{"id":19973,"date":"2022-01-26T12:30:00","date_gmt":"2022-01-26T11:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/schmeckt-und-seht-wie-freundlich-gott-ist\/"},"modified":"2022-01-26T22:17:45","modified_gmt":"2022-01-26T21:17:45","slug":"schmeckt-und-seht-wie-freundlich-gott-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/schmeckt-und-seht-wie-freundlich-gott-ist\/","title":{"rendered":"\u201eSchmeckt und seht, wie freundlich Gott ist\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u201eSchmeckt und seht, wie freundlich Gott ist\u201c bot die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg ihren Mitarbeitenden am Mittwoch, 26. Januar, eine digitale Fortbildung zu veganer Ern\u00e4hrung an. Die oldenburgische Kirche engagiere sich mit den Mitgliedskirchen der Norddeutschen Mission in Deutschland und in Ghana und Togo an der Aktion \u201eVeguanary\u201c, \u201eum f\u00fcr Themen zu sensibilisieren, die Klimaschutz und Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t weltweit, besonders aber im Globalen S\u00fcden, betreffen\u201c, sagte Bischof Thomas Adomeit. Neben anderen sei die industrielle Tierhaltung eine der Hauptursachen f\u00fcr das Aussto\u00dfen klimasch\u00e4dlicher Gase, weltweites Artensterben und die Rodung von W\u00e4ldern zu z\u00e4hlen. Eine Ver\u00e4nderung der Ern\u00e4hrungsgewohnheiten werde zu mehr Klimagerechtigkeit beitragen.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\n\u201eEine Welt \u2013 ein Klima \u2013 eine Zukunft\u201c seien zudem die Schwerpunkte der 63. und 64. Aktion von \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c, erinnerte Bischof Adomeit. Am 1. Advent dieses Jahres werde die 64. Aktion in Oldenburg er\u00f6ffnet. \u201eWir unterst\u00fctzen sie w\u00e4hrend des ganzen Jahres mit verschiedenen Aktionen und beginnen mit dem Studientag im Januar f\u00fcr die Mitarbeitenden unserer Kirche\u201c, sagte Adomeit.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nIn einem ersten Impulsvortrag stellte Frederike Preissner, Bildungsreferentin der Norddeutschen Mission, die Kampagne \u201eVeganuary \u2013 Go vegan\u201c vor. Sie soll Menschen dazu ermutigen, im Januar eine vegane Ern\u00e4hrung auszuprobieren. Ziel der Kampagne sei eine vegane Welt und sie soll Unternehmen motivieren, mehr vegane Produkte anzubieten. F\u00fcr die Umwelt k\u00f6nne sich damit die Fl\u00e4chennutzung, der Wasserverbrauch, die Treibhausgasemissionen, der Stickstofffu\u00dfabdruck verringern und die Biodiversit\u00e4t erh\u00f6hen, betonte Frederike Preissner. So liege beispielsweise der Wasserverbrauch zur Produktion von einem Kilo Kartoffeln bei 250 Litern im Vergleich zu 15.500 Litern zur Produktion von einem Kilo Rindfleisch.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nEine nachhaltige Ern\u00e4hrung sei pflanzenbetont, regional, saisonal, gering verarbeitet, hob Preissner hervor. Sie solle keine Lebensmittelverschwendung betreiben, aus \u00f6kologisch erzeugten Produkten bestehen und eine umweltvertr\u00e4gliche Verpackung haben, forderte die Bildungsreferentin. Dieses m\u00fcsste \u00fcber die Ern\u00e4hrung hinaus zuk\u00fcnftig auch f\u00fcr Kleidung, Kosmetikartikel, Putzmittel und Bettdecken gelten.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nIm Anschluss konnten sich die Teilnehmenden in drei Arbeitsgruppen \u00fcber Teilaspekte informieren. So stellte Marius Bl\u00fcmel, Referent Brot f\u00fcr die Welt, die 64. Aktion Brot f\u00fcr die Welt in Oldenburg vor. Eva Brunken vom Landesjugendpfarramt erl\u00e4uterte den Themenbereich \u201esolidarische Landwirtschaft\u201c und Dana Janssen von der Evangelischen Jugend Oldenburg (ejo) gab unter dem Motto \u201eEin Monat ohne tierische Produkte \u2013 Geht das?\u201c praktische Tipps f\u00fcr ein veganes Leben.&nbsp;<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nIn einem zweite Referat erl\u00e4uterte Franziska Beck vom \u00d6kumenischen Zentrum Oldenburg die Chancen f\u00fcr einen fairen Handel zugunsten einer globalen Gerechtigkeit. Der Faire Handel sei eine weltweite Bewegung, die sich f\u00fcr mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel einsetze. Das Ziel, Kleinproduzentinnen und Kleinproduzenten zu st\u00e4rken, werde nachhaltig nur dann erreicht, wenn sich die Regeln des Welthandels \u00e4ndern. Daf\u00fcr setze sich die Fair-Handels-Bewegung ein. Allein in Deutschland engagieren sich rund 100.000 Menschen f\u00fcr den Fairen Handel: in Weltl\u00e4den und Fair-Handels-Gruppen, in Fairtrade-Towns und -Schools, in Unternehmen, Kirchengemeinden und Jugendgruppen.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nDar\u00fcber hinaus suche die Fair-Handels-Bewegung den Dialog mit Politikerinnen und Politiker und formuliere politische Forderungen. Ein Erfolg sei das 2021 verabschiedete Lieferkettengesetz, das erstmals Unternehmen verpflichte, Verantwortung f\u00fcr die Menschen in ihren Lieferketten zu \u00fcbernehmen und unfaire Handelspraktiken verbiete.<br \/>\n&nbsp; &nbsp;<br \/>\nIn Deutschland gaben im Jahr 2020 die Verbraucherinnen und Verbraucher pro Kopf rund 21,63 Euro f\u00fcr faire Lebensmittel und Handwerksprodukte aus, berichtete die \u201eEine Welt-Promotorin\u201c weiter. Dabei entfalle 30 Prozent des Umsatzes auf Kaffee, 10,3 Prozent auf S\u00fcdfr\u00fcchte und 10 Prozent auf Kleidung. Der Verzicht auf Kinderarbeit werde von der Kundschaft als wichtigstes Motiv f\u00fcr den Kauf von fair gehandelten Produkten angesehen. Der oft als zu hoch empfundene Preis werde sowohl von Nicht-K\u00e4uferinnen und -K\u00e4ufern als auch von K\u00e4uferinnen und K\u00e4ufer als Hindernis wahrgenommen, nicht mehr fair gehandelte Produkte in den Warenkorb zu legen. Auch sei der Begriff \u201efair\u201c \u2013 im Gegensatz zum Begriff \u201ebio\u201c \u2013 nicht gesetzlich gesch\u00fctzt, beklagte Franziska Beck. Dennoch gebe es eine Vielfalt von Erkennungszeichen wie Produktsiegel (wie z.B. \u201eFairtrade\u201c, \u201eNaturland\u201c oder \u201efair for life\u201c u.a.) oder Fair-Handels-Unternehmen (wie z.B. \u201eGEPA\u201c, \u201eEl Puente\u201c, \u201eGlobo\u201c oder \u201edwp\u201c u.a.), die mit ihrer gesamten Unternehmenspolitik hinter den Grunds\u00e4tzen des Fairen Handels stehen. Auch k\u00f6nne sich die Kundschaft am Label der World Fair Trade Organization (WFTO) orientieren. Es werde an Unternehmen vergeben, die ausschlie\u00dflich Fairen Handel betreiben und nachgewiesen haben, dass sie alle Kriterien des Fairen Handels erf\u00fcllen. Und nicht zuletzt bieten die die rund 900 Weltl\u00e4den in Deutschland als Fachgesch\u00e4fte des Fairen Handels die gr\u00f6\u00dfte Auswahl an fair gehandelten Produkten.&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/pressemitteilungen\/artikel\/schmeckt-und-seht-wie-freundlich-gott-ist\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eSchmeckt und seht, wie freundlich Gott ist\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u201eSchmeckt und seht, wie freundlich Gott ist\u201c bot die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg ihren Mitarbeitenden am Mittwoch, 26. Januar, eine digitale Fortbildung zu veganer Ern\u00e4hrung an. 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