{"id":20049,"date":"2022-02-03T10:02:00","date_gmt":"2022-02-03T09:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/internationales-projekt-erforscht-konflikte-mit-betreuungskraeften\/"},"modified":"2022-02-04T10:18:07","modified_gmt":"2022-02-04T09:18:07","slug":"internationales-projekt-erforscht-konflikte-mit-betreuungskraeften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/internationales-projekt-erforscht-konflikte-mit-betreuungskraeften\/","title":{"rendered":"Internationales Projekt erforscht Konflikte mit Betreuungskr\u00e4ften"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Oldenburg (epd). Ein deutsch-israelisches Forschungsprojekt soll Probleme in Haushalten beleuchten, in denen demente Menschen und deren Betreuungskr\u00e4fte gemeinsam leben. Das entstehende Dreiecksverh\u00e4ltnis zwischen Pflegekraft, Patienten und Angeh\u00f6rigen berge Potenzial f\u00fcr zahlreiche moralische Konflikte, sagte die Medizinethikerin Merle We\u00dfel am Donnerstag in Oldenburg. Sie ist die Projektleiterin am Department f\u00fcr Versorgungsforschung der Universit\u00e4t Oldenburg und koordiniert das Forschungsprojekt mit der israelischen Bar Ilan University in Ramat Gan bei Tel Aviv.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Sch\u00e4tzungen gingen davon aus, dass rund 500.000 deutsche Haushalte die Hilfe von pflegenden Betreuungskr\u00e4ften in Anspruch nehmen, die mit im Haushalt leben. Sie k\u00e4men meist aus Osteuropa, sagte We\u00dfel. Oft sei das Arbeitsverh\u00e4ltnis nicht angemeldet und bestehe nur f\u00fcr wenige Wochen, bis die Betreuungskraft wieder in ihre Heimat geht.&nbsp;Die rechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr solche Konstellationen seien in Deutschland nur sehr unklar formuliert.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">In einem solchen fragilen Verh\u00e4ltnis seien alle gleicherma\u00dfen voneinander abh\u00e4ngig, erl\u00e4uterte We\u00dfel. Sprachprobleme, unterschiedliche Erwartungen, Schuldgef\u00fchle, unklare Arbeitsauftr\u00e4ge, kulturelle Unterschiede &#8211; all das k\u00f6nne schnell zu Problemen im Alltag f\u00fchren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen solche Konflikte analysieren und anschlie\u00dfend ethische Handlungsempfehlungen f\u00fcr Betroffene und die Politik formulieren. Die Volkswagen-Stiftung f\u00f6rdere das zweij\u00e4hrige Projekt mit 300.000 Euro.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die Forschenden werden laut We\u00dfel Familien in Deutschland und Israel befragen. Von den Familien wollen sie erfahren, wie der Alltag mit der Betreuungskraft geregelt ist. Wer Entscheidungen treffe und welche Vorstellungen einer guter Versorgung bei Demenz herrschen. Der Vergleich mit Israel sei interessant, weil auch dort das Modell der h\u00e4uslichen Versorgung von Menschen mit Demenz durch Betreuungskr\u00e4fte aus dem Ausland etabliert sei. Allerdings unterschieden sich die rechtlichen Rahmenbedingungen und die famili\u00e4ren Strukturen stark in beiden L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/internationales-projekt-erforscht-konflikte-mit-betreuungskraeften\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Internationales Projekt erforscht Konflikte mit Betreuungskr\u00e4ften<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). Ein deutsch-israelisches Forschungsprojekt soll Probleme in Haushalten beleuchten, in denen demente Menschen und deren Betreuungskr\u00e4fte gemeinsam leben. Das entstehende Dreiecksverh\u00e4ltnis zwischen Pflegekraft, Patienten und Angeh\u00f6rigen berge Potenzial f\u00fcr zahlreiche moralische Konflikte, sagte die Medizinethikerin Merle We\u00dfel am Donnerstag in Oldenburg. 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