{"id":19752,"date":"2021-12-28T11:26:02","date_gmt":"2021-12-28T10:26:02","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/gedenkstaetten-erneut-weniger-besucher-in-der-pandemie\/"},"modified":"2021-12-29T10:17:33","modified_gmt":"2021-12-29T09:17:33","slug":"gedenkstaetten-erneut-weniger-besucher-in-der-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/gedenkstaetten-erneut-weniger-besucher-in-der-pandemie\/","title":{"rendered":"Gedenkst\u00e4tten: Erneut weniger Besucher in der Pandemie"},"content":{"rendered":"<p>Erneut mussten Gedenkst\u00e4tten in Niedersachsen und Bremen teilweise Schlie\u00dfungen durch die Corona-Pandemie hinnehmen. Dadurch sanken Besuchszahlen. Hoch bliebt das Interesse von Schulen. Online-Angebote wurden ausgebaut, wie eine epd-Umfrage zeigt.<\/p>\n<p>Celle, Esterwegen, Bremen (epd). Die Corona-Pandemie hat 2021 erneut f\u00fcr niedrigere Besuchszahlen in den Gedenkst\u00e4tten an Opfer der NS-Zeit in Niedersachen und Bremen gesorgt. In die Gedenkst\u00e4tte an das fr\u00fchere Konzentrationslager Bergen-Belsen sind nach Angaben von Sprecherin Stephanie Billib bis Ende November rund 100.000 Menschen gekommen. Vor der Pandemie hatten Besuchszahlen Hochrechnungen zufolge deutlich \u00fcber 200.000 pro Jahr gelegen. Auch bei anderen Gedenkst\u00e4tten in Niedersachsen sowie dem Bremer Bunker Valentin wirkten sich erneute Einschr\u00e4nkungen und zeitweilige Schlie\u00dfungen aus, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) ergab.<br \/>\nW\u00e4hrend in Bergen-Belsen zumindest das Au\u00dfengel\u00e4nde zug\u00e4nglich blieb, war etwa die Gedenkst\u00e4tte Esterwegen mehr als drei Monate lang komplett zu, wie Landkreis Sprecherin Anja Rohde sagte. Die Gedenkst\u00e4tte, die an 15 Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager der Nazis im Emsland erinnert, verzeichnete in diesem Jahr bisher rund 7.630 Besucherinnen und Besucher und damit weniger als 2020.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nIn die Gedenkst\u00e4tte in der JVA Wolfenb\u00fcttel kamen laut Billib bis Ende November rund 1.160 Menschen. Das waren einige Hundert weniger als im vergangenen Jahr. Das Dokumentationszentrum, das in der JVA an die Geschichte von Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus erinnert, war im November 2019 er\u00f6ffnet worden. Auch im Bremer Bunker Valentin sanken die Besucherzahlen.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nGut genutzt wurden nach Angaben der Leiterin der Stiftung nieders\u00e4chsische Gedenkst\u00e4tten, Elke Gryglewski, die Online-Angebote der Gedenkst\u00e4tten. \u201eAber der Besuch vor Ort hat noch eine andere Kraft\u201c, sagte sie. Viele Gedenkst\u00e4tten sind mittlerweile auch in den sozialen Medien pr\u00e4sent. Esterwegen beispielsweise hatte bei Angeboten auf Facebook, Twitter und Instagram Schwerpunkte wie die Entstehung des Liedes der Moorsoldaten und die Erinnerung an den Schriftsteller und Friedensnobelpreistr\u00e4ger Carl von Ossietzky, der von 1934 bis 1936 in dem Lager inhaftiert war.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nUngebrochen hoch ist das Interesse von Schulen an F\u00fchrungen. F\u00fcr Bergen-Belsen sagte Sprecherin Billib: \u201eDa kommen wir kaum hinterher und sind bis Ende 2023 ausgebucht.\u201c 286 Schulgruppen wurden in der Gedenkst\u00e4tte seit dem 1. September wieder vor Ort betreut. Angebote der Gedenkst\u00e4tte Esterwegen nutzten rund 1.580 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus insgesamt 58 Schulklassen.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nVon einem \u201eextremen Interesse\u201c von Schulklassen sprach der wissenschaftliche Leiter des NS-Bremer Denkortes Bunker Valentin, Marcus Meyer. Der Bunker wurde ab Mitte 1943 von Tausenden Zwangsarbeitern errichtet, um dort U-Boote zu montieren, ist aber nie fertig geworden. Er ist heute eine nationale Gedenkst\u00e4tte.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nIn Bergen-Belsen als der gr\u00f6\u00dften Gedenkst\u00e4tte in Niedersachsen machten sich auch fehlende Sonderausstellungen und ein weitgehender Wegfall internationaler G\u00e4ste bemerkbar, wie Billib erl\u00e4uterte. Die zentrale Gedenkfeier an die Befreiung des KZ war 2021 erneut verschoben worden. Im kommenden Jahr ist sie f\u00fcr den 8. Mai geplant. Ob eine Einladung an die \u00dcberlebenden des Lagers m\u00f6glich sein wird, ist dabei erneut offen. In Bergen-Belsen starben mehr als 52.000 KZ-H\u00e4ftlinge und rund 20.000 Kriegsgefangene. Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Lager.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n<em>epd&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/gedenkstaetten-erneut-weniger-besucher-in-der-pandemie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gedenkst\u00e4tten: Erneut weniger Besucher in der Pandemie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erneut mussten Gedenkst\u00e4tten in Niedersachsen und Bremen teilweise Schlie\u00dfungen durch die Corona-Pandemie hinnehmen. Dadurch sanken Besuchszahlen. Hoch bliebt das Interesse von Schulen. Online-Angebote wurden ausgebaut, wie eine epd-Umfrage zeigt. Celle, Esterwegen, Bremen (epd). Die Corona-Pandemie hat 2021 erneut f\u00fcr niedrigere Besuchszahlen in den Gedenkst\u00e4tten an Opfer der NS-Zeit in Niedersachen und Bremen gesorgt. In die Gedenkst\u00e4tte an das fr\u00fchere Konzentrationslager Bergen-Belsen sind nach Angaben von Sprecherin Stephanie Billib bis Ende November rund 100.000 Menschen gekommen. Vor der Pandemie hatten Besuchszahlen Hochrechnungen zufolge deutlich \u00fcber 200.000 pro Jahr gelegen. 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