{"id":18534,"date":"2021-08-24T08:44:00","date_gmt":"2021-08-24T06:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirche-braucht-leidenschaft-susanne-bei-der-wieden-tritt-ihr-neues-amt-als-kirchenpraesidentin-an\/"},"modified":"2021-08-25T11:17:35","modified_gmt":"2021-08-25T09:17:35","slug":"kirche-braucht-leidenschaft-susanne-bei-der-wieden-tritt-ihr-neues-amt-als-kirchenpraesidentin-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirche-braucht-leidenschaft-susanne-bei-der-wieden-tritt-ihr-neues-amt-als-kirchenpraesidentin-an\/","title":{"rendered":"\u00abKirche braucht Leidenschaft\u00bb &#8211; Susanne Bei der Wieden tritt ihr neues Amt als Kirchenpr\u00e4sidentin an"},"content":{"rendered":"<p>Susanne Bei der Wieden steht k\u00fcnftig an der Spitze der Evangelisch-reformierten Kirche. Am 4. September wird sie mit einem Gottesdienst feierlich eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Leer (epd). Fast w\u00e4re Susanne Bei der Wieden Kirchenmusikerin geworden, doch dann war die Liebe zur Theologie doch st\u00e4rker. Nun r\u00fcckt die 54-j\u00e4hrige promovierte Pfarrerin in ein theologisches Leitungsamt: Am 4. September um 14 Uhr wird sie mit einem Gottesdienst in der Gro\u00dfen Kirche in Leer als neue Kirchenpr\u00e4sidentin der Evangelisch-reformierten Kirche eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\nSie steht damit k\u00fcnftig an der Spitze einer Kirche mit rund<br \/>\n168.500 Mitgliedern in 143 Gemeinden zwischen Ostfriesland und dem Allg\u00e4u. Sie alle sind dem reformierten Bekenntnis verpflichtet, das sich an den Schweizer Reformatoren Ulrich Zwingli (1484-1531) und Johannes Calvin (1509-1564) orientiert &#8211; diese rein reformierte Pr\u00e4gung hat bundesweit nur diese Landeskirche.<\/p>\n<p>\nBei der Wieden, bisher Pfarrerin in Frankfurt am Main, ist die erste Frau im Amt der Kirchenpr\u00e4sidentin. Und sie freut sich auf diese Aufgabe: \u00abKirche braucht Leidenschaft und Diskutierfreudigkeit\u00bb, sagt sie. \u00abSo ist die reformierte Kirche, und so bin ich auch.\u00bb Die Theologin war im M\u00e4rz von der reformierten Gesamtsynode in das Leitungsamt gew\u00e4hlt worden. Sie ist Nachfolgerin von Martin Heimbucher, der Ende Juli in den Ruhestand ging.<\/p>\n<p>\nDie Kirche m\u00fcsse nahe an den Menschen sein, betont Bei der Wieden, die verheiratet ist und eine Tochter hat. Dabei reicht es ihr nicht, nur ein netter Akteur im Quartier unter anderen zu sein: \u00abWir m\u00fcssen erkennbar sein und uns fragen, was unser Auftrag ist und welche Werte der Bibel dabei wichtig sind.\u00bb Aktuelle Themen, zu denen die Kirche gefragt sei, gebe es genug: \u00abDas beginnt beim Klimawandel und der wachsenden Armut in der Gesellschaft. Wie gehen wir mit Gefl\u00fcchteten um und wie stehen wir als Friedensbotschafter zu autonomen Waffen?\u00bb<\/p>\n<p>\nBei der Wieden warnt davor, kirchliches Handeln zu sehr von der Mitgliederentwicklung bestimmen zu lassen. \u00abEine kleine Kirche mit einer klaren Botschaft kann st\u00e4rker sein als eine Vereinskirche mit vielen Mitgliedern.\u00bb Die kirchliche Botschaft d\u00fcrfe nicht zu \u00abglatt\u00bb sein und m\u00fcsse auch mal provozieren.<\/p>\n<p>\nBeeindruckend findet die Theologin die starke Eigenst\u00e4ndigkeit der reformierten Gemeinden. Darin sieht sie ein Alleinstellungsmerkmal. Die theologischen Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen seien Laien zwar kaum noch vermittelbar. Von den Menschen werde jedoch wahrgenommen, dass die reformierten Gemeinden viel st\u00e4rker von ihren Mitgliedern getragen werden.<\/p>\n<p>\nDieses deutliche Profil erm\u00f6gliche auch den Austausch und die Zusammenarbeit in der \u00d6kumene, betont Bei der Wieden. In Frankfurt war sie ma\u00dfgeblich am Aufbau der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen beteiligt. Wichtig sind ihr auch das christlich-muslimische Gespr\u00e4ch und die Zusammenarbeit mit den j\u00fcdischen Gemeinden.<\/p>\n<p>\nDie geb\u00fcrtige Darmst\u00e4dterin studierte Theologie in Wuppertal und G\u00f6ttingen. Ihre theologische Laufbahn begann sie als Vikarin in Kinzenbach bei Gie\u00dfen. 1997 erhielt sie ihren Doktortitel f\u00fcr eine Arbeit \u00fcber die Predigten des Reformators Martin Luther (1483-1546). Von 1999 bis 2003 war sie am Reformierten Seminar f\u00fcr pastorale Aus- und Fortbildung in Wuppertal t\u00e4tig, wo sie Vikarinnen und Vikare begleitete, bevor sie ihre Pfarrstelle in Frankfurt antrat.<\/p>\n<p>\nAls Freundin der Kirchenmusik freue sie sich schon auf die reiche ostfriesische Orgelkultur, sagt die k\u00fcnftige Kirchenpr\u00e4sidentin, die selbst Cello spielt. Auch wenn sie schon lange nicht mehr selbst auf der Orgelbank gesessen habe, so liebe sie doch diese Instrumente.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/kirche-braucht-leidenschaft-susanne-bei-der-wieden-tritt-ihr-neues-amt-als-kirchenpraesidentin-an\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abKirche braucht Leidenschaft\u00bb &#8211; Susanne Bei der Wieden tritt ihr neues Amt als Kirchenpr\u00e4sidentin an<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Susanne Bei der Wieden steht k\u00fcnftig an der Spitze der Evangelisch-reformierten Kirche. Am 4. September wird sie mit einem Gottesdienst feierlich eingef\u00fchrt. Leer (epd). Fast w\u00e4re Susanne Bei der Wieden Kirchenmusikerin geworden, doch dann war die Liebe zur Theologie doch st\u00e4rker. Nun r\u00fcckt die 54-j\u00e4hrige promovierte Pfarrerin in ein theologisches Leitungsamt: Am 4. 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