{"id":1897,"date":"2015-04-28T15:15:00","date_gmt":"2015-04-28T13:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/evangelische-kirche-kritisiert-prekaere-beschaeftigung\/"},"modified":"2015-04-28T15:15:00","modified_gmt":"2015-04-28T13:15:00","slug":"evangelische-kirche-kritisiert-prekaere-beschaeftigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/evangelische-kirche-kritisiert-prekaere-beschaeftigung\/","title":{"rendered":"Evangelische Kirche kritisiert prek\u00e4re Besch\u00e4ftigung"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) warnt vor einer wachsenden sozialen Ungleichheit. W\u00e4hrend sich die Lage am Arbeitsmarkt insgesamt positiv entwickelt habe, sei die Zahl atypischer und prek\u00e4rer Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse gestiegen, kritisierte die EKD in einer Denkschrift, die sie am Dienstag vorstellte. In der Folge wachse der Niedriglohnsektor. \u00abDie Grenze ist erreicht, wenn sich ein einzelner Mensch von seiner Vollzeitarbeit nicht ern\u00e4hren kann\u00bb, beklagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.<\/p>\n<p>Der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD in Hannover, Professor Gerhard Wegner, sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), Leiharbeit und Werkvertr\u00e4ge sollten streng reguliert werden: \u00abDort ist es in der Vergangenheit zu Exzessen gekommen.\u00bb Es m\u00fcsse der Grundsatz gelten: \u00abGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u00bb. Menschen, die in solchen Arbeitsverh\u00e4ltnissen besch\u00e4ftigt seien, d\u00fcrften nicht schlechter als die Festangestellten verdienen, forderte Wegner, der an der Denkschrift mitgewirkt hat.<\/p>\n<p>Bedford-Strohm schreibt im Vorwort der Denkschrift mit dem Titel \u00abSolidarit\u00e4t und Selbstbestimmung im Wandel der Arbeitswelt\u00bb, das Auseinanderdriften der Einkommen und Verm\u00f6gen sei Anlass zur Sorge. Noch nie seit 1945 seien die Unterschiede so gro\u00df gewesen wie heute.<br \/>\u00abWer gesellschaftliche Teilhabe f\u00fcr die Menschen in der Gesellschaft fordert, wie dies in christlicher Ethik unabdingbar ist, der kann sich mit sozialer Ungleichheit nicht abfinden\u00bb, mahnt der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm.<\/p>\n<p>Die Denkschrift er\u00f6rtert Chancen und Risiken, die Digitalisierung, Globalisierung und damit zeitliche und r\u00e4umliche Entgrenzung f\u00fcr die neue Arbeitswelt bergen. Vorgestellt wurde sie von Bedford-Strohm und dem \u00d6konomen Gustav A. Horn. Der Direktor des Instituts f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung ist Vorsitzender der EKD-Kammer f\u00fcr soziale Ordnung, die die Denkschrift vorbereitet hat.<\/p>\n<p>Arbeit sei kein Selbstzweck, sondern Dienst an der Gemeinschaft, die auf Kooperation und Solidarit\u00e4t angewiesen sei, erl\u00e4uterte Bedford-Strohm. Christliches Ideal sei nicht rastloses T\u00e4tigsein, sondern die Einbeziehung aller Menschen in die Arbeitswelt. Der Ratsvorsitzende warb f\u00fcr eine \u00abkommunikative Arbeitsmoral\u00bb, die \u00fcber das Motiv des Lebensunterhalts hinaus durch Anerkennung die Identit\u00e4t des Menschen pr\u00e4ge.<\/p>\n<p>In der Denkschrift wird den Gewerkschaften bescheinigt, dass sie wesentlich zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Besch\u00e4ftigten beigetragen h\u00e4tten. Der Text verweist auf die Allianz von Gewerkschaften und Kirchen, die sich gemeinsam gegen Werkschlie\u00dfungen oder die Aush\u00f6hlung des Sonntagsschutzes zur Wehr setzt.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) warnt vor einer wachsenden sozialen Ungleichheit. W\u00e4hrend sich die Lage am Arbeitsmarkt insgesamt positiv entwickelt habe, sei die Zahl atypischer und prek\u00e4rer Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse gestiegen, kritisierte die EKD in einer Denkschrift, die sie am Dienstag vorstellte. In der Folge wachse der Niedriglohnsektor. \u00abDie Grenze ist erreicht, wenn sich ein einzelner Mensch von seiner Vollzeitarbeit nicht ern\u00e4hren kann\u00bb, beklagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. 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