{"id":19594,"date":"2021-12-06T16:45:23","date_gmt":"2021-12-06T15:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/im-love-storm-gegen-den-hass-digitales-training-foerdert-zivilcourage-im-netz\/"},"modified":"2021-12-07T10:17:38","modified_gmt":"2021-12-07T09:17:38","slug":"im-love-storm-gegen-den-hass-digitales-training-foerdert-zivilcourage-im-netz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/im-love-storm-gegen-den-hass-digitales-training-foerdert-zivilcourage-im-netz\/","title":{"rendered":"Im Love-Storm gegen den Hass &#8211; Digitales Training f\u00f6rdert Zivilcourage im Netz"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Oldenburg\/L\u00fcchow (epd). Bel\u00e4stigungen, Beleidigungen, grenz\u00fcberschreitende Anmache vom digitalen \u00abHerrenwitz\u00bb bis zu&nbsp;Vergewaltigungs- und Morddrohungen: F\u00fcr viele Menschen, vor allem f\u00fcr Frauen, geh\u00f6ren Hass und sexualisierte Gewalt im Netz zum Alltag.&nbsp;\u00abDagegen l\u00e4sst sich etwas unternehmen\u00bb, ermutigt Cordelia Moore, Aktivistin bei der bundesweit engagierten Initiative \u00abLove-Storm\u00bb.&nbsp;Online f\u00f6rdert die Trainings- und Aktionsplattform Zivilcourage im Netz. Das Ziel: Hasskommentare und Cybermobbing durch Solidarit\u00e4t mit den Angegriffenen gewaltfrei stoppen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Diesmal haben die Pr\u00e4ventionsr\u00e4te in Oldenburg, Verden und Loxstedt bei Bremerhaven gemeinsam zum \u00abLove-Storm-Training\u00bb eingeladen: Im virtuellen Rollenspiel treffen Angegriffene, Hass-Kommentierende, Zuschauende und Eingreifende aufeinander. Moore informiert die Teilnehmenden an diesem Abend in einem zweist\u00fcndigen Training. Schon der Projektname macht deutlich, worum es im Kern&nbsp;geht: Dem Shit-Storm, den Hassbotschaften, einen Love-Storm entgegensetzen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">\u00abOb Cybermobbing oder Hatespeech, wir wollen, dass keine Angegriffenen mehr im Netz allein gelassen werden\u00bb, erkl\u00e4rt der Love-Storm-Projektleiter Bj\u00f6rn Kunter im nieders\u00e4chsischen L\u00fcchow das zentrale Anliegen. Unter der Tr\u00e4gerschaft des Bundes f\u00fcr Soziale Verteidigung hat der Friedensp\u00e4dagoge die Initiative 2017 ins Leben gerufen, die neben offenen Trainings mittlerweile auch vertiefende Workshops und Fortbildungen anbietet.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Besch\u00e4ftigung mit dem Thema sei dringend n\u00f6tig, betont Moore. Sie zitiert im Faktencheck vor dem Training zwei Studien von Amnesty und Plan International, nach denen Betroffene nicht nur \u00fcber Angstzust\u00e4nde, Panikattacken und Schlafprobleme berichten, sondern auch angeben, dass sie sich von Internet-Plattformen zur\u00fcckgezogen haben und selbst nichts mehr posten.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Vor diesem Hintergrund \u00fcben die Teilnehmenden in zwei&nbsp;Rollenspielen: Position beziehen f\u00fcr die angegriffene Person, Solidarit\u00e4t bekunden oder auch demonstrativ die Postings des Angreifenden ignorieren. Cordelia Moore fordert dazu auf, die Angegriffene, in diesem Fall eine Journalistin, nicht alleine zu lassen und virtuell mit solidarischen Beitr\u00e4gen an ihre Seite zu treten. Wer au\u00dferdem menschenverachtende \u00c4u\u00dferungen benenne, klar Position beziehe und andere in direkter Ansprache auffordere, sich zu beteiligen, k\u00f6nne auch zun\u00e4chst passiv Zuschauende aktivieren.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Sich einzumischen und die Zivilcourage, einen Kommentar zu schreiben, seien leider nicht die Regel, macht die Trainerin klar. Sie verweist auf Untersuchungen, nach denen 80 Prozent der Menschen, die Dialoge mit Hasspostings verfolgen, nur scrollen und nichts schreiben. \u00abDann aber setzen sich die Aggressoren durch\u00bb, warnt Melanie Blinzler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Pr\u00e4ventionsrates in Oldenburg.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Und was tun mit Blick auf die, die Hasskommentare schreiben?&nbsp;\u00abNachfragen, stichhaltige Argumente einfordern, Gegendarstellungen bringen, Diskutieren, wenn das Gegen\u00fcber auf Argumente eingeht und nach den Beweggr\u00fcnden des Angreifers fragen\u00bb, r\u00e4t Moore. Aber allen Teilnehmenden wird an diesem Abend auch klar: Ein Training allein reicht wohl nicht aus, um im Ernstfall wirklich aktiv zu werden.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Digitale Zivilcourage m\u00fcsse ge\u00fcbt werden, ist auch Pr\u00e4ventions-Expertin Blinzler \u00fcberzeugt, die im zweiten Rollenspiel die Position des Angreifenden einnimmt &#8211; und dabei sp\u00fcrt, was es bedeuten kann, wenn solidarisch gegen Hass vorgegangen wird. \u00abDas wurde schwieriger, wenn man alleine den Stinkstiefel gibt. Schlie\u00dflich war ich mit meinem Latein am Ende.\u00bb<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/im-love-storm-gegen-den-hass-digitales-training-foerdert-zivilcourage-im-netz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Im Love-Storm gegen den Hass &#8211; Digitales Training f\u00f6rdert Zivilcourage im Netz<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg\/L\u00fcchow (epd). Bel\u00e4stigungen, Beleidigungen, grenz\u00fcberschreitende Anmache vom digitalen \u00abHerrenwitz\u00bb bis zu&nbsp;Vergewaltigungs- und Morddrohungen: F\u00fcr viele Menschen, vor allem f\u00fcr Frauen, geh\u00f6ren Hass und sexualisierte Gewalt im Netz zum Alltag.&nbsp;\u00abDagegen l\u00e4sst sich etwas unternehmen\u00bb, ermutigt Cordelia Moore, Aktivistin bei der bundesweit engagierten Initiative \u00abLove-Storm\u00bb.&nbsp;Online f\u00f6rdert die Trainings- und Aktionsplattform Zivilcourage im Netz. 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