{"id":20113,"date":"2022-02-08T09:27:00","date_gmt":"2022-02-08T08:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/christusnews.de\/site\/vorgesetzte-des-patientenmoerders-hoegel-muessen-sich-verantworten-taeter-soll-vor-gericht-gegen-seine-frueheren-chefs-als-zeuge-aussagen\/"},"modified":"2022-02-09T22:17:22","modified_gmt":"2022-02-09T21:17:22","slug":"vorgesetzte-des-patientenmoerders-hoegel-muessen-sich-verantworten-taeter-soll-vor-gericht-gegen-seine-frueheren-chefs-als-zeuge-aussagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/vorgesetzte-des-patientenmoerders-hoegel-muessen-sich-verantworten-taeter-soll-vor-gericht-gegen-seine-frueheren-chefs-als-zeuge-aussagen\/","title":{"rendered":"Vorgesetzte des Patientenm\u00f6rders H\u00f6gel m\u00fcssen sich verantworten &#8211; T\u00e4ter soll vor Gericht gegen seine fr\u00fcheren Chefs als Zeuge aussagen"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoPlainText\">Oldenburg\/Delmenhorst (epd). Insgesamt acht ehemalige Vorgesetzte des Patientenm\u00f6rders Niels H\u00f6gel m\u00fcssen sich ab dem 17. Februar vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, m\u00f6glicherweise von dessen T\u00f6tungen gewusst, aber nichts dagegen unternommen zu haben. Angeklagt sind je vier Vorgesetzte aus den Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst. Zur Verhandlung stehen drei T\u00f6tungsdelikte in Oldenburg und f\u00fcnf in Delmenhorst. Bisher sind 42 Verhandlungstage bis in den November hinein geplant (Az.: 5 Ks 20\/16).<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Der Ex-Krankenpfleger H\u00f6gel war am 6. Juni 2019 vom Oldenburger Landgericht wegen insgesamt 85 Morden im Klinikum Oldenburg und dem Krankenhaus Delmenhorst zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden. Au\u00dferdem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt (Az.: 5 Ks 1\/18). Richter Sebastian B\u00fchrmann sprach damals von \u00abunfassbaren\u00bb Taten. Schon zuvor war H\u00f6gel in mehreren Prozessen verurteilt worden. Insgesamt wurden ihm 91 T\u00f6tungen nachgewiesen. Wie viele weitere Menschen er tats\u00e4chlich auf dem Gewissen hat, bleibt verborgen. Viele seiner mutma\u00dflichen Opfer wurden nach ihrem Tod im Krankenhaus einge\u00e4schert.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Die vier Vorgesetzen aus dem Krankenhaus Delmenhorst &#8211; zwei Ober\u00e4rzte, der Stationsleiter Pflege der Intensivstation und seine Stellvertreterin &#8211; sind wegen T\u00f6tung durch Unterlassen angeklagt, erl\u00e4utert ein Sprecher des Gerichts. Den Oldenburger Vorgesetzten wird lediglich Beihilfe zur T\u00f6tung durch Unterlassen vorgeworfen. Hier m\u00fcssen sich der damalige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, der fr\u00fchere \u00e4rztliche Leiter der kardiochirurgischen Intensivstation, der Leiter des Bereichs Pflege der kardiochirurgischen Intensivstation und die fr\u00fchere Pflegedirektorin des Klinikums verantworten.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Wie in jedem Prozess gilt auch f\u00fcr H\u00f6gels Chefs die Unschuldsvermutung. Darum m\u00fcssen alle zur Verhandlung zugelassenen Todesf\u00e4lle zun\u00e4chst erneut als Morde bewiesen und die Verantwortung der Angeklagten nachgewiesen werden. Und das, obwohl H\u00f6gel daf\u00fcr bereits rechtskr\u00e4ftig als M\u00f6rder verurteilt wurde. Ein Rechtsmediziner soll als Gutachter darlegen, warum die Menschen gestorben sind. Au\u00dferdem kommt H\u00f6gel eine wesentliche Rolle als Zeuge zu. Doch weil er schon oft gelogen hat, wird ein Glaubw\u00fcrdigkeitsgutachter seine \u00c4u\u00dferungen pr\u00fcfen.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">In dem Verfahren geht es um die pers\u00f6nliche Verantwortung der Angeklagten, erl\u00e4uterte der Sprecher des Gerichts, Torben T\u00f6lle. Wann hat wer was gewusst? Wann haben die Vermutungen einen derartigen Grad an Gewissheit erlangt, dass ein Einschreiten zwingend gewesen w\u00e4re?<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">H\u00f6gel hatte nach \u00dcberzeugung des Gerichts seine Patienten mit Medikamenten vergiftet, die zum Herzstillstand f\u00fchrten, um sie anschlie\u00dfend reanimieren zu k\u00f6nnen. So wollte er als Lebensretter gl\u00e4nzen. Im Mordprozess war deutlich geworden, dass die Vorgesetzten in Oldenburg nach einem Verdacht dem Pfleger die K\u00fcndigung nahegelegt hatten. Mit einem guten Zeugnis bewarb sich H\u00f6gel dann erfolgreich in Delmenhorst, wo er weiter mordete.<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoPlainText\">Aufgrund des bundesweiten Interesses wird die Verhandlung &#8211; wie schon der Mordprozess gegen H\u00f6gel &#8211; in der Oldenburger Weser-Ems-Halle gef\u00fchrt. Die acht Angeklagten lassen sich von zusammen 20 Rechtsanw\u00e4lten vertreten. Au\u00dferdem gibt es einen Nebenkl\u00e4ger.<\/p>\n<p>Kirche-Oldenburg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kirche-oldenburg.de\/\/aktuell\/news-niedersachsen\/artikel\/vorgesetzte-des-patientenmoerders-hoegel-muessen-sich-verantworten-taeter-soll-vor-gericht-gegen-seine-frueheren-chefs-als-zeuge-aussagen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorgesetzte des Patientenm\u00f6rders H\u00f6gel m\u00fcssen sich verantworten &#8211; T\u00e4ter soll vor Gericht gegen seine fr\u00fcheren Chefs als Zeuge aussagen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg\/Delmenhorst (epd). Insgesamt acht ehemalige Vorgesetzte des Patientenm\u00f6rders Niels H\u00f6gel m\u00fcssen sich ab dem 17. Februar vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, m\u00f6glicherweise von dessen T\u00f6tungen gewusst, aber nichts dagegen unternommen zu haben. Angeklagt sind je vier Vorgesetzte aus den Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst. 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