{"id":1860,"date":"2015-04-22T09:04:00","date_gmt":"2015-04-22T07:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/am-zug-im-einsatz-100-jahre-bahnhofsmission-in-oldenburg\/"},"modified":"2015-04-22T09:04:00","modified_gmt":"2015-04-22T07:04:00","slug":"am-zug-im-einsatz-100-jahre-bahnhofsmission-in-oldenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/am-zug-im-einsatz-100-jahre-bahnhofsmission-in-oldenburg\/","title":{"rendered":"Am Zug im Einsatz &#8211; 100 Jahre Bahnhofsmission in Oldenburg"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: bold\">\u201eAm 1. Mai des Jahres ist Oldenburg in die Reihe der St\u00e4dte eingetreten, die Bahnhofsmission treiben\u201c, so steht es in einem Rundschreiben der Generalsekret\u00e4rin der deutschen Bahnhofsmission aus dem Jahr 1915. Mitten im Ersten Weltkrieg wurde diese Arbeit auch in Oldenburg aufgenommen. In diesem Jahr blickt die Bahnhofsmission Oldenburg auf 100 Jahre T\u00e4tigkeit zur\u00fcck. <\/span><\/p>\n<p>Von Beginn an war f\u00fcr die engagierten Frauen des Freundinnen-Vereins, die die Bahnhofsmission damals f\u00fchrten, viel zu tun. \u201eIch w\u00fcnschte schon im Laufe des ersten Tages, mich verdreifachen zu k\u00f6nnen, so vieles wurde ich gefragt\u201c, schrieb ein Fr\u00e4ulein M\u00fcller an die Generalsekret\u00e4rin. Und sie berichtet weiter von zwei jungen M\u00e4dchen, denen sie aus \u201ewirklicher Verlegenheit\u201c helfen konnten. Denn zum Schutz der reisenden weiblichen Jugend hatte die Bahnhofsmission damals ihre Arbeit aufgenommen. Heute sind beide Geschlechter willkommen.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Arbeit besteht heute aus zwei Bereichen. Am Gleis und in den R\u00e4umen der Bahnhofsmission\u201c, berichtet die Leiterin der Bahnhofsmission Doris Vogel-Grunwald. Die Unterst\u00fctzung der Reisenden sei oft eine einfache Hilfe beim Umsteigen. \u201eDabei geht es nicht nur um \u00e4ltere Menschen, die unsere Unterst\u00fctzung brauchen. Auch die M\u00fctter, die zur Kur auf die Inseln reisen, sind f\u00fcr unsere Unterst\u00fctzung sehr dankbar\u201c, berichtet Vogel-Grunwald. Gep\u00e4ck und drei Kinder, das k\u00f6nne selbst an einem \u00fcberschaubaren Bahnhof wie Oldenburg Stress bringen. Den wollen die Helferinnen und Helfer der Bahnhofsmission nehmen. Die An- und Abreisetage der Kurg\u00e4ste sind fest eingeplant. Fest vermerkt sind auch die Reisetage einer jungen blinden Frau, die jeden zweiten Donnerstag zu ihrem Freund nach Hannover f\u00e4hrt. \u201eMittlerweile kennt man sich richtig gut\u201c, berichtet Vogel-Grunwald.&nbsp; <\/p>\n<p>Gut kennen tut sich auch das Team aus den drei Hauptamtlichen sowie 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Von 17 bis 77 sind alle Alterstufen vertreten. \u201eDie Arbeit macht einfach Spa\u00df\u201c, berichtet die Studentin Sabrina Heimes. Und der Rentner Horst H\u00e4user erg\u00e4nzt: \u201eSonst w\u00fcrde man es auch nicht machen.\u201c&nbsp; <\/p>\n<p>Stammg\u00e4ste gibt es auch in den R\u00e4umen der Bahnhofsmission neben Gleis eins. F\u00fcr viele wohnungslose Oldenburger ist die Bahnhofsmission ein fester Bestandteil ihres Tagesablaufes. Dort k\u00f6nnen sie morgens einen Kaffee trinken und die Tageszeitung lesen. Allerdings nur eine Stunde lang, so steht es in der Hausordnung. Vogel-Grunwald betont: \u201eWir sind eben kein Tagesaufenthalt. F\u00fcr Beratung verweisen wir an den Tagesaufenthalt in der Ehnernstra\u00dfe.\u201c <\/p>\n<p>Dennoch seien viele Gespr\u00e4che nat\u00fcrlich auch mit seelsorgerischem oder beratendem Charakter. \u201eWir sind froh, dass wir in der Stadt, bei den evangelischen Gemeinden und dem Forum St. Peter sehr gut vernetzt sind\u201c, betont Vogel-Grunwald. \u201eLetztes Jahr im Herbst kam beispielsweise ein Mann, dem es sehr schlecht ging, zu uns. Er wollte dringend einen katholischen Geistlichen sprechen. Das konnte ich \u00fcber die Kontakte schnell organisieren\u201c, erz\u00e4hlt Vogel-Grunwald. <\/p>\n<p>Auf eine Besonderheit der Oldenburger Bahnhofsmission ist Vogel-Grunwald sehr stolz. Seit vier Jahren bieten sie und ihr Team postalische Erreichbarkeit f\u00fcr Menschen unter 25 Jahren an. Das werde sehr gut angenommen. Was die Bahnhofmission ausmache, sei, dass sie versuche, f\u00fcr die Probleme der Menschen in der Stadt L\u00f6sungsans\u00e4tze zu finden. Finanziert wird die Arbeit vom Diakonischen Werk der oldenburgischen Kirche und \u00fcber Spenden. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Gefeiert wird das Jubil\u00e4um mit einem Festgottesdienst am Freitag, 24. April, 12 Uhr in der Oldenburger St. Lamberti-Kirche. Bischof Jan Janssen h\u00e4lt die Predigt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Kerstin Kempermann (Evangelische Zeitung Oldenburg).<br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAm 1. Mai des Jahres ist Oldenburg in die Reihe der St\u00e4dte eingetreten, die Bahnhofsmission treiben\u201c, so steht es in einem Rundschreiben der Generalsekret\u00e4rin der deutschen Bahnhofsmission aus dem Jahr 1915. Mitten im Ersten Weltkrieg wurde diese Arbeit auch in Oldenburg aufgenommen. In diesem Jahr blickt die Bahnhofsmission Oldenburg auf 100 Jahre T\u00e4tigkeit zur\u00fcck. 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