare, die es werden wollen, Pflegeeltern oder Gro\u00dfeltern, sie alle sollen von der neuen Elternschule des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Wilhelmshaven profitieren. Die \u201aBegegnungsst\u00e4tte der modernen Familie\u2019 nimmt am 19 Januar mit einem Kursus in h\u00e4uslicher Krankenpflege die Arbeit auf.\u201c<\/p>\n<p>Der ersten Ank\u00fcndigung waren lange Vorbereitungen und viele Gespr\u00e4che vorausgegangen. Das Wohnzimmer von Helga Christmann wurde zum B\u00fcro, die Anmeldungen wurden im Gemeindehaus der Christus- und Garnisonkirche in der Virchowstra\u00dfe 27 entgegengenommen, die ersten Kurse fanden in den R\u00e4umen des Parit\u00e4tischen Wohlfahrtverband in der Rheinstra\u00dfe 112 statt. &nbsp;<\/p>\n<p><strong>Elternschule als neuer Begriff<\/strong><br \/>\nDie erste Innovation war bereits der Name. W\u00e4hrend anderswo \u201eM\u00fctterschulen\u201c ins Leben gerufen wurden, hie\u00df die Einrichtung in Wilhelmshaven von Beginn an \u201eElternschule\u201c. So waren die V\u00e4ter hier gleich mit im Blick und in der Verantwortung. Wenige Monate nach Beginn bot die Elternschule Kurse in der Paul-Hug-Stra\u00dfe 60 an, kaum zwei Jahre sp\u00e4ter wurden im Herbst 1972 R\u00e4ume in der Kantstra\u00dfe 9 angemietet. Zu Beginn der \u201eElternschule\u201c gab es zwei Au\u00dfenstellen in den Gemeindeh\u00e4usern in F\u2019Groden und in Neuengroden, sp\u00e4ter folgte die Gemeinde in Bant.&nbsp;<\/p>\n<p>Weil der K\u00fcster der Friedenskirche sich weigerte, f\u00fcr die Angebote der Elternschule die R\u00e4ume extra auf- und zuzuschlie\u00dfen, \u00fcbernahm Elke Klische, damals junge Mutter und Pastorin in Elternzeit kurzerhand den Schl\u00fcsseldienst. Ihr war es wichtig, dass es auch in der Friedenskirche Angebote f\u00fcr junge Familien gab. Als die Kirchengemeinde Neuende im Stadtteil Wiesenhof 1975 ein neues Gemeindezentrum baute, wurde gleich ein eigener Raum f\u00fcr die Mini-Clubs der Elternschule mit gebaut. Das geh\u00f6rte erkl\u00e4rterma\u00dfen zum Konzept der Gemeinde.<\/p>\n<p>Nachdem einige in der Gr\u00fcndungsphase der Elternschule zu Beginn kein langes Leben vorausgesagte hatten, entwickelte sie sich allen Unkenrufen zum Trotz kontinuierlich weiter.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aus der Elternschule wird die Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte&nbsp;<\/strong><br \/>\nMitte der 1990er Jahre stand die Einrichtung, die inzwischen Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte hie\u00df, vor der Schlie\u00dfung. \u00d6ffentliche und kirchliche Gelder brachen weg, dem Kirchenkreis Wilhelmshaven stand das Wasser bis zum Hals. In einem gemeinsamen Kraftakt von Mitarbeiterinnen, F\u00f6rderverein und Kirchenkreis gelang es schlie\u00dflich, die Einrichtung zu retten. Das Personal wurde reduziert, ein neuer F\u00f6rderverein beteiligte sich mit kr\u00e4ftigen Zahlungen, Ende der 1990erJahre war die Kuh vom Eis.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das neue Bildungszentrum<\/strong><br \/>\nSeitdem hat sich die Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte kontinuierlich weiterentwickelt. Der Umzug in das neue Bildungszentrum im Wiesenhof 2007, der neue Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven mit einem erweiterten Einzugsbiet und die \u00dcbernahme neuer Aufgaben als Jugendhilfetr\u00e4ger sorgen seitdem f\u00fcr ein erweitertes Profil und neue Mitarbeitende. Die urspr\u00fcnglich als Bildungseinrichtung f\u00fcr Familien gestartete Einrichtung ist inzwischen als Tr\u00e4ger an zwei Familienzentren beteiligt, betreibt seit vielen Jahren das Familien- und Kinderserviceb\u00fcro in Wilhelmshaven, unterh\u00e4lt hier zwei Gro\u00dftagespflegestellen und \u00fcbernimmt Aufgaben im Rahmen der sozialp\u00e4dagogischen Familienhilfe.&nbsp;<\/p>\n<p>Daneben gibt es zahlreiche Angebote der Lernf\u00f6rderung, Hausaufgabenhilfe sowie in Ganztagsbetreuung in Grundschule und Oberschulen in Wilhelmshaven und Friesland. Die beiden Ehrenamtsprojekte \u201ewellcome\u201c und \u201eFamilienlotsen\u201c unterst\u00fctzen Familien mit kleinen und gr\u00f6\u00dferen Kindern, auch bei den \u201eFr\u00fchen Hilfen\u201c ist die EFB mit den Familienhebammen, dem Babybesuchsdienst und der Kinderschutzhotline beteiligt, um nur einige der vielen Projekte zu nennen. In den letzten Jahren sind zus\u00e4tzlich verschiedene F\u00f6rderprojekte f\u00fcr Menschen aus anderen Kulturen dazugekommen.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>50+ Feier und Hoffnungsb\u00e4ume<\/strong><br \/>\nEigentlich sollte das 50j\u00e4hrige Bestehen der Einrichtung schon im letzten Jahr kr\u00e4ftig gefeiert werden, dann klappte es auch mit der 50+-Feier in diesem Jahr nicht so, wie geplant. Deshalb wird die Ev. Bildungsst\u00e4tte in den n\u00e4chsten Wochen mit verschiedenen Einzelaktionen auf ihr Jubil\u00e4um aufmerksam machen. Dazu geh\u00f6rt auch die Aktion \u201eHoffnungsb\u00e4ume pflanzen\u201c: Bis zum Herbst sollen in Wilhelmshaven und Friesland bis zu 100 B\u00e4ume als sichtbares Zeichen der Ermutigung gepflanzt werden: An Kindertagesst\u00e4tten und Gemeindeh\u00e4usern, auf Spielpl\u00e4tzen und auf dem Gel\u00e4nde von Seniorenwohnanlagen, bei Familienzentren, Kooperationspartnern und anderen Jugendhilfetr\u00e4gern.&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWir wollen so unsere Hoffnungsbotschaft zu den Menschen bringen\u201c, erkl\u00e4rte Bildungsst\u00e4ttenleiter R\u00fcdiger Schaarschmidt. \u201eAb Mitte September gehen wir sechs Wochen lang mit vielen verschiedenen Aktionen in die \u00d6ffentlichkeit. Wir zeigen \u2013 auch in den sozialen Medien \u2013, wie lebendig und vielf\u00e4ltig die Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte nach \u00fcber 50 Jahren ist.\u201c<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/aus-den-kirchenkreisen\/artikel\/von-der-elternschule-zur-ev-familien-bildungsstaette\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Von der Elternschule zur Ev. Familien-Bildungsst\u00e4tte:<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEltern sollen die Schulbank dr\u00fccken\u201c war Mitte Dezember 1969 in der Wilhelmshavener Zeitung zu lesen. \u201eV\u00e4ter und M\u00fctter und junge Ehepaare, die es werden wollen, Pflegeeltern oder Gro\u00dfeltern, sie alle sollen von der neuen Elternschule des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Wilhelmshaven profitieren. Die \u201aBegegnungsst\u00e4tte der modernen Familie\u2019 nimmt am 19 Januar mit einem Kursus in h\u00e4uslicher Krankenpflege die Arbeit auf.\u201c Der ersten Ank\u00fcndigung waren lange Vorbereitungen und viele Gespr\u00e4che vorausgegangen. 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